| Wenn Ali über kanadische Juden spricht |
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| Geschrieben von: Michael Vjazner |
| Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 02:00 Uhr |
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Ich habe solche und ähnliche Sätze schon oft hören müssen, doch dieses Mal ist etwas anders. Dieser Mensch verlangt tatsächlich eine Antwort. Ich bemühte mich innerhalb von 2 Stunden das Weltbild meines Gegenübers, so gut es geht, zu korrigieren, doch meine Erfolge blieben bescheiden. Sein höfliches Nicken beim Zuhören erkenne ich als das selbe Nicken, das ich verwende, wenn mir meine Ex-Freundin etwas erzählt. Es war also doch wieder so eine Äußerung, die man vielleicht lieber aus Bequemlichkeit hätte ignorieren sollen. Der Antisemitismus der deutschen Muslime Meine muslimischen Freunde, gute Bekannte und überhaupt viele Menschen muslimischen Glaubens in meinem Umfeld sind nicht antisemitisch. Stimmt das, was ich gerade geschrieben habe? Nein. Außer bei den wenigen Freunden und besseren Bekannten kann ich das nicht so behaupten. Einen muslimischen Jungen aus der Nachbarschaft (der Sohn eines bekannten SPD-Lokalpolitikers) habe ich im Bus vor seinen Freunden verkünden hören, die Terroranschläge vom 11. September 2001 seien von „den Juden“ begangen worden. Der Antisemitismus steckt in den meisten Köpfen der deutschen Muslime sehr tief. Dies zu bestreiten wäre äußerst naiv. Wie in allen anderen Texten, die sich mit dem Islam befassen, lesen Sie selbstverständlich auch in diesem, dass man nicht alle Muslime in einen Topf werfen darf. Ein guter Freund von mir, ein gebürtiger Iraner, hat mir auf diesen Einwand erwidert: „Es ist eine Frage von Bildung und des Horizonts eines Menschen, wie sehr er es nötig hat, gegen andere Volksgruppen zu hetzen. Die meisten Muslime in Deutschland kommen aus der Türkei, vor allem aus Dorfregionen wie Anatolien. Dorftrottel, die auch in Deutschland nach Dorftrottel-Regeln leben, sind sehr anfällig für Hasspropaganda.“ Allein bei den Neonazis wird nach Judenfeindlichkeit gesucht. Klingt nachvollziehbar, stimmt aber nicht. Auch sehr gebildete Muslime sind oft Antisemiten. Sie mögen es vielleicht besser als manch ein Dorftrottel verstecken können, doch es ändert nichts an den Tatsachen. Solche Mohammedaner begründen ihren Antisemitismus dann mit den heiligen Schriften des Islam. Andere fühlen sich einfach ihren Palästinensischen Glaubensbrüdern zu irgendwas verpflichtet und wettern gegen die jüdisch-zionistische Weltverschwörung, dessen alleiniges Ziel es sei, den Moslems weh zu tun, sie zu foltern und hin und wieder Unschuldige zu massakrieren. Wer ist Schuld am deutschen-Islam-Antisemitismus? Es sind diejenigen, die behaupten, er würde nicht existieren. Ein beliebtes Mittel deutscher Politik ist es, alles „andersfeindliche“ Gedankengut den Neonazis zuzuschreiben. Das auf den Schulhöfen „Du Schwule Sau“, „du Zigeuner“, „du Jude“oft auch aus Mündern muslimischer Heranwachsender kommt, wird ausgeblendet. Das Kind aber beim Namen zu nennen, erfordert viel Mut. Aber wozu sich mit Leuten anlegen, die einem ein „Scheiß-Nazi“ an den Kopf werfen? Im Kindergarten haben wir immer „Selber“ gerufen, wenn wir beleidigt wurden. Doch Kindergarten-Taktik scheint für manch einen Politiker zu hoch zu sein. Markus sagt „Kanacke“ und bekommt Ärger und Ali beschimpft Juden. Diese menschliche Charakterschwäche habe ich mal in der neunten Klasse mitbekommen. Es ging in Erdkunde gerade um Globalisierung. Der Lehrer bat einen muslimischen Pubertierenden, die Globalisierung anhand des Beispiels AIDS zu erklären. Ali: „Ein kanadischer Jude ist nach Afrika gereist und hatte dort Geschlechtsverkehr mit Affen. Zurück in Kanada war er dann in der Homosexuellen-Szene aktiv. So verbreitete sich das Virus.“ Der Lehrer wollte das eigentlich ignorieren und einfach den nächsten dran nehmen, als plötzlich aus den hinteren Reihen ein anderer Junge namens Markus rief: „Ach ihr Kanacken mögt ja keine Juden.“ Der Lehrer geriet in Rage, schrie den Jungen an, das Wort „Kanacke“ sei fremdenfeindlich und er würde in seiner Klasse kein nationalsozialistisches Gedankengut tolerieren. Das böse Verhalten von Markus wurde mit einer Mitteilung an die Eltern sanktioniert. PS: „Kanacke“ sagen ist wirklich böse. |