| Im Gespräch mit einer jungen tschechischen Fotografin: Das Innerste der Menschen sichtbar machen |
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| Geschrieben von: BN-Redaktion |
| Montag, den 17. August 2009 um 09:58 Uhr |
Darina ist eine junge tschechische Fotografin, die sich auch hin und wieder mit Kurzfilmen profiliert. 1984 in Jaroměř bei Königgrätz geboren, studierte sie in Brünn und lebt derzeit in Berlin. Im vergangenen Jahr gewann sie den Fotowettbewerb des Brünner Kultur-Zentrums in den Kategorien Bühnen- und Reportagephotographie. Im gleichen Jahr wurde sie von den beiden Londoner Galerien „CompelloArt“ und „Saatchi Online“ in deren Liste der zehn weltbesten Nachwuchsphotographen aufgenommen. Seit 2005 zeigt sie ihr Werk in verschiedenen Ausstellungen in Brünn, Aussig an der Elbe, Prag und Hamburg. Die Schwerpunkte ihres Schaffens oszillieren zwischen Identitätssuche, subtilen Genderproblemen und dem Mythos der Schönheit. Benjamin Jahn Zschocke sprach mit ihr über ihre Kunst und ihre Heimat.
BlaueNarzisse.de: Ich werfe einen Blick auf deine Netzseite (" target="_blank" title="Portrait von Lucie">„Portrait von Lucie” erinnerte mich nicht selten an die Sehgewohnheiten der Gothic-Szene. Was ist die Intention des Filmes – nur die reine Visualität?„Portrait von Lucie” ist insofern hervorzuheben, als das alles Gezeigte allein auf den persönlichen Erinnerungen der Hauptdarstellerin beruhte. Sie äußerte mir gegenüber den Wunsch, einige ihrer Erinnerungen durch das Medium des Films neu zu erfahren. So etwas ist schwer zu machen mit Fotos. Zum Schluß noch eine persönliche Frage: Wie kam es dazu, daß sich dein Weg in Richtung der Kunst entwickelte. Ist Kunst dein Lebensweg, dein Lebensmodell? Derzeit bin ich mir eigentlich nicht sicher, ob ich eine „echte“ Künstlerin bin. Ich verstehe mich eher als reine Fotografin, die mit Menschen zusammenarbeitet und deren geheime seelische Welten dokumentiert. Ob das automatisch mein Lebensweg ist, kann ich wohl erst später wissen. Dennoch bin ich mir sicher, daß die kreative Arbeit ein sehr wichtiger Teil meines Lebens ist – ich tue mein Bestes, um zu verstehen, was um mich herum vor sich geht.
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