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Geschrieben von: BN-Redaktion
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Montag, den 08. Februar 2010 um 16:08 Uhr |
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Der ehemalige Südtiroler Freiheitskämpfer Erhard Hartung ist gestern in den Integrationsrat der Stadt Meerbusch in Nordrhein-Westfalen gewählt worden. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) kritisierte bereits vor der Wahl die Kandidatur. „Bei dieser Vergangenheit ist seine Kandidatur für den Integrationsrat unglücklich“, betonte der UWG-Vorsitzende von Meerbusch, Christian Staudinger Napp gegenüber BlaueNarzisse.de.
Italien verurteilte Hartung zu lebenslanger Haft Die italienische Justiz beschuldigt den Österreicher Hartung, 1967 an einem tödlichen Sprengstoffanschlag auf vier italienische Soldaten beteiligt gewesen zu sein. Ein Florenzer Gericht verurteilte ihn 1971 in Abwesenheit zu lebenslanger Haft. Hartung bestreitet die Vorwürfe. Das Urteil sei „erwiesen menschenrechtswidrig“. Er habe den „Südtiroler Freiheitskampf“ nur als Mediziner unterstützt. Zur Sitzung des Wahlausschusses am 14. Januar war das der Stadt Meerbusch noch nicht bekannt. Erst nach der Wahlzulassung habe Hartung die Stadt über die Vorwürfe Italiens informiert. Juristisch konnte laut „Rheinischer Post“ nicht gegen ihn vorgegangen werden. 1969 floh Hartung laut eigenen Angaben nach Deutschland. Unter anderem war er als Oberarzt der Düsseldorfer Uni-Klinik tätig. Wahlbeteiligung von 11,6 Prozent Auch in anderen nordrhein-westfälischen Kommunen wurden gestern die Integrationsräte gewählt. Wahlberechtigt waren Migranten, die vor höchstens fünf Jahren eingebürgert wurden. Die Wahlbeteiligung lag in NRW bei 11,6 Prozent. Bild: Der Südtiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer
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