Rezension

70 Jahre Grundgesetz: Zurück zu den christlichen Wurzeln!

Die Gründerväter der deutschen Nachkriegsordnung haben das Land auf solide Grundlagen gestellt: die Werte des Christentums.

In der konkreten Umsetzung scheint das heute in vielen Bereichen in Vergessenheit geraten zu sein. Vor allem der Bereich des Lebensschutzes weist einen schmerzhaften Bruch mit der christlichen Ethik auf. Aber auch Forderungen, wonach in Mehrfachehe lebende Personen deutsche Staatsbürger werden können, stehen ebenso wie viele andere links-grüne Ideen nicht nur außerhalb der deutschen Verfassungstradition, sondern stellen sich sogar gegen sie.

Der Autor Josef Bordat hat anlässlich des 70. Jubiläums unserer Verfassung in seinem neuesten Buch Ewiges im Provisorium das Grundgesetz im Licht des christlichen Glaubens behandelt – eine hochinteressante Lektüre, die vielen Lesern viele kluge Gedanken mit auf den Weg geben wird.

Soziale Marktwirtschaft und Christentum

Die soziale Marktwirtschaft wurde von ihren Vordenkern ganz klar im Geiste der christlichen Ethik entworfen. Besonders die Ökonomen Alfred Müller-Armack und Walter Eucken beriefen sich darauf. Das christliche Menschenbild stand dabei im Kontrast zu dem des Dritten Reiches. Statt Zwang sollten Freiheit und Verantwortung die Wirtschaftsordnung im neuen Deutschland und damit die Gesellschaft prägen – Gedanken, die angesichts roter und grüner Enteignungsphantasien aktueller denn je sind.

Ganz ähnlich sieht es mit dem Grundgesetz selbst aus. Die Väter und Mütter des parlamentarischen Rates haben sich ebenfalls auf christliche Werte bezogen, die Schlüsselbereiche des Lebens regeln sollten: die Menschenwürde, die Grundfreiheiten sowie den Schutz des Lebens. Dahinter steckt die Naturrechtslehre, die praktischerweise auch für nichtgläubige Menschen eine vernünftige Orientierung bietet und damit das Gesetz für alle Mitglieder der Gesellschaft nachvollziehbar macht.

Der Tagespost-Redakteur Dr. Josef Bordat hat sich in Ewiges im Provisorium dieser Thematik angenommen. Er untersucht die christlichen Wurzeln des Grundgesetzes und wie sie sich auf unsere Gesellschaft heute auswirken. Dabei spart er kritische Punkte wie Lebensschutz oder Religionsfreiheit nicht aus. Neben dem theoretischen Rüstzeug vermittelt er auch praxisbezogene Überlegungen zu den oben genannten Themenbereichen.

Kann man beispielsweise beim menschlichen Leben einen Zeitpunkt definieren, ab dem es schützenswert ist oder muss es vom ersten bis zum letzten Moment einem besonderen Schutz unterstellt sein? Welche Herausforderungen bringt der Begriff der Menschenwürde mit sich und woraus leitet er sich ab? Wie steht es mit Gewissens-, Meinungs- und Religionsfreiheit? Angesichts von zunehmend grundgesetzfremderen politischen Forderungen aus dem grünen und roten Spektrum liefert Bordat damit das notwendige Rüstzeug, um die Verfassung gegen derlei Angriffe zu verteidigen.

Die Losung muss in unseren Tagen also lauten: Zurück zu den christlichen Wurzeln unserer Gesellschaftsordnung.

Josef Bordat: Ewiges im Provisorium. Das Grundgesetz im Lichte des christlichen Glaubens. Mit einem Geleitwort von Mechthild Löhr. Lepanto Verlag, Rückersdorf 2019. 212 Seiten, Klappenbroschur, 15,80 Euro. ISBN-13: 978-3-942605-08-3.


1 Kommentar zu “70 Jahre Grundgesetz: Zurück zu den christlichen Wurzeln!

  1. Hieronymus

    Bordat ist leider eine Witzfigur, die gerade die einzige Partei, die die Chance hat, die Islamisierung und den Großen Austausch zu stoppen – die Afd – ablehnt. Und das Grundgesetz ist in keiner Hinsicht christlich.

    Wie Gómez Dávila schon schreibt:

    »Kein Nutznießer von Sklaven ist Befürworter der Geburtenkontrolle.«

    »Die Eugenik entsetzt diejenigen, die deren Urteil fürchten.«

    »Obgleich es den Angelismus des Demokraten kränkt: man kann eine Zivilisation nicht mit miserablem biologischen Material errichten.«

    Kein Nutznießer von Sklaven ist Befürworter der Geburtenkontrolle

    Genf, das Genf, welches Calvin vom Krankenlager aus regiert, das Genf, dessen Schatten sich von der Kanzel Knox‹ bis zu den Vorzimmern des Vatikans ausdehnt, das Genf, wo eine Welt geformt wurde, hatte 1560 ungefähr 12 000 Einwohner.
    Die großen modernen Menschenmassen sind nicht nur ein Problem, sondern überflüssig.

    Entvölkern und aufforsten – erste zivilisatorische Regel.

    Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar.
    Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten.

    Das Christentum ist eine Unverschämtheit, die wir nicht als Liebenswürdigkeit tarnen dürfen.

    Die Eugenik entsetzt diejenigen, die deren Urteil fürchten.
    »Der

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Datenschutzinfo