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„Yes, we can!“ Die Wahl des ersten Afro-Amerikaners zum Präsidenten der Vereinigten Staaten löste auf der ganzen Welt einen unvergleichlichen Jubelrausch aus. In einer Mischung aus altbewährter Anti-Bush-Hysterie und linkspopulistischem Geschrei aufgrund seiner Hautfarbe und seines unbestrittenen Charismas wurde Barack Obama über Nacht zum Messias – und wenig später in dieser Funktion zum neuen Präsidenten der letzten verbliebenen Supermacht der Welt.
Kritische Töne gegenüber diesem undifferenzierten Personenkult um jenen Barack Hussein Obama werden von politisch Korrekten als Sympathie-Bekenntnis für geheime CIA-Folterlager oder als Kriegshetze im Geiste der Bush-Ära aufgenommen. Nun, darüber zu berichten, wäre nichts Neues, denn die „Obamania“ verwandelt nun schon seit knapp anderthalb Jahren Antizionisten, Antiamerikaner und vor allem Muslime in treu Ergebene der amerikanischen Nation.
Die Frage, warum sich unter den Fans der Obama-Regierung vor allem die erklärten Feinde aufgeklärt-amerikanischer Wertevorstellungen finden und was dies über die Relevanz nationaler Interessen in der neuen US-Administration aussagt, sei hiermit einmal in den Raum gestellt.
Antizionisten, Antiamerikaner und Muslime mögen Obama
Auf bisher jeder seiner Auslandsreisen wurde deutlich, in welche Richtung der Zug Obama fährt – und zwar gen Mekka. Immer und immer wieder spricht der Präsident von seiner Wertschätzung für den islamischen Glauben und von einer angestrebten Partnerschaft zwischen muslimischer und westlicher Welt. Fast apathisch beteuert Obama, wie viel der Islam in den letzten Jahrhunderten doch getan habe, „um die Welt besser zu machen“ – und wie friedfertig er doch eigentlich sei.
Einen vorläufigen Höhepunkt antiamerikanischer Anbiederungspolitik gegenüber dem Islam steuerte der als Muslim geborene Präsident vor wenigen Tagen an, als er den Vereinigten Staaten den Status der christlichen Nation absprach und stattdessen davon phantasierte, Präsident „eines der größten islamischen Länder der Welt“ zu sein. Obama scheint sich mal wieder verplappert zu haben: In den USA leben nur etwa 2,3 Millionen Muslime. Da sind es schon allein in Deutschland ein paar mehr.
Staatsmännisch verhält sich Hussein Obama dabei kaum, denn immer wieder hetzt er gegen die Vorgängerregierung und beschwichtigt die muslimische Welt, in dem er mit ihr einen Bund gegen das Bush-Erbe schließt. Die Ausmaße, in denen Obama seinen Amtsvorgänger George W. Bush im Gespräch mit anderen Nationen und anderen Völkern diffamiert, ist dem Verhalten eines Präsidenten absolut unwürdig. Zumal Obama nicht der Präsident einer Bananenrepublik im Indischen Ozean ist, sondern der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und damit nicht nur mächtigster Mann der Welt, nein – er ist damit der höchste Vertreter der westlichen Welt.
„Change“ – auch im Verhältnis zu Israel
Dass zu dieser westlichen Welt auch der Staat Israel gehört, welches ein letztes Bollwerk im Nahen Osten gegen Islamisierung und Terrorismus ist, hat der neue Präsident Amerikas allerdings vergessen. Und das, obwohl beide Länder politische, militärische und kulturelle Beziehungen in erheblichem Maß verbinden. Nein, der neue starke Mann im Weißen Haus lässt es sich nicht nehmen, seine schwammige „Change“-Formulierung aus dem Wahlkampf auch in die Beziehungen mit dem jüdischen Staat einfließen zu lassen. In der Praxis bedeutet das, kurzerhand das Weiße Haus in die Botschaft eines angeblich legitimen „Palästinenser-Staates“ zu verwandeln.
