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Geschrieben von: BN-Redaktion
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Sonntag, den 31. August 2008 um 02:00 Uhr |
Die Konservativ-subversive Aktion (ksa) hat am Abend des 31. August 2008 bei der Buchpremiere von „Die Box“ im Thalia Theater Hamburg gegen die „Nebelkerzenprosa“ von Günter Grass protestiert. Dazu verteilten die etwa 20 Aktivisten vor Beginn der Lesung einen kritischen Comic und enthüllten während der Lesung mehrere große Protest-Banner mit der Aufschrift „www.ungebeten.de grüßt die moralische Instanz Günter Grass. Vatti ist immer dabei". Es war die dritte Aktion der Protestgruppe. Zuvor war sie bereits in Berlin beim 68er-Kongreß im Mai und im Juni bei einem Vortrag von Egon Krenz in Chemnitz aktiv.
SS-Outing als PR-Maßnahme
Die Aktionsgruppe um den Verleger Götz Kubitschek stößt sich an der Art und Weise, wie Grass im August 2006 seine SS-Mitgliedschaft bekannt gegeben hat. Er habe sein „Outing“ damals zu einer verkaufsfördernden Maßnahme für seine Autobiographie „Beim Häuten der Zwiebel“ gemacht.
Auch im zweiten Teil seiner Autobiographie, „Die Box“, bringe es der Literaturnobelpreisträger nicht fertig, über die lange Zeit seines Schweigens ehrlich zu berichten. Götz Kubitschek, Initiator der Aktion, betont: „Grass lehrt, daß man mit Gedächtnislücken und Orgien der Vagheit zur moralischen Instanz und zum Richter über die eigene Generation und ein ganzes Land werden kann. Wir, seine Kinder und Enkel, nehmen diese Lehre nicht an. Öffentlichkeit und Politik sollten Grass nicht mehr hofieren.“
Ein scheinheiliger Moralist wie er im Buche steht
Die ksa möchte ihn deshalb vom Sockel stoßen und fordert die Öffentlichkeit auf, stattdessen jene Autoren aufzusuchen, denen es um die Versöhnung der Generationen und die Vielschichtigkeit deutscher Biographien geht. |