Startseite Gesichtet Der Bildungsstreik in einer Jungen Welt-Beilage: Venezuelanische und griechische Vorbilder

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Der Bildungsstreik in einer Jungen Welt-Beilage: Venezuelanische und griechische Vorbilder PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robin Classen   
Dienstag, den 30. Juni 2009 um 01:00 Uhr

BildungsstreikAls die politisch neutrale und völlig unparteiische Schülervertretung meiner Schule rein zufällig eine Beilage der Jungen Welt zum Bildungsstreik anbot, konnte ich nicht widerstehen und griff zu, um das Resümee und den Rückblick der Veranstalter des Bildungsstreiks analysieren zu können.

Auf BlaueNarzisse.de gingen die Meinungen ja relativ weit auseinander, was die unzähligen Artikel und vor allem die heterogen ausfallenden Umfragen bewiesen. Die Beurteilung der politischen Linken, hier vertreten durch die ungemein pazifistische Zeitschrift Klassenkampf, das Magazin Critica der SED-Nachfolgepartei und das Magazin der vom Verfassungsschutz beobachteten SDAJ namens Position fällt wie erwartet weniger heterogen aus.

Gelobt wird Venezuelas Diktatur

Als bildungspolitische Vorbilder nennt man dort die kommunistische Diktatur in Venezuela, die sich übrigens auch unter der radikalen Rechten um NPD und „Freie Kräfte“ höchster Beliebtheit erfreut, und natürlich die gewaltsamen Proteste in Griechenland mit dutzenden schwerverletzten, brennenden Autos und kaputte Ladenscheiben, die die Eltern der verwöhnten Jungrevoluzzer von ihren Steuergeldern bezahlen durften.

Im Innenteil wird von Banküberfällen für freie Bildung für notorisch Unbildbare schwadroniert und die SDAJ legt ihre ideologische Indoktrinationsstrategie der Schülerräte offen. Das alles eingebetet in Anzeigen mit den klangvollen Titeln „Make Capitalism History“, „I Hate the Capitalist System“, einem Obama-Logo mit Hammer und Sichel und natürlich Werbung der völlig unideologischen und überparteilichen Gewerkschaften, die sich bekanntlich gerne in solchen Gefilden bewegen.

Es folgt ein Artikel, in dem die Frage behandelt wird, ob bessere Bildung wählbar sei. Dabei werden die Positionen aller wichtigen demokratischen Parteien beleuchtet: Also SPD, Grüne und Linkspartei … Passt wie die Faust aufs Auge zu der Behauptung der Schülervertretung, man hätte beim letzten Streik auch CDU und FDP eingeladen. Wer´s glaubt wird selig!

„Make Capitalism History“ und ähnliche Sprüche

Welche Partei übrigens dem Jungwähler unterschwellig ans Herz gelegt wird, begreift auch der dümmste Leser. Gegen Ende ereifert man sich noch über die vielen ungeschliffenen Juwelen von Uganda bis Turkmenistan, die in unserem Bildungssystem ja so benachteiligt seien und man lobt ein weiteres Mal griechische Gewalttäter und venezolanische Diktatoren, um dann einem Vertreter der Linke.SDS das Schlusswort zu geben.

Wenn das die Zukunft der Bildungs-Politik ist, na dann gute Nacht!

 
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