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Zugangswege zur Alternativen Rechten

UnikörperHeute erhielten wir eine Pressemitteilung über den neuen »unikörper«-Kalender 2013:

… auch in diesem Jahr veröffentlichen Studenten der Universität Trier wieder den Aktkalender der Hochschulen Triers von und mit Studenten.

Dabei werden die Gewinne an die zwei Wohltätigkeitsorganisationen (Aktionsbündnis gegen Homophobie & Deutsche Aidsstiftung) gespendet um dem Projekt einen übergeordneten Zweck zu verleihen und so allen Beteiligten einen Identifkationspunkt zu bieten.

Aus dieser Grundidee, die Schönheit der Studenten und Kunst miteinander zu verbinden, ist ein Wendekalender mit 24 Modellen (12 Männern, 12 Frauen) entstanden. Der Fokus liegt hierbei auf der Erotik der Situation, den Geist der jungen Kreativität des Aufbrechens einer neuen Generation von Studenten einzufangen.

Warum zitiere ich das und bilde auch noch das Titelbild des Kalenders ab?

An uns wird immer wieder die Frage herangetragen, warum wir unsere Zielgruppe durch unsere Themenwahl (Sorgenkind Kultur), unseren Stil sowie unsere manchmal zu kritische, manchmal zu freigeistige Art selbst so stark einschränken. In der aktuellen Jungen Freiheit bespricht Henning Hoffgaard zum Beispiel unsere neue Plakatzeitschrift (Vielen Dank für die freundliche Rezension!) und stellt ebenfalls diese Frage in den Raum. Er fragt sich, ob man »mit Gottfried Benn und Clemens Brentano« »konservative Jugendliche« erreichen kann?

Diese Skepsis ist absolut berechtigt, weil jeder aus der eigenen Schulzeit weiß, daß Benn und Brentano selbst im Deutsch-Leistungskurs nicht mehr zur Allgemeinbildung zählen. Der »normale« Durchschnittsschüler oder -student greift lieber zur NEON oder hängt sich den »unikörper«-Kalender an die Wand. Und die »Konservativen« in der Klasse oder im Seminar?

Die letzten acht Jahre haben gezeigt, daß es drei Zugangswege gibt, auf denen Leser zu uns kommen:

  • durch eine Subkultur. Deshalb enthält die neue Plakatzeitschrift einen Text über »Black Metal«.
  • durch Überdruß vom Mainstream. Deshalb der Text über die »Jugend aus dem NEON-Automaten«.
  • durch den Willen zur kulturellen Durchdringung der Gegenwart und Vergangenheit. Deshalb Benn! Deshalb Brentano! Deshalb Rilke! Deshalb Kafka!

Mit diesem Kurs werden wir niemals die Masse ansprechen. Das ist aber auch gar nicht unser Ziel. Mein Wunsch ist es, 200 feste Leser zu haben, die

  • mit uns die bedeutendsten Dichter und Denker der letzten zwei Jahrhunderte lesen und über den Inhalt kontrovers diskutieren!
  • nächste Woche zum zwischentag kommen und nicht faul auf dem Sofa sitzen!
  • hier mitlesen, weil sie später die Zukunft mitgestalten möchten! Pessimismus ist Feigheit!
  • mithelfen, wenn es wirklich einmal so weit sein sollte, daß wir ein Haus der Alternativen Rechten einweihen!

lesen und handeln ist aus diesen Gründen das einzig sinnvolle Motto für die Blaue Narzisse. Gesucht sind also 200 junge Leute mit Tatendrang und »abenteuerlichen Herzen«.


Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

3 Kommentare zu “Zugangswege zur Alternativen Rechten

  1. \m/ Black Metal \m/

  2. Süd-Tirol als Thema fand ich schon gut, macht doch mal was in Sachen feldgrünes Crossover-Projekt. Zwischen Grün, Regionalseperatisten und traditionsbewusst Progressiven kann man spannendes entwickeln jenseits von rinks und lechts. Die Süd-Tiroler Freiheit als Teil der Europäischen Freien Allianz (EFA) ist für vorbildlich und inspirierend und eine der jüngsten Parteien in Europa. Nur nicht sauertopfen! Das Land Süd-Tirol wird Italien demnächst an Österreich verkaufen, wenn sich die Krise zuspitzt. Und auch Kataloniens Unabhängigkeit wird sich kaum noch vermeiden lassen. Es bewegt sich wieder was.

  3. Manny: Bolzano e Italia! Avanti Casapound.

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