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Antifa-Angriffe auf zwei Vorträge: Würzburg und Passau

Ich vermute, es hängt mit dem identitären Aufbruch in Deutschland zusammen: Die Antifa bekommt gerade richtig Angst, daß auf der rechten Seite ein attraktives, aktionistisches Angebot entstehen könnte.

Wohl aus diesem Grund müssen wir in naher Zukunft mit vielen ungebetenen Besuchen rechnen. Bei meinen Vorträgen in Würzburg und Passau (30.11. und 1.12.) gab es jeweils Antifa-Angriffe. Über Würzburg schreibt Indymedia:

Aktionen rund um den Felix Menzel Vortrag in der Burschenschaft Arminia. Fassade wurde veschönert.

Am 30.11.2012 referierte der neurechte Aktivist Felix Menzel in der Würzburger Burschenschaft Arminia zu dem Thema »Europa der Regionen«. Menzel ist im Umfeld des rechtsradikalen Internet-Blogs »Politically Incorrect« tätig und Chefredakteur und Herausgeber der rassistischen Zeitschrift »Blaue Narzisse«. Beide Hetzmedien eint der sogenannte Kampf für die Verteidigung des »Abendlandes« welches sie zuforderst durch Linke und Muslime bedroht sehen.

Diese Ideologie entspricht der des Anders Breivik, von welchem man sich verzweifel abzugrenzen versucht. Auch der norwegische Attentäter sah diesen intellektuell aufgehübschten Mix aus Fremdenhass und Verschwörungstheorien als Grundlage seiner Taten.

Das eine Burschenschaft derlei Salonfaschisten eine Bühne bietet verwundert keineswegs:

Studentenverbindungen sind generell rückwärtsgewandte, ausgrenzende Organisationen, die durch eine Spaltung der Gesellschaft eine sogenannte Elite formieren wollen. Sie stehen den Bestrebungen nach einer emanzipierten und gerechten Gesellschaft deutlich im Weg.

Deshalb gilt nach wie vor:

Burschenschaften angreifen !
Faschisten bekämpfen !
Kapitalismus abschaffen !

In Passau versuchte ein vermummter Pulk von Antifaschisten (unterstützt von dem Grünen-Kreisvorsitzenden Boris Burkert) sogar, den Vortragsraum zu stürmen. Etliche Zuhörer stellten sich ihnen jedoch in den Weg und halfen ihnen hinaus in die Kälte, wo sie es noch eine Weile aushielten.

Eins muß uns also klar sein: Umso erfolgreicher wir sind, umso mehr Gegenwind wird es geben.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

5 Kommentare zu “Antifa-Angriffe auf zwei Vorträge: Würzburg und Passau

  1. »medienDenk«? Was ist das denn für ein Laden?

  2. Van Patten

    Die Identitäre Bewegung wird sicher noch mehr Zulauf erhalten, daran können auch Störaktionen nichts ändern. Im Grunde erreicht die Linke dadurch nur, dass das identitäre Milieu noch stärker zusammenhält. Zum Indymedia – Propaganda – Text fällt mir nur das Weißmann – Zitat ein: »Jemand, der beim Wort »Faschist« heute noch zusammenzuckt ist schlimmer als ein Feigling, der ist ein Verrräter!«

  3. Wohl war, Patten. Interessant ist immer die Behauptung Burschenschaften seien ausgerenzend. Wenn es jegliche Art Frauenkurse ist das eine Selbstverständlichkeit. Emzipation und Toleranz sind anscheinend sehr dehnbar.

  4. Das Zitat über Claudia Roth ist ja großartig! Aber bei einem muss ich der Antifa zustimmen: der heutige Kapitalismus macht uns nur kaputt.

  5. Future Man

    Lächerlich, daß die Antifa immer noch glaubt, sie könne irgendetwas aufhalten.

    Wenn die Realität mit der öffentlich verbreiteten Propaganda in absehbarer Zeit überhaupt nicht mehr übereinstimmt, wird sich die Wahrheit ihre Bahn brechen – gegen jeden Widerstand.

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