Anstoß

Antisemitismus: Ein Gespenst geht um

Antisemitismus. Ein Wort, das eine Nation beflügelt. Wohl eher niederknüppelt. Wohl kaum ein Land dieser Welt hat ein so inniges Verhältnis zu diesem Begriff wie die Bundesrepublik.

Dabei ist diese Innigkeit von einseitiger Scham, Selbstkasteiung und Mea-culpa-Bekenntnissen geprägt, dass man sich manchmal fragen muss, ob der ganze Komplex nicht schon ins Pathologische abgleitet. Denn wie sonst will man es erklären, dass überall im Land Mahnmäler wie Pilze aus dem Boden schießen und diese für die betreffende Stadt oder Gemeinde auch noch als Gütesiegel verstanden werden. Nach dem Motto: Wir haben ein Holocaust-Denkmal. Wir sind was Besonderes!

Welche Verantwortung trägt ein Jugendlicher von heute für den Holocaust?

Ehemalige Konzentrationslager sind schon lange zu heiligen Orten erklärt worden, zu dem jährlich Busladungen voll Schüler pilgern, um sich Absolution erteilen zu lassen. Man muss schon einen ordentlichen Knacks haben, dass man sich für Dinge verantwortlich machen lassen will, die über ein halbes Jahrhundert vor der eigenen Geburt stattgefunden haben. Aber warum auch nicht? Schließlich sind wir heute – wenn man diversen Experten glauben darf – keinen Deut besser als unsere Nazi-Großväter. Dass wir nicht erneut einen Führer in Berlin sitzen haben, ist lediglich unseren wackeren Kämpfern für die Demokratie zu verdanken, so die Großerzählung gerade dieser Gutmenschen.

So zum Beispiel in einer Runde von „Anne Will“ (28.01.2018). Hier wurde die Holocaustüberlebende Esther Bejarano zum Antisemitismus heute befragt. Sie betonte: „Ich bin der Meinung, dass Deutschland immer antisemitisch war. Dass sich da nicht viel geändert hat.“ Boom! Jetzt ist es raus. Deutschland ist nach wie vor ein Haufen schnurrbarttragender und gescheitelter Vorzeigenazis. Starkes Stück. Vor allem, wenn es mit der Autorität einer Holocaust-Überlebenden vorgebracht wird.

Die Antwort der ebenfalls anwesenden Monika Grütters (CDU) – ihres Zeichen bekennende Katholikin – wirkte etwas hilflos. Es „gehen immerhin fünfeinhalb Millionen Menschen jährlich in unsere Gedenkstätten“. Jedoch scheint sie dann dennoch irgendwie der gleichen Meinung zu sein wie Bejarano. „Aber ich glaube, es kann nie genug sein.“ Verständlich. Irgendwie. Denn wie soll eine CDU-Frau anders reagieren? Schließlich hat auch ihre Partei die „Erinnerungskultur“ bis zum Exzess mitgetragen.

Wer ist antisemitischer? Deutsche oder Zuwanderer?

Auch Wenzel Michalski, Direktor von Human Right Watch Deutschland, hat dazu eine Meinung. Laut ihm habe sich rein gar nichts verbessert. Als schlagenden Beweis brachte er an, dass schließlich eine Partei wie die Alternative für Deutschland immerhin knapp 13 Prozent bei der letzten Bundestagswahl bekommen habe. Na, wenn das mal nicht Beweis genug ist. Schließlich ist selbige politisch bürgerlich-konservativ, gleich rechts, gleich rechtsextrem, gleich rechtsradikal, gleich nationalsozialistisch, gleich Auschwitz. Punktum.

In das gleiche Horn stößt auch der Focus (11.02.2018), wenn er titelt: „Offizielle Zahlen zeigen: Rechte begehen allergrößten Teil antisemitischer Straftaten.“ Das trifft sich ja gut. Damit wäre dann die Mär vom judenhassenden Ausländer widerlegt und bewiesen, dass es nach wie vor der Deutsche ist, der dem Juden ans Leder will.

Warum das so ist, erklärt der jüdische Historiker Julius Schoeps: „Ich halte Antisemitismus für eine kollektive Bewusstseinskrankheit. 15 bis 20 Prozent der deutschen Bevölkerung haben antisemitische Einstellungen.“ Jetzt ist Antisemitismus schon eine Krankheit, gleich also den ganzen anderen neumodischen „Krankheiten“, wie Homophobie, Islamophobie, Xenophobie, etc. Nur darf ja Antisemitismus nicht eines unter vielen sein. Es muss schon noch ein bisschen mehr sein. Deshalb „kollektive Bewusstseinskrankheit“. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wie kann denn eine Krankheit kollektiv sein? Eine gruppenabhängige, krankhafte Bewusstseinsveränderung?

Da wird immer groß geschwafelt, es gebe so etwas wie eine kollektive Erinnerung nicht (wenn es darum geht, Völker und Nationen zu definieren), aber wenn es um Antisemitismus geht, dann leidet Deutschland an einer „kollektiven Bewusstseinskrankheit“. Wer so etwas sagt, ist kein Historiker, sondern ein Verschwörungstheoretiker.

Antisemitische Straftaten werden im Zweifelsfall in der rechten Schublade eingeordnet

Schade auch, dass die Statistik, auf die sich der Focus beruft, nicht ganz so zuverlässig ist. So kritisierten neun Wissenschaftler, die den Bundestag in dieser Hinsicht beraten, in einem Bericht vom April vergangenen Jahres, dass antisemitische Straftaten immer dann als politisch motivierte Kriminalität – rechts zugeordnet werden, „wenn keine weiteren Spezifika erkennbar“ und „keine Tatverdächtigen bekannt geworden sind“. Wenn das so ist, plädiere ich dafür, jeden Autodiebstahl in diesem Land, der nicht aufgeklärt wird, in den Statistiken den Polen zuzuschieben. Also wenn schon Klischee, dann aber jedes.

Außerdem wäre interessant, wie Herr Schoeps auf jene Prozentzahlen kommt. Ist etwa schon jeder Antisemit, der vorsichtige Zweifel an der Politik Israels äußerst? Ist jemand schon Antisemit, wenn er der Meinung ist, dass der „Erinnerungskult“ in Deutschland extreme Züge angenommen hat? Wenn dem so sein sollte, ist es durchaus plausibel von 15 bis 20 Prozent zu sprechen. Andererseits, wenn er die ganzen Muslime in diesem Land mitberