Gesichtet

Von grüner Seefahrer*innen-Romantik

Die Grünen bringen immer wieder ihren Willen zum Ausdruck, Gesetze und kulturelle Gepflogenheiten, die den Erhalt von Deutschland fördern sollen, am besten gleich abzuschaffen.

Man erinnere sich nur daran, wie Claudia Roth, die Vizepräsidentin des Bundestages, auf einer Anti-AfD-Demo mitmarschierte, auf der Parolen gerufen wurden, die alles andere als patriotisch waren. „Deutschland, die mieses Stück Scheiße“ ist vermutlich noch ein relativ netter Ausruf gewesen.

Wachstum an Schulden und Verbrechen

Ein neuerlicher Ausfall dieser verschrobenen Weltsicht stellt der Fall „Anna Gallina“ dar. Die Grünen-Chefin in Hamburg hat aus ihrer Bewunderung für „Flüchtlinge“ wahrlich niemals einen Hehl gemacht. So äußerte sie sich bereits im Juli 2015 in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt: „Flüchtlinge lassen Hamburg wachsen.“ Das Einzige, das in Hamburg in der Folgezeit durch Asylbewerber und illegale Einwanderer gewachsen ist, sind freilich die Schulden und die Anzahl der Verbrechen.

Da ihr die „Flüchtlinge“ aber nach wie vor so am Herzen liegen, hat unsere grüne Weltverbesserin beschlossen, sich in der Flüchtlingsrettung zu betätigen. Dazu äußerte sie sich wie folgt: „Es ist eine Katastrophe, daß jedes Jahr Tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken. Aus der Ferne lassen sich Probleme leicht an andere delegieren, für die Geflüchteten ist das fatal. Ich bin in den nächsten Wochen vor Libyen unterwegs, weil ich einen Beitrag zur Rettung der Menschen leisten möchte.“

Massengrab Mittelmeer selbstverständlich eine Katastrophe

Diese Aussage erinnert an jene Gefühlsduselei, derer sich deutsche Politiker in den letzten zwei Jahren allzu häufig bedienten, wenn es darum ging, dem deutschen Michel klar zu machen, warum es eine humanitäre Aufgabe Deutschlands sei, die ganze (islamische) Welt bei sich aufzunehmen. Ja, es ist eine Katastrophe, dass tausende Menschen im Mittelmeer ertrunken sind und immer noch ertrinken.

Jedoch hilft es auf Dauer nichts, einfach schiffbrüchige Nordafrikaner aus dem Meer zu fischen und nach Europa zu bringen. Denn dadurch werden es nicht weniger, sondern immer mehr, die sich auf den Weg machen und damit auch immer mehr, die ertrinken. Was nutzt es denn, wenn man einen „Flüchtling“ aus dem Wasser zieht, damit aber zwei anderen signalisiert, loszuschippern. Das Ende vom Lied ist, dass die beiden ertrinken. Wie man es richtig macht, hat Australien gezeigt. Die haben keine Probleme mehr mit ertrunkenen „Flüchtlingen“, weil sie jedem zu verstehen gegeben haben: Versuch es erst gar nicht! Selbst wenn du bei uns ankommst, schicken wird dich wieder heim.

Grüne haben Regime-Change-Aktionen der USA gebilligt

Ja, von der Ferne lässt sich alles leicht sagen. Jedoch hatten die Grünen auch nie etwas dagegen, aus der Ferne zuzuschauen, wie das amerikanische Militär in Libyen, Syrien und anderen nordafrikanischen Ländern die Machthaber weggebombt und diese Regionen damit in einen Zustand des offenen Bürgerkriegs gestürzt hat. Man kann ja von diesen Ex-Machthabern meinen, was man will. Eines haben sie hinbekommen: Extremisten hatten nichts zu melden und Minderheiten, wie Christen konnten dort einigermaßen unbehelligt leben. Heute: Fehlanzeige!

Da hat man doch auch nur zugeschaut, weggeschaut und delegiert. Warum jetzt nicht mehr? Weil ein mit „Flüchtlingen“ überzogenes Deutschland eben den ideologischen Zielen der Grünen entgegenkommt (Man erinnere sich: „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“). Sichtbar wird diese Einstellung indirekt auch an der Aussage Gallinas: „Wir brauchen sichere Fluchtwege und müssen vor allem die Fluchtursachen bekämpfen. Solange das nicht passiert ist, sind Rettungsmissionen unverzichtbar. Mein Einsatz ist ausdrücklich auch als Solidaritätsbekundung für die NGOs vor Ort zu begreifen, die in Italien massiv diskreditiert werden.“

Das eine der Fluchtursachen die sein könnte, dass Leute wie die Grünen-Chefin aus Hamburg mit solchen Aktionen die Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten geradezu einladen, nach Europa beziehungsweise nach Deutschland zu kommen und auch die üppigen Sozialleistungen, die hier ein „Flüchtling“ zu erwarten haben, das ihre dazutun, ja soweit denkt Anna Gallina dann wohl doch nicht.

Ermittlungen gegen „Flüchtlingsretter“: Sind das in Wirklichkeit Schleuser?

Nun also ist sie ab diesem Wochenende, zusammen mit den  Flüchtlingsrettern von „Sea Eye“ vor der libyschen Küste unterwegs, um Menschenfischer zu spielen. Interessant dabei ist, dass gegen einige dieser Flüchtlingsretter von „Sea Eye“ in Italien Ermittlungen laufen. Ihnen wird zur Last gelegt, mit Schleusern zu kooperieren.

Es hat dabei nichts mit Diskreditierung von NGOs zu tun, wenn der italienische Staat darauf pocht, dass er (und nur er) entscheiden kann, wer nach Italien kommen darf und wer nicht. Wäre es demnach nicht recht und billig, wenn gegen Anna Gallina auch Ermittlungen eingeleitet werden? Schließlich betätigt auch sie sich in den kommenden Tagen als eine Art Schleuserin, die Menschen eine erfolgreiche illegale Migration ermöglicht. Und das ist auch in Deutschland illegal. Aber wer bin ich, dass ich so etwas fordere? Schließlich kann sich Gallinchen der Rückendeckung von ganz oben sicher sein. Denn das, was sie hier im Kleinen betreibt, macht doch unsere Kanzlerin im ganz großen Stil seit Sommer 2015.

(Bilder: sea-eye.org)

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1 Kommentar

  1. Wird Zeit, daß Martin Sellner wieder auf dem Mittelmeer unterwegs ist.

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