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200 Jahre unverfälschte Märchen

»Die Grimms also waren so böse, im 19. Jahrhundert nicht das Gender Mainstreaming des 21. Jahrhunderts vorweg zu nehmen«, betont Alexander Kissler heute im Focus anläßlich der von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) losgetretenen Debatte über die politisch-korrekte Umschreibung von Märchen. Sie hat sich dazu den denkbar unpassendsten Zeitpunkt für diese Idee ausgesucht. Es ist nicht nur Weihnachten. Nein, Grimms Märchen werden heute auch noch 200 Jahre alt.

Zwei Artikel aus unserem Archiv möchte ich deshalb empfehlen:

  1. Robin Classen hat vor über zwei Jahren das Gebrüder-Grimm-Nationaldenkmal vorgestellt.
  2. Benjamin Haasis hat sich vor eineinhalb Jahren den »russischen Grimm« vorgenommen: Aleksander Nikolajewitsch Afanasjew.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

2 Kommentare zu “200 Jahre unverfälschte Märchen

  1. Frösche, Zwerge, Riesen, Dumme, Dicke … viel Stoff für die Sprachbereiniger.

    Luthers Bibel wurde ja auch schon mal ins Neusprech übersetzt, wofür Margot Käßmann lobende Worte fand: Gott als Freundin und Mutter.

    http://tinyurl.com/c253f3r

  2. Nur noch kranke, diese Kulturbarbarei.

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