Ünal Kaymakci, Vorsitzender der schiitischen Frankfurter Hazrat-Fatima-Gemeinde, arbeitet offenbar eng mit islamistischen Extremisten zusammen. Laut einem Fernsehbericht des „defacto“-Magazins gehören der Frankfurter Imam, Sabahattin Türkyilmaz, und Ayatollah Reza Ramezani, zum radikalen, an den Iran angelehnten Islamismus. Beide legten mit Kaymakci im Juni 2009 den Grundstein zur dritten Moschee in Frankfurt-Hausen.
Vollverschleierung neunjähriger Mädchen gefordert
Türkyilmaz wird unter anderem vorgeworfen, bei einer Demonstration 2006 zur Vernichtung Israels aufgerufen zu haben. „Er fantasiert quasi von einer Gesellschaftsvision auf religiös-schiitischer Basis. Das hat alles mit Demokratie nix mehr zu tun“, diagnostizierte die Berliner Islamwissenschaftlerin Claudia Danscke im Interview mit „defacto“. In Berlin-Neukölln habe sich Türkyilmaz für die Vollverschleierung neunjähriger Mädchen engagiert.
Ramezani ist Vorsitzender des „Islamischen Zentrums Hamburg“ (IZH). Dieses gelte als „Außenstelle des islamischen Gottesstaates“ im Iran. Er sei direkt von Religionswächtern in Teheran bestimmt worden. Der Verfassungsschutz Hamburg beobachtet das IZH.
Kaymakci schweigt
Gegenüber dem Hessischen Rundfunk verweigerte Kaymakci eine Stellungnahme. Die Fraktion der Freien Wähler im Frankfurter Römer empörte sich in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung: „Genau das hatten die Bürgerinitiative Hausen und die Freien Wähler schon im bundesweit bekannt gewordenen Moscheekonflikt vor zwei Jahren nicht grundlos behauptet, waren aber deswegen massiv der Fremdenfeindlichkeit und des Angriffs auf die Religionsfreiheit beschuldigt worden.“
Von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) fordern sie deshalb eine Entschuldigung. Außerdem solle die schiitische Gemeinde ihre Vorstände absetzen. Damit dürfte der Hessische Rundfunk Bewegung in die Diskussionen um Frankfurts Moscheen gebracht haben. Noch wird an der Hazrat-Fatima-Moschee in Frankfurt-Hausen gebaut.