Henry Schädelbach veröffentlichte letztes Jahr den Science-Fiction-Roman „Weiber, Weichlinge, echte Männer“. Er ist 39 Jahre alt, wohnt in Düsseldorf und „ansonsten ein ganz angenehmer und bescheidener Kerl“. Gegenüber BlaueNarzisse.de äußerte er sich über „Supermacho Henry Schädelbach“, Feminismus und „Political Correctness“.
„Der Roman behandelt zu einem großen Teil übersinnliche Phänomene und Jenseitswelten.“ BlaueNarzisse.de: Ziemlich am Ende von „Weiber, Weichlinge, echte Männer“ kämpft der Protagonist Henry Schädelbach mithilfe einer endlosen Spermienflut gegen das Monster Gohl aus der Unterwelt. Gleich bei den ersten Sätzen habe ich mich gefragt: Wie schafft das Henry eigentlich? Henry Schädelbach: Ja, es eine übermenschliche Leistung, die Henry da vollbringt. Aber der Roman behandelt schließlich zu einem großen Teil übersinnliche Phänomene und Jenseitswelten. Als Henry am Ende der dämonischen Übermacht des Untergottes gegenübersteht, greift der Schamane, der an Henrys Seite kämpft, zu einem längst vergessenen Ritus, der Henry zu diesem übertestosteronisierten Sperma-Groteskor mutieren lässt. Was verbindet Schädelbach und den geheimnisvollen „Marterpfahlpsychopathen“, der mitunter wie aus dem Nichts auftaucht und Inspektor Bantam wahrlich das Fürchten lehrt? Da der Marterpfahlpsychopath eine Schlüsselfigur ist, darf ich natürlich nicht zu viel verraten. Jedenfalls sind auch hier übersinnliche Kräfte am Werk, die den Leser Stück für Stück erahnen lassen, dass es noch mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als man mit dem bloßen Auge sehen kann. Gegen Ende, bei der apokalyptischen Eskalation, spielen diese Mächte eine entscheidende Rolle. Soll Dein Roman einfach ein Plädoyer für Männlichkeit sein? Feministinnen wie Frau Erika Kelter-Böhnsen sind darüber zutiefst schockiert. „Weiber, Weichlinge, echte Männer“ ist in gewisser Hinsicht ein Aufklärungsbuch für Erwachsene. Gerade in der heutigen Zeit besteht dafür ein großer Bedarf, weil unter der Flagge des Feminismus unglaubliche Lügengeschichten über die Geschlechter verbreitet werden, die aus wissenschaftlicher Sicht absolut unhaltbar sind. Ich möchte behaupten, dass der Feminismus zu den verlogensten Ideologien unserer Zeit zählt. Natürlich sind Feministinnen schockiert, wenn sie mit Wahrheiten konfrontiert werden, die ihr zurecht gestricktes Weltbild zusammenstürzen lassen. Wie hältst Du's mit der „Political Correctness“? In übertriebenem Maße, wie es heutzutage der Fall ist, führt „Political Correctness“ dazu, dass gewisse Wahrheiten nicht ausgesprochen werden dürfen. Das ist natürlich der letzte Dreck! Ich gehöre nicht zu den Leuten, die ein Blatt vor den Mund nehmen, nur weil meine Ansichten aufgrund der vorherrschenden Propaganda momentan nicht im Trend liegen. Propaganda? Was meinst Du damit? Es gibt Themen, wie beispielsweise den Klimawandel, Ausländerpolitik, Geschlechterkampf, da geht es in den Medien nicht in erster Linie um wertfreie Berichterstattung, sondern darum, die Meinung des Konsumenten zugunsten einer politischen Zielsetzung zu beeinflussen. Dabei werden gezielt Tatsachen einseitig oder falsch dargestellt. Im Rahmen meiner Recherchen habe ich einige Wissenschaftsjournalisten befragt. „Ich treffe mich regelmäßig mit meinem selbstgecasteten Frauenstöhnorchester“ Es ist tatsächlich so: eine Zeitschrift, die etwa feministisch orientiert ist – was ja zur Zeit dem politisch korrekten Bild entspricht – druckt eher einen fehlerhaften Männerlästerartikel ab, der absolut unsachlich ist, als eine Wahrheit, die von der Redaktion nicht erwünscht ist. Als Wissenschaftsjournalist bekommt man einfach keine Aufträge mehr, wenn man zu bestimmten Themen zu ehrlich beziehungsweise sachlich ist. Dann kann man einpacken. In meinem Roman habe ich mich nicht gescheut, einige unerwünschte Wahrheiten zu nennen. Natürlich hat mir das bereits Ärger eingebracht. So haben einige Tageszeitungen die bereits fertigen Interviews nicht gedruckt, weil die jeweilige Chefredaktion die Veröffentlichung eines Interviews zu solch einem Buch verboten hat. Du machst auch Musik. Wie würdest Du sie beschreiben? Ach, das ist nur so ein Wochenendhobby. Ich treffe mich regelmäßig mit meinem selbstgecasteten Frauenstöhnorchester. Gemeinsam studieren wir Stöhnsymphonien ein, die wir gelegentlich als Werbegag in der Bettenabteilung interessierter Möbelhäuser zum Besten geben. Ich sehe schon: der Schriftsteller steht dem Supermacho im Roman in nichts nach. Doch wer steckt wirklich hinter Henry Schädelbach? Im Roman ist Supermacho Henry Schädelbach der härteste Privatdetektiv aller Zeiten. Der Schriftsteller Henry Schädelbach arbeitet statt dessen als Psychiatriepfleger auf der geschlossenen Akutstation einer Erwachsenenpsychiatrie. Doch auch da leiste ich oft genug Detektivarbeit. Beispielsweise, wenn ich recherchieren muss, von welchem Planeten die Stimmen kommen, die Patient XY gerade hört. Herr Schädelbach, vielen Dank für das Interview! |