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Adoptionsrecht für Homosexuelle? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Lukas Lange   
Freitag, den 14. August 2009 um 07:55 Uhr

Regenbogen-FahneWer glaubt, die linke 68er-Brut hätte gemeinsam mit den Lesben- und Schwulenverbänden bereits sämtliche Überreste christlicher Werte aus Deutschland verbannt, irrt gewaltig. Denn die eingetragene Lebenspartnerschaft scheint Deutschlands Homosexuellen nicht zu genügen – sie verlangen nach Kindern. Und weil das biologisch nicht möglich ist, und Homosexualität im politisch korrekten Deutschland Kultstatus genießt, ist es kein Wunder, dass der Linksblock gemeinsam mit den Liberalen nun nach einem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare verlangt. Da die Homo-Lobby mittlerweile selbst Unions-Granden wie den kuschelkonservativen Sozialpopulisten Horst Seehofer (CSU) in ihr Netz gewickelt hat, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Deutschlands Kinder mit zwei Vätern „beglückt” werden dürfen.

„Regenbogenfamilien“ vs. „klassisches Rollenmodell“

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat wieder zugeschlagen und zwar in einem für die stramme Alt-68erin hinlänglich bekannten Bereich. Nicht umsonst ist die aktive Homo-Lobbyistin Trägerin des „Rosa-Courage-Preis 2007“ (Schwul-lesbisches Stadtfest Osnabrück) und des „Zivilcourage-Preis 2009“ (Christopher Street Day Berlin). Um noch mehr dieser Auszeichnungen zu bekommen, hat die SPD-Ministerin eine Studie in Auftrag gegeben – ein klassisches Mittel, um eine gesellschaftliche Debatte zu umgehen und die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Die Experten der Justizministerin sehen das Kindeswohl in „Regenbogenfamilien“ in gleicher Weise gewahrt wie in herkömmlichen Familien. „Kinder brauchen das klassische Rollenmodell nicht“, stellt Zypries fest. Denn „klassisches Rollenmodell“ ist für ihre Anhängerschaft ein Synonym für rückwärtsgewandten Erzkonservatismus und bigotten Fundamentalismus. „Persönlichkeitsentwicklung, schulische und berufliche Entwicklung der betroffenen Kinder verlaufen positiv“, fährt Zypries fort und verweist darauf, dass „nur“ 47 Prozent der beobachteten Kinder diskriminiert und gemobbt würden. Wahrlich eine hervorragende Bilanz!

Bereits jetzt leben rund 16.000 Kinder in der Bundesrepublik in Regenbogenfamilien – künstliche Befruchtung oder die Elternschaft aus einer vorherigen heterosexuellen Beziehung machen es möglich. Mit der so genannten „Stiefkindadoption“ ist es Homosexuellen außerdem möglich, das Kind des Lebenspartners zu adoptieren. Dieser erste Schritt, das Adoptionsrecht für Homosexuelle langsam zu etablieren, wird nun selbst von der CSU akzeptiert – eine Klage dagegen hat die bayerische Staatsregierung augenblicklich zurückgezogen.

Auch die Union sitzt im Boot der Homo-Lobby

Da nun scheinbar selbst die bayerische Union im Boot sitzt, dürfte der Ausgang der Kontroverse festgelegt sein – wäre die Union doch die letzte politische Kraft gewesen, welche sich gegen das drohende Adoptionsrecht für Homosexuelle hätte stemmen können. Die FDP-Vizefraktionsvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bezeichnet die zu erwartende Liberalisierung als „Ausdruck der Lebensrealität in unserer Gesellschaft“ und der Lesben- und Schwulenverband Deutschland freut sich darüber, dass nun endlich alle Argumente „rückwärtsgewandter Kreise“ widerlegt seien.

All dies offenbart die schäbige Art und Weise, wie das Establishment jede Form einer Diskussion im Keim erstickt: Zunächst wird eine Studie als neuer status quo festgelegt, weil sie ja angeblich von Experten stammt und somit als wissenschaftlicher Fakt verkauft werden kann. Anschließend versammeln sich befürwortende Stimmen und basteln sich eine neue „gesellschaftliche Lebensrealität“ – obgleich es bisher nur 16.000 solcher Fälle gibt. Und um jeden Widerspruch zu unterdrücken, wird eine abweichende Meinung pauschal als „rückwärtsgewandt“ gebrandmarkt, wenn nicht in eine fundamentalistische oder gar rechtsradikale Ecke gerückt. Dieser Vorgang bildet das perfide funktionierende System der politischen Korrektheit ab, welche eine massive Gefahr für die Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik darstellt. Die traurige Realität ist, dass sich die einzig prominente oppositionelle Stimme in Person des Augsburger Militärbischofs Walter Mixa findet.

Vermeintliche „Experten“ und Studien ersticken gesellschaftliche Debatte im Keim

Bedauerlich ist auch, dass sich die Debatte beinahe ausschließlich um den Wunsch der Homosexuellen, nicht aber um den Wunsch des betroffenen Kindes dreht. Es ist egal, ob dem Kind hoher Wohlstand aufgrund der höheren Akademikerquote unter Homosexuellen garantiert ist. Es ist auch zweitrangig, ob das Kind gemobbt wird. Die wirklich entscheidende Frage lautet: Welches Kind will denn ernsthaft mit zwei Vätern beziehungsweise zwei Müttern aufwachsen?

Es wäre daher empfehlenswert, wenn sich die Politik einmal in ein unschuldiges Kind hineinversetzt, dass in jungen Jahren ungefragt von Homosexuellen adoptiert wird. Die Gefühle des Kindes müssen das Zentrum der Debatte sein – und diese Gefühle lassen sich weder durch Statistiken, noch durch pseudo-wissenschaftliche Studien ausdrücken. Und eine kinderlos-ledige 68er-Emanze wie Justizministerin Zypries hat darüber erst recht nicht zu befinden!

Will ein Kind wirklich mit zwei Vätern aufwachsen?

Eine ehrliche Debatte ist nur möglich, wenn man sich das Anliegen unserer Kinder zu Herzen nimmt. Es ist die Bindung zwischen Mann und Frau, welche für die Zeugung und Erziehung von Kindern verantwortlich und prädestiniert ist. Die Toleranz gegenüber Homosexualität ist wichtig, aber sie endet dort, wo das Wohl eines Kindes anfängt. Wird dieses Gesetz verabschiedet, etabliert sich ein widernatürliches Familienmodell in unserer Gesellschaft. Elternschaft mutiert so zur puren Bereicherung auf Kosten des Kindes und gleichgeschlechtliche Liebe wird zur anerzogenen Normalität. Die Auswirkungen auf Psyche und Werteverständnis der Kinder sind unabsehbar.

 
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