Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR-SMC) sorgt seit geraumer Zeit für Aufregung unter Deutschlands Schülern. Ihre Angst ist berechtigt, dass auch über der eigenen Schultür bald nach chinesischer Propagandamanier der Slogan hängt. Viele Gründe sprechen jedoch gegen die bundesweite Initiative: Noch mehr Unterricht fällt aus und zudem wäre jedermann gezwungen an einem Versteckspiel teilzunehmen, das an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist. Durch einen solchen Titel und alljährliche Projekttage gegen Diskriminierung lassen sich die Probleme an deutschen Schulen nicht lösen.
SOR-SMC basiert auf dem Grundgedanken der Zivilcourage. Jeder solle die Augen offen halten, um gegen Diskriminierung in seinem Blickfeld vorzugehen. Dabei stellt sich die Frage, wozu ein solches Projekt notwendig ist. Wenige Schüler dürften zu linken Engeln werden, die ihre Klassenkameraden für eine politisch inkorrekte Äußerung zurechtweisen.
SOR-SMC erzieht junge Schüler geradezu politisch korrekt
Die aktuelle Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts aus Niedersachsen zeigte beeindrucke Ergebnisse über die Einstellung deutscher Schüler zum Thema Einwanderung und Integration. Anscheinend ist ihr Interesse an Multi-Kulti-Träumen gering. Die Mehrheit wünscht sich ein ganz normales Leben unter deutscher Leitkultur. Das jedoch will SOR-SMC ändern.
SOR-SMC sieht sein Tätigkeitsfeld keineswegs auf Bekämpfung von Diskriminierung beschränkt. Es liegt ihm viel daran, eine neue Lebenskultur zu verbreiten, die von Multikulturalismus und Individualismus geprägt ist. Die Publikation „Q-Rage“ bringt das auf den Punkt. Die Macher setzen auf eine dauernde Beschallung mit den Slogans des Projektes, damit jeder klein beigibt: „Wenn das alle immer sagen, muss es wohl richtig sein.“ Das bekannte Schema des Gruppenzwangs also.
Skandalös ist, dass selbst Fünftklässler, die noch über keine politische Meinung verfügen (woher auch?), durch SOR-SMC gewisse Verhaltensmuster von klein auf eingepflanzt bekommen. Dieses Projekt, das von sich behauptet, Zivilcourage fördern zu wollen, ist Gehirnwäsche. Die lässt man sich auch noch bezahlen, denn jede Informationsbroschüre kostet Geld.
Das Geld kommt vom Steuerzahler
Offiziell ist das Projekt unabhängig und unpolitisch. Aber auf der Internetseite erkennt man sofort, dass ein scharfer Wind von links weht. Die doppelgeschlechtlichen Anreden mit dem großen „Binnen-I“ lassen erahnen, dass es mit der politischen Neutralität nicht so weit ist, wie behauptet wird. Im Pressespiegel werden große liberale oder konservative Zeitungen, wie Welt oder FAZ komplett ignoriert, während die taz sich großer Beliebtheit erfreut. Gefördert wird SOR-SMC, wie sollte es anders sein, vom Staat und der EU. Das Geld landet in den Taschen einiger Funktionäre, die die Zeichen der Zeit erkannt haben.
Wir müssen zurück zur wahren Courage
Zivilcourage ist eine Selbstverständlichkeit. Für sie bedarf es keiner teuren Propagandaprojekte wie SOR-SMC. Zwischen den Schülern herrscht ein geben und Nehmen. Rassistisch begründete Diskriminierung ist kein Problem, von rechtsextremen Splittergruppen mal abgesehen. Wenn sich Ausländer normal und freundlich verhalten, wird ihnen keine Ablehnung entgegenschlagen. Das mag ein Grund sein, weswegen SOR-SMC eingeführt wurde. Da es leider recht selten ist, dass sich größere Gruppen von Migranten an Schulen gesellschaftlich integrativ verhalten und es schnell zu Gruppenbildung kommt, versucht man, die Bringschuld von den Migranten auf die Deutschen zu übertragen.
Mit Courage hat das wenig zu tun. Vermutlich geht es den Machern darum den Begriff der „Courage“, der nichts anderes bedeutet als beherztes Vorgehen, umzudeuten und als Synonym für politisch korrektes Verhalten zu etablieren. Der zentrale Fehler des Projektes ist die Einengung auf Rassismus und Diskriminierungen, was einer unverhältnismäßigen Überbetonung von nur einem Teilproblem an den Schulen entspricht. Viel wichtiger wäre ein generelles Vorgehen gegen Gewalt.
Schulen sollten die Umdeutung des Begriffs „Courage“ nicht zulassen
Wie ist es dann möglich wirkliche Courage zu zeigen? Courage sollte eigentlich ein fester Teil der Kultur sein. Die Situation an Schulen ließe sich durch eine tatsächliche Zivilcourage deutlich verbessern. Courage zeigt derjenige Schüler, der eine Schlägerei beendet, statt anzufeuern. Der Schüler, der einem vom Lehrer benachteiligten Klassenkameraden zur Seite springt, handelt couragiert. Auch die Übernahme von Patenschaften für junge Schüler ist eine Möglichkeit Courage zu zeigen. Bekommt man zufällig mit, wie mehrere Schüler einen anderen beschimpfen, ist es Pflicht, dort einzugreifen.
Es ist tatsächlich so, dass häufig weggeschaut wird, es ist aber die Pflicht jeder einzelnen Schule, der Klassenleiter und Eltern die Schüler zu couragierten Menschen zu erziehen. Ein politisierendes, einseitiges und vom Steuerzahler finanziertes Projekt ist der falsche Weg. |