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Zu einer ungewöhnlichen Provokation islamischer Gläubiger ist es in der norditalienischen Stadt Mailand gekommen. Ausgerechnet vor dem weltbekannten Dom versammelten sich rund 5000 Moslems zum Gebet, um so gegen die israelischen Angriffe auf den palästinensischen Gazastreifen zu protestieren. Die englischsprachige Zeitschrift The Peninsula berichtete: „Viele Demonstranten trugen Banner, auf denen der Davidstern mit einem Hakenkreuz übermalt war und verbrannten israelische Fahnen.“ Augenzeugenberichten zufolge wurden Nichtmoslems von dem Platz regelrecht verjagt. Anführer der islamischen Machtdemonstration war ein Imam, der schon einmal wegen Terrorismus verurteilt worden war.
In der italienischen Öffentlichkeit hat das massenhafte Gebet vorwiegend negative Reaktionen freigesetzt. Während einer der Geistlichen der Kathedrale, Pfarrer Luigi Manganini, von „fehlender Sensibilität“ sprach, erklärte der Sicherheitschef der Provinz Lombardei, Gianni Prosperini, dass „noch nicht einmal in der Zeit, als diese Region von den Nazis besetzt war, es zu so einem Affront gekommen ist. Es ist kein Gebet, sondern eine Beleidigung gewesen.“
In Bologna erklärte Bischof Ernesto Vecchi gegenüber der Zeitung Il Resto del Carlino: „Dies war eine Herausforderung, die sich nicht gegen den Mailänder Dom gerichtet hat, sondern gegen unser demokratisches und kulturelles System. Wir haben nun die Bestätigung, dass es sich hier um ein Projekt handelt, das von langer Hand gesteuert wird. Was sieht es vor? Die Islamisierung Europas.“
Erschüttert und empört zeigte sich auch die jüdische Gemeinde Italiens. „Der Protest gegen Israel wurde von denen monopolisiert, die Flaggen mit dem Davidstern verbrennen, die Israels Existenzrecht ablehnen und – noch schlimmer – einen Krieg der Religionen heraufbeschwören“, schrieb der bekannte jüdische Journalist und Schriftsteller Gad Lerner auf seiner Internetseite.
Was den Moslems in Mailand recht ist, kann denen in Köln nur billig sein. Und so ist es womöglich nur eine Frage der Zeit, bis sich ähnliche Szenen auch vor dem Kölner Dom abspielen werden. Oberbürgermeister Schramma (CDU) wird das sicherlich freuen. Anmerkung der Redaktion: Wir danken Gegengift für die Abdruckgenehmigung für diesen Artikel. |