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Die Linke und der Islam PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Johann Schacht   
Samstag, den 13. Oktober 2007 um 01:00 Uhr

Für Europa ist es 5 vor 12Was haben die politische Linke und der ebenso politische Islam gemein? Inwiefern existieren Konvergenzen bezüglich der Zielvorstellungen und Utopien beider Ideologien? Zunächst einmal scheint der Islam in seinen Auffassungen diametral zu linken Vorstellungen der Moderne zu stehen: Individualität und Selbstverwirklichung, oftmals Irreligiosität und Gleichheit aller Menschen. Dem hält der Koran, Quelle der muslimischen Ethik und Moral, Bigotterie, Weltherrschaftsphantasien und Kollektivismus entgegen. So lautet es in Sure 9, 29 symptomatisch: „Kämpft mit Waffen gegen diejenigen, die nicht an Allah glauben, noch an den jüngsten Tag glauben, und die nicht für verboten erklären, was Allah und sein Gesandter Mohammed für verboten erklärt haben, und die sich nicht nach der rechten Religion (dem Islam) richten – von denen, die die Schrift erhalten haben (d. h. Juden und Christen, Anm. d. V.) - kämpft mit der Waffe gegen diese, bis sie die Minderheitensteuer abgeben als Erniedrigte!”.

Muslime in aller Regel links der Mitte

Trotz dieser fundamentalen Differenzen kommt es jedoch in der Regel zu einer Verbrüderung mit dem linken Lager respektive dem Eintritt in linke Parteien. Im Brüsseler Regionalparlament entstammt die Hälfte der sozialistischen PS-Abgeordneten dem islamischen Kulturkreis, während lediglich drei der elf Parlamentarier der konservativen cdH jenem zuzuordnen sind. Wie in Belgien verhält es sich auch in anderen europäischen Ländern, Muslime sind meist auf den Wahllisten von sozialistischen respektive alternativ-grünen Parteien zu finden. Eine gewisse Affinität existiert de facto. Nun, betrachtet man die ökonomischen Vorstellungen beider Seiten, wird der Zusammenhang schon deutlicher. Sozialismus steht für protektionistische Planwirtschaft und Staatsmonopol auf bedeutende Wirtschaftsbereiche. In dieser Vorstellung sind Globalisierung und Industrialisierung Gift, weil sie konsequent zur Unterdrückung und Ausbeutung der besitzlosen Schichten, dem Proletariat führen. Hier stechen frappierende Analogien zu islamischen Zielen ins Auge. Linke und Islamisten lehnen die Industrialisierung und die Globalisierung ab, weil Schwellenländer und Länder der Dritten Welt dann amerikanisiert werden würden. Linke ebenso wie Islamisten lehnen die USA in fundamentaler Art und Weise ab. Wie unter Europas Linken dominiert in islamischen Staaten ein glühender Anti-Amerikanismus wie Anti-Zionismus. Die USA, „der große Satan“, und sein zionistischer Schoßhund Israel beuten angeblich die Welt durch ihre Finanzmacht aus.

Schnittmengen zwischen politischem Islam und linker Träumerei

Die wohl wichtigsten Parallelen existieren in Bezug auf Immigration und Zuwanderung. In aller Regel berufen sich Linke auf „humanistische“ Werte und verfechten infolgedessen eine möglichst generöse Einwanderungspolitik. Die freie Wahl des Domizils, sprich die Auflösung des Nationalstaates, soll zu einem Menschenanrecht erhoben werden, ganz egal, aus welchen Beweggründen Migration stattfindet. Muslime teilen diese Einschätzung apodiktisch, obgleich auch aus anderen Motiven heraus. Islamisten wollen dafür sorgen, dass das eigene ethnische Bevölkerungselement rasch anwächst, um infolgedessen eine Konsolidierung und Ausweitung politischen Einflusses zu erreichen. Aus eben diesem Kalkül werden „offene“ Grenzen, der Familiennachzug und „Brautimport“ gefordert. Dies hat nichts mit den gutmenschlich-naiven Forderungen, derer man sich auf der Linken bedient, zu tun. Pures Machtinteresse ist der ausschlaggebende Beweggrund.

Islam und Linke – mehr Gemeinsamkeiten, als man glaubt.

In letzter Zeit wurden insbesondere linkerseits die Rufe nach einer Etablierung des Islams als dritte bedeutende Religion in Deutschland neben dem Christen- und Judentum laut. Wieder sind es Gutmenschen, die versuchen, ihr neues Adoptivkind Islam rechtlich zu stärken. Aber was man sich diesmal für ein Kind ins Haus geholt hat, wird sich noch früh genug zeigen. Denn Islam als rein spirituelle Religion, die jedermann per Säkularisierung zähmen könne, zu verstehen, ist ein gefährlicher Trugschluss. Eine islamische Spiritualität existiert natürlich, jedoch hat diese auch eine äußerst virulente politische Seite. Und tötet sie (d.h. die heidnischen Gegner), wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben! Der Versuch (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen ist schlimmer als Töten. Jedoch kämpft nicht bei der heiligen Kultstätte (von Mekka) gegen sie, solange sie nicht (ihrerseits) dort gegen euch kämpfen! Aber wenn sie (dort) gegen euch kämpfen, dann tötet sie! Derart ist der Lohn der Ungläubigen.“ (Sure 2, Vers 191). Ob solcher Textstellen sollte sich jeder ernsthaft fragen, inwiefern man hier noch von einer friedlichen Religion sprechen kann. Es handelt sich bei zitiertem Vers um islamische Weltherrschaftsansprüche, die mit dem absoluten Willen verbunden sind, alle Menschen, die andere Vorstellungen pflegen, zu töten. Der niederländische Politiker Geert Wilders zog jüngst die Parallele zu Mein Kampf und forderte ein Verbot des Korans. Eine genauere Beschäftigung mit beiden „Werken“ gibt dieser, zugegebenermaßen waghalsigen, These eine solide Wahrheit an die Hand. Wie ironisch mutet da Schützenhilfe für den Islam ausgerechnet von linker Seite an.

Der Islam – die dritte Form des Sozialismus

Nach grausamen Arten des linken und rechten Sozialismus des 20. Jahrhunderts erwacht eine neue Bedrohung für die Welt. Ebenso wie der „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ porträtiert sich der Islam als Sprachrohr der Armen und Unterdrückten, als ein Opfer des westlichen Imperialismus und neoliberaler Globalisierung. Aber es handelt sich mitnichten um einen zahnlosen Tiger, denn der Islam ist Europa und der westlichen Welt demographisch deutlich überlegen. Der Islam verfügt über vitale youth bulges, Europa hingegen muss zusehen, dass sich für seine Idee überhaupt irgendwo Krieger finden. Wenn der Westen seine eigene Freiheit langfristig erfolgreich behaupten will, muss er sofort damit anfangen, sich von politisch-korrekter Selbstgeißelung loszusagen und die akute Gefahr als solche zu erkennen.

 
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