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Die Komoren: Auf dem Weg in die Hölle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Lukas Lange   
Sonntag, den 17. Mai 2009 um 01:00 Uhr

IslamEs ist zum Verzweifeln. So gerne man der Masse von Gutmenschen in Spitzenpositionen der Bundesrepublik, die dem Bürger gefühlt im Stundentakt schmackhaft machen wollen, der Islam stehe für Frieden und nicht etwa für die Unterdrückung und Verfolgung von Frauen, Homosexuellen und Andersgläubigen,  auch Glauben schenken würde, es will einem einfach nicht gelingen. Bestärkt wird man darin angesichts des noch viel schnelleren Taktes an Schreckensnachrichten aus der islamischen Welt, ob damit die Türkei, mittlerweile leider auch fast schon Deutschland oder nun die Komoren, eine kleine Inselgruppe vor der Küste Südostafrikas, gemeint sind.

Vor der aktuellen Berichterstattung muss ein kleiner Auszug aus der Bevölkerungsstatistik herangezogen werden: Ungefähr 98 Prozent des Volkes sind sunnitische Muslime salafitischer Glaubensrichtung.

Der wirtschaftlich marode Staat am anderen Ende der Welt, der sich beinahe ausschließlich durch Entwicklungshilfe westlicher Wohlfahrtsspinnerei ernährt, wird am 17. Mai 2009 eine Volksabstimmung abhalten lassen. Direkte Demokratie in einem Land, das jahrelang durch Militärdiktaturen regiert wurde und in dem der demokratiefeindliche Koran dominiert? Das hört sich zunächst einmal gut an,  doch nur zunächst.

Denn die geplante Verlängerung der präsidialen Amtsperiode von vier auf fünf Jahre ist dabei nur nebensächliches Ziel des Referendums. Die Bürger der Komoren sollen vielmehr darüber abstimmen, ob das Land eine islamische Republik werden soll – obgleich sich die Inselgruppe, auf welcher der Islam 2001 zur Staatsreligion erhoben wurde, bereits seit mehr als zehn Jahren als solche bezeichnet. Politische Beobachter auf den drei Inseln gehen von hohen Chancen für ein positives Ergebnis der  
Volksabstimmung aus, was schrittweise die Einführung der Scharia zur Folge hätte.

Verfolgung der christlichen Minderheit

An einer kleinen, aber nun einmal existierenden Bevölkerungsgruppe wird dies nicht gelegen haben: Ungefähr ein Prozent der rund 600 000 Einwohner der Inselgruppe bekennt sich zum christlichen Glauben. Das ist angesichts der Menschenrechtslage,  die auf den Komoren für Andersgläubige herrscht, mehr als mutig und sollte daher respektvoll gewürdigt werden. Religionsfreiheit existiert auf den Komoren schon lange nicht mehr, obgleich sie verfassungsrechtlich noch garantiert wird.

Das Veröffentlichen christlicher Literatur und Medien ahndet der Staat strafrechtlich und das Austreten aus dem islamischen Glaubenskreis kommt Verbannung, gesellschaftlicher Ächtung und Verfolgung gleich. All dies geschieht bereits jetzt vor der offiziellen Einführung der Scharia. Es sei die Frage in den Raum gestellt, was den Christen auf den Komoren wohl in Zukunft droht, wenn sich die totalitäre und faschistoide Ideologie der Scharia offiziell breitgemacht hat.

Die Tatsache, dass der seit 2006 amtierende Staatsführer Mohamed Sambi im eigenen Volk aufgrund seiner religiösen Überzeugungen und der Nähe zum iranischen Unterdrückungsherrscher Ahmadinedschad auch als „Ayatollah“ bekannt ist, dürfte freiheitliche Demokraten dabei nicht unbedingt optimistischer stimmen. Der Ausgang der Volksabstimmung sollte daher zwar mit Spannung, nicht aber mit übergroßem Optimismus verfolgt werden: Mit den Komoren wird vermutlich ein weiterer Landfetzen, und ist er noch so klein, in die Hände des Islamofaschismus fallen.

 
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