Das galt bisher nur als Panikmache oder zumindest als unrealistisch: ein öffentlicher Muezzinruf in Deutschland. Doch wie Ralph Giordano es beschreibt, ist Deutschland zu einer „Plantage von Moscheen“ geworden. Der Muezzinruf ist längst Lebensrealität in Deutschland.
Im Norden und Süden Deutschlands ruft der Muezzin
Erstmals in Rendsburg in Schleswig-Holstein und Rheinfelden in Baden-Württemberg soll ein Muezzin zum Gebet gerufen haben. Dabei war das so nicht geplant. Nun mehren sich die Stimmen der Bürger gegen den Muezzinruf. Im Jahr 2000 erhielt die türkisch-muslimische Gemeinde in Rheinfelden die Genehmigung für den Bau einer Moschee. Damit einher ging die Verpflichtung, auf einen öffentlichen Muezzinruf zu verzichten. Wie viel Rheinfeldens Muslime von derartigen Versprechen halten, ist jetzt klar. Drei Lautsprecher wurden auf dem Minarett installiert. Seitdem waren sie schon mehrfach im Einsatz. Am 11. Oktober 2009 beschwerte sich nun ein Bürger beim Oberbürgermeister.
Veräppelt von den Muslimen
„Ich fühle mich veräppelt“, sagte Baubürgermeister Rolf Karrer gegenüber der Badischen Zeitung (BZ). Er erinnert an den Vertrag zwischen Stadt und der muslimischen Gemeinde von 2002. Karrer weiter: „Vielleicht geht es dem Vorstand darum, Grenzen auszutesten.“
Bedri Karakilinc, einer der Vorsitzenden der türkisch-islamischen Gemeinde, reagiert auf die Empörung der Bürger, mit Erstaunen. 2002 sei einzig eine maximale Lautstärke ausgehandelt worden. Die dabei vereinbarte Dezibelzahl sei jedoch nicht überschritten worden. Von solch einer Abmachung weiß außer der muslimischen Gemeinde jedoch niemand etwas. „Es gibt eine ganz klare Absprache, dass der Gebetsruf vom Minarett nur mit der menschlichen Stimme und ohne elektrische Verstärkung passieren darf“, betonte Oberbürgermeister Eberhard Niethammer gegenüber der BZ.
Am meisten jedoch empören sich die Bürger über einen Vertrauensbruch im multikulturellen Dialog. „Die Lautsprecheranlage werde nun leider zwangsläufig dafür sorgen, dass sich die Menschen über die türkisch-islamische Gemeinde entrüsten werden“, gibt die BZ Werner Ross vom christlich-islamischen Verein Rheinfeldens wieder. Inzwischen sind die Lautsprecher kein Thema mehr. Gemeindepfarrer Joachim Kruse hofft trotz allem auf ein entspanntes „Zusammenleben von Christen und Moslems“, schreibt die Junge Freiheit.
Die Bitte an Muslime: „Es liegt nun an Ihnen Toleranz zu zeigen.“
Während sich die muslimische Gemeinde im beschaulichen Rheinfelden eifrig darum bemüht, den Vorfall als Einzelfall darzustellen, hält sich der politische Protest in Rendsburg in Grenzen. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) besuchte die neu gebaute Moschee, um ihre Eröffnung zu feiern und sich vom Muezzinruf betören zu lassen.
In der lokalen CDU ist man da anderer Meinung. Sie appelliert an das Islamische Zentrum, auf den Ruf des Muezzins durch Lautsprecher zu verzichten. In einem Brief an das Islamische Zentrum (IZ) Rendsburg heißt es: „Sie haben auf vielfältige Weise Entgegenkommen, Toleranz und Offenheit in Deutschland erfahren. Aus unserer Sicht liegt es nun an Ihnen, Toleranz und die Bereitschaft zu einem friedlichen Miteinander zu zeigen, indem Sie die vielen Mitbürgerinnen und Mitbürger ernst nehmen, die sich gegen einen öffentlichen Gebetsruf aussprechen.“ Vom Einlenken des IZ ist unterdessen nicht auszugehen. Die Forderung nach einem öffentlichen, dreimal täglichen Muezzinruf liegt bereits auf dem Schreibtisch der Stadtverwaltung.
Sieht man davon ab, dass der öffentliche Muezzinruf keineswegs durch die Religionsfreiheit garantiert ist, dass sich eine große Mehrheit der Bürger davon gestört und belästigt fühlt und dass antisemitische, frauenfeindliche und menschenverachtende Suren aus dem Koran eine Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung darstellen, sind die Vorfälle in Rheinfelden und Rendsburg ein Paradebeispiel. Die Islamverbände demonstrieren ihre Macht, die sie inzwischen besitzen. Und die Deutschen schrecken zurück.
Drohen uns englische Verhältnisse?
Schaut man über den Kanal nach Großbritannien, so sieht man Zustände, wie sie eventuell auch Deutschland bevorstehen: Dort werden christliche Friedhöfe dem Erdboden gleichgemacht, um der nahe gelegenen Moschee einen Parkplatz zu ermöglichen, wie in Longsight in Manchester geschehen.
Im Norden Londons wurde derweil sogar nicht nur das Läuten der Kirchturmsglocke, sondern Musik und laute Predigten im Allgemeinen von der Gemeinde verboten: Im „Immanuel International Christian Centre“ müssen die christlichen Gastgeber nun leise beten. Ein muslimischer Nachbar hatte sich über die Lautstärke der dortigen Messe beschwert. Wohl nicht zu Unrecht sagte Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln: „Toleranz predigt der Islam nur dort, wo er in der Minderheit ist.“ Reicht man ihm den kleinen Finger, … |