Startseite Anstoß Kontrovers: Wer ist Freund, wer ist Feind? – Oder: Über Kräftebündelung rechtskonservativer Parteien

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Kontrovers: Wer ist Freund, wer ist Feind? – Oder: Über Kräftebündelung rechtskonservativer Parteien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tobias Lichter   
Mittwoch, den 17. Dezember 2008 um 02:00 Uhr

MoscheeMan liest es in vielen Internetforen, hört es in vielen Gesprächen mit Menschen und weiß es auch selbst: Es besteht der Wunsch und die Notwendigkeit, eine rechtskonservative Partei zu gründen – allein schon aus dem Grunde, ein Gegengewicht zur Linkspartei herzustellen. Doch alle bisherigen Versuche, demokratisch Rechte zu sammeln und deren Kräfte zu bündeln, sind kläglich gescheitert. Einzig die Existenz und das Anwachsen der „Pro-Organisationen“ sind ein kleiner Lichtblick für jeden Konservativen. Doch warum gestaltet sich die Kräftebündelung so schwerlich?

Das Problem ist recht einfach zu orten und nicht von der Hand zu weisen: Wir Konservativen wissen nicht, wer Freund und wer Feind ist. Das können wir auch gar nicht, da uns nicht einmal klar ist, gegen wen oder was, oder anders ausgedrückt, für welche Sache wir kämpfen sollen.

Das Leben und die eigene Kultur schützen

Für was stehen denn Konservative? Sie stehen für Werte, welche sich über lange Zeit bewährt haben und somit für gut erachtet werden; sie treten für diese ein und lehnen Absurditäten wie gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Abtreibung strikt ab. Gleichzeitig möchten sie das christliche Abendland, ihre Heimat, vor einer – sich derzeit schon vollziehenden – Islamisierung schützen.

Und genau an diesem Punkt muss jedem klar denkenden Konservativen die Widersprüchlichkeit dieser Zielsetzung auffallen. Wir bekämpfen die Ausbreitung einer Religion, deren Wertvorstellung sich nur wenig von der unseren unterscheidet.

Bringt die Islamisierung konservative Wertvorstellungen mit sich?

Letztendlich muss sich jeder Konservative selbst darüber klar werden, was er will. Akzeptiert er die Ausdehnung des islamischen Machtbereiches auf Europa, so darf er sich freuen, denn die Ausbreitung des Islams bringt die Ausbreitung einer konservativen Wert- und Moralvorstellung mit sich. Verteidigt er aber die liberale Gesellschaft und bekämpft den Islam, so muss er sich darüber im Klaren sein, dass er mit allen Auswüchsen und Wucherungen einer liberalisierten Gesellschaft leben muss.

Bevor sich nicht jeder Konservative endgültig sicher ist, wie er zur „Islamfrage“ steht, wird es keinen Fortschritt in Sachen „konservative Partei rechts der CDU/CDU“ geben, denn Zerstrittenheit und nie endende Grundsatzdiskussionen sind bei einer Kräftebündelung stets kontraproduktiv.

 
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