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Geschrieben von: Felix Menzel
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Mittwoch, den 13. Mai 2009 um 01:00 Uhr |
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Mehrere Tausend Studenten demonstrieren heute an elf bayrischen Hochschulorten gegen Studiengebühren. „Die Studierenden haben die hohlen Phrasen satt. Eine sozial verträgliche Verschuldung gibt es nicht; auch wenn uns der Minister das wieder und wieder weis machen will. Nicht einmal der Wissenschaftsminister bestreitet, dass die Studiengebühren die soziale Auslese im bayerischen Bildungssystem verstärken“, erklärt Tobias Dreier, Geschäftsführer der Studierendenvertretung der Universität München (LMU). Zwar wird Bayern trotz der Anträge von Grünen und SPD im Landtag die vor zwei Jahren eingeführten Studiengebühren wohl nicht abschaffen, aber trotzdem zeigt der öffentliche Druck Wirkung.
Als Bedingung zur Einführung von Studiengebühren hat das Bundesverfassungsgericht 2005 eine sozialverträgliche Abfederung festgeschrieben. In Bayern zahlen deshalb gar nicht alle Studenten die Gebühren, ca. 24 Prozent sind davon befreit und zum kommenden Wintersemester wird es weitere Ausnahmeregelungen geben, denn unter FDP-Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch wurde beschlossen, daß künftig Familien mit mehreren Studierenden nur einmal die Gebühr bezahlen müssen.
Den Studierendenvertretern geht das nicht weit genug. Bereits vorgestern haben sie dem Wissenschaftsminister eine Petition mit 31.064 Unterschriften für die Abschaffung der Studiengebühren überreicht. Heute nun träumen sie von bis zu 10.000 Demonstranten allein in München. Sie beklagen, daß immer mehr junge Leute vor einem Studium aufgrund der finanziellen Belastung zurückschrecken und sich die Studienbedingungen in den letzten zwei Jahren nicht verbessert haben. |