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Antifas wünschen sich »militante Gegenwehr« gegen ausländische »Pissbacken«

Am Sonnabend hat es ordentlich gekracht in Berlin. Die Täter: eine ausländische Gang. Die Opfer: Bewohner und Anhänger eines linken Wohnprojekts.

Und jetzt passiert das in linksradikalen Foren:

Nachdem die Kriegserklärung der »Streetfighter« an die Hells Angels damit endete, dass die Angels den Pissbacken im November mal ordentlich die Visagen zurechtgerückt hatten, und auch das Ausrauben und Zusammentreten von 97-jährigen Frauen (wie am 23. Dezember am Nettelbeckplatz) offenbar nicht mehr den nötigen Kick fürs Streetfighterdasein liefert, suchen sich die Supergangstas jetzt halt Opfer, von denen sie annehmen, dass sich sich nicht wirklich wehren wollen/können.Und wenn man die lauwarmen Stellungnahmen der Scherer8 hier so liest, dann scheinen sie die richtigen Kandidaten dafür ja nun endlich gefunden zu haben.Ich glaube, die Scherer8 liegt mit ihrer Beschwichtigungstour auf katastrophale Art völlig daneben. Ihr schreibt von Bullen und Nazis und gewissen Aktionsformen; aber ihr überseht dabei die Tatsache, dass man nicht zwingend »weiss« und »deutsch« sein muss, um Arschloch zu sein! Wenn ihr euch das, was euch gerade passiert, einfach so gefallen lasst, dann werdet ihr diese Möchtegern-Mafiosi dauerhaft am Arsch haben!Jetzt ist klare, konsequente und militante Gegenwehr angesagt!

Erleben wir also die Geburt einer Antifaschistischen NSU?

Wir brauchen unbedingt wieder Gulags wo wir alle mit einer anderen Meinung hinverfrachten können wenn sie nicht das Maul halten wenn man sie als Nazis beschimpft. Es darf keine andere Meinung als die Linke geben, Wahrheiten müssen konsequent bekämpft werden wenn sie nicht in unser Weltbild passen einself!!!!!

Es gibt aber auch noch andere Meinungen:

Es gibt und gab hier niemals Scherereien mit den freundlichen Migranten aus der Nachbarschaft. Alles nur eine Zeitungsente der rechtspopulistischen Presse. Die Jungs sind vorbeigekommen und haben uns mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude bereichert. Es war ein tolles Fest. Wir fiebern schon dem nächsten Besuch entgegen, zu dem auch Claudia und eine Kostprobe ihrer legendären Börek mit Kichererbsenpürre erwartet werden.

Letztendlich liegt sowieso alles am Kapitalismus. Deshalb darf man auch als Antifaschist Ausländern auf´s Maul hauen:

Die ganzen Gangs sind doch auch nur Hardcore-Kapitalisten. Mit denen braucht man nicht anders umzugehen, als mit Nasen, Prügelbullen und anderen Mackern.

Ich bin sicher – hätte es sich dabei um die Hell’s Angels oder irgendwelche andere Schläger, denen man Verbindungen zu iwelchen Rechten vorwirft gehandelt, sähe der Apell hier ganz anders aus. Diese Streetfighter haben vielleicht ne andere Hautfarbe, aber im Schädel sind die genau so zurückgeblieben, autoritär und stumpf wie alle anderen Faschos auch.

Streetfighter auf’s Maul!

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

4 Kommentare zu “Antifas wünschen sich »militante Gegenwehr« gegen ausländische »Pissbacken«

  1. Nils Wegner

    Indymedia ist wie immer ein Füllhorn an Stimmungsaufhellern… Ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. 😀

  2. Christoph

    Der Gulag-Kommentar und der darunter sind ja wohl ganz klar von Nicht-Linken als Provokation dahingeschrieben worden.
    Als solche haben sie natürlich einen gewissen Unterhaltungswert, aber sowas hier als wahre Aussage von Linken hinzustellen ist doch eschon eher schlechter Stil.

  3. da Turbo Sepp

    Selten so gelacht!
    Saugeil!

  4. also ich gebe mal christoph recht, es muss wirklich nicht sein, dass man eindeutige fehlinformationen weiterleitet. es ist zu dem eine sehr schlecht gelungene provokation… naja, für unsere kulturbereicherer sehen die linken wahrscheinlich etwas schwul und schmutzig aus^^

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