Startseite Rezension Warum gibt´s keine erfolgreichen rechtskonservativen Parteien?

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Warum gibt´s keine erfolgreichen rechtskonservativen Parteien? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Felix Menzel   
Sonntag, den 03. Mai 2009 um 01:00 Uhr

ParteienSpätestens die dritte Frage an einen Rechtskonservativen in einem Gespräch über Politik lautet: Warum gründet ihr eigentlich keine neue Partei? Blaue Narzisse-Autor André Freudenberg hat bei dieser Frage auch schon einige Male die Augen verdreht. Und um den Sinn oder Unsinn von Parteigründungen von rechts zu ergründen, hat er sich nun auf fast 400 Seiten mit „Freiheitlich-konservativen Kleinparteien im wiedervereinigten Deutschland“ beschäftigt. Die umfangreiche Analyse ist soeben im Engelsdorfer Verlag erschienen.

Den Bund Freier Bürger (BFB), die Deutsche Partei (DP), die Deutsche Soziale Union (DSU) und die Partei Rechtsstaatlicher Offensive (Schill-Partei) nimmt er unter die Lupe. Auf der einen Seite analysiert er die Strukturbedingungen für diese Parteien. Sie seien aufgrund der Fünf-Prozent-Hürde, linksextremer Gewalt und politisch korrekter Medien nicht gerade günstig.

Daran allein liegen die Mißerfolge der rechtskonservativen Parteien jedoch nicht. Dilettantische Fehler im Parteiaufbau, eine zu einseitige Themenauswahl sowie Spenden- und Finanzierungsskandale würden auf der anderen Seite zuverlässig für das Scheitern von jedem Versuch sorgen, rechts der CDU und links der NPD eine neue Partei zu etablieren.

Freudenberg sieht dennoch eine Marktlücke für eine freiheitlich-konservative Partei. Seiner Meinung nach müßten Parteigründer von rechts Realitätssinn und Augenmaß bewahren, geeignetes Führungspersonal auswählen und zuerst klein – nämlich kommunalpolitisch – anfangen, wenn sie Erfolg haben wollen.

Freudenberg, André 2009. Freiheitlich-konservative Kleinparteien im wiedervereinigten Deutschland. Engelsdorfer Verlag, 18 Euro, 382 Seiten

 
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