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Alain de Benoist: Region, Volk, Europa

Es ist mal wieder Zeit für Grundlagenarbeit in diesem Weblog. Ich möchte aus diesem Grund zwei mir wichtig erscheinende Stellen aus einem Aufsätz von Alain de Benoist zitieren.

In dem Essay »Was ist Souveränität«? (abgedruckt in: Schöne Vernetzte Welt) schreibt er:

Die Idee der Staatsnation, die seit dem Westfälischen Frieden bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa geherrscht hat, nähert sich ihrem Ende: Zwei Weltkriege haben schon deren Grenzen spüren lassen. Der von oben und von unten einsetzende Zerfall dessen, was die Staatsnation vermag, leitet das Ende der Moderne ein, d.h. mit politischen Worten: den Ausgang aus dem westfälischen Zeitalter.

Wenig später führt Alain de Benoist aus, warum wir uns von der jakobinischen Idee der Staatsnation befreien müssen:

Die Nation definiert sich dann als eine Gemeinschaft von Gemeinschaften, die nicht nur in einer größeren, supranationalen Gemeinschaft Platz finden kann, sondern deren einzelne Gemeinschaften sich auch parallel für eine Annäherung an andere Gemeinschaften entscheiden können. Während die jakobinische (zentralistische) Sichtweise in der Souveränität die Gewähr für die Sicherung der nationalen Einheit sieht, macht das Subsidiaritätsprinzip die Erhaltung der Pluralität zum Garanten der Souveränität. Ein richtig konzipiertes Europa, also ein bundesstaatliches Europa, würde also mittels einer anders gedachten und in die Praxis umgesetzten europäischen Souveränität vielmehr zu deren Wiedergeburt beitragen.

Weitere Grundlagen:


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