Eine Handvoll Wohnhäuser friedlicher israelischer Bürger in der palästinensischen Pampa stellt für ihn eine größere Gefahr für die Weltsicherheit dar, als das iranische Atomprogramm, mit dem der antisemitische Hassprediger und iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad Israel „von der Landkarte tilgen“ will. Der grobe Unterschied zwischen dem Gespräch mit Israels rechtskonservativem Premierminister Benjamin Netanjahu und der Palästinenser-Marionette Mahmud Abbas symbolisiert das für Amerika ungewöhnliche Verhalten gegenüber Israel perfekt.
Während der Palästinenser mit einer unglaublichen Gastfreundschaft empfangen wird, in dem die einzige Forderung nach einem gemeinsamen Bekenntnis gegen den israelischen Siedlungsbau lautete, die Palästinenser sollten nicht ganz so rassistisch gegenüber den Israelis sein, wurde Netanjahu nur wenige Tage vorher in einer für das amerikanisch-israelische Verhältnis unverhältnismäßig schroffen und kühlen Art zurückgewiesen, als dieser die iranische Atombombe als größere Gefahr einstufte als den Siedlungsbau im Westjordanland.
Diplomatische Beziehungen zu Islamisten – Obamas Antimilitarismus
Auch seine zweite Nahost-Reise versprach nichts Gutes. Anstatt dem Heiligen Land der Juden einen ersten Besuch im Amt abzustatten, beglückt der Präsident nur wenige Wochen nach seiner Beschwichtigungsrede bei den Türken die islamische Welt erneut – und attackiert Israel von Ägypten und Saudi-Arabien aus. Zwar bekennt sich Obama zu einer Bekämpfung des Terrorismus. Allerdings spricht er sich besonders für „nicht-militärische“ Mittel aus – worunter wohl sein umstrittener Vorschlag fallen dürfte, mit der Taliban in diplomatische Verhandlungen zu treten. Gleichzeitig lenkt Obama den Blick auf die Bösartigkeit des Westens zur Kolonialzeit, wobei der Terrorismus plötzlich fast in das Licht legitimer Volksbefreiung gerückt wird.
Wortstark betont Mr. President die gemeinsamen Prinzipien von Gerechtigkeit, Fortschritt, Toleranz und Menschenwürde zwischen den USA und dem Islam. Zu schade, den Präsidenten nicht einfach einmal fragen zu können, was Steinigung, Judenhass, Ehrenmorde und Frauenunterdrückung – alles im Koran selbst idealisiert – denn bitte mit Menschenwürde, Toleranz und Fortschritt zu tun haben. Denn in diesem Bereich scheint Obama ja Experte zu sein – als geborener Muslim, wohlgemerkt.
In die Reihe dieser groben Verklärung einer fragwürdigen Wüstenreligion passt wohl auch die Lobhudelei an den saudischen Terrorherrscher König Abdullah, den Obama für seine „Gnade“ bewundert. In dessen Wüstenreich steht unterdessen auf den Besitz einer Bibel die Todesstrafe. Abschließend versandte der Präsident, der sich selbst anscheinend eher als Volksbeauftragter für Appeasement-Politik sieht, auch noch „Liebesgrüße“ zum neuen Freund in Teheran. Der Iran habe, so Obama, durchaus das Recht zur zivilen Nutzung von Atomenergie. Ob damit wohl gemeint ist, die letzten verbliebenen Juden in Israel mit einem nuklearen Holocaust unvorstellbaren Ausmaßes von der Landkarte zu tilgen?
Bekämpfung anti-islamischer Stereotypen eine Gefahr für Israel?
Zum Schluss noch eine Weisheit, die der Turbanpräsident wohl nie lesen dürfte, sich aber trotzdem zu Herzen nehmen sollte: Die Verantwortung des amerikanischen Präsidenten liegt nicht, wie der Herr sein Aufgabenfeld fälschlicherweise beschreibt, in der Bekämpfung negativer Stereotypen über den Islam, sondern in der Vertretung nationaler Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika. Die nächsten vier Jahre unter Obama, der sich in der muslimischen Welt laut allen Umfragen immer größerer Beliebtheit erfreut, werden Aufschluss darüber geben, was Obamas Kniefall vor der muslimischen Welt noch so bringen wird. |