Die Konservativ-subversive Aktion (ksa) hat die heutige Podiumsdiskussion von Egon Krenz und Siegfried Lorenz gestört. Die jungen Aktionisten verteilten Flugblätter im Veranstaltungsort „Fata Morgana“ und stellten dem ehemaligen Mitglied des Politbüros und vorletzten Staatsratsvorsitzenden Krenz kritische Fragen zur DDR-Vergangenheit. Das Thema „Was bleibt von der DDR?“ sollte aus Sicht der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützten Veranstaltung nur einseitig, im Hinblick auf die „Errungenschaften“ des SED-Staates, behandelt werden.
Beim Verteilen der Flugblätter griff der selbsternannte Anwalt der Veranstaltung, Klaus Bartl (MdL, DieLinke) – ehemals IM „Andreas Förster“ – ein und verwies mehrere Verteiler der Veranstaltung. Einige Zuhörer äußerten ihre Sympathie für die Aktion: „Das müßte es in Chemnitz öfters geben.“
Quintessenz der Podiumsdiskussion aber war die Forderung nach einem erneuten Anlauf für den Kommunismus. Nachdem Felix Menzel auf die Verurteilung Egon Krenz’ zu sechseinhalb Jahren Haft hingewiesen hatte und wieder Flugblätter verteilt wurden, eskalierte die Situation.
Die Veranstalter und der linke Landtagsabgeordnete Klaus Bartl drängten die Aktivisten aus dem Saal und hielten sie auf Anweisung von Klaus Bartl bis zum Eintreffen der Polizei fest. Nach dem Rausschmiß plakatierte die ksa in der Innenstadt und die Chemnitzer Bürger wurden in Gesprächen über die Fälle "Krenz" und "Runkel" aufgeklärt.
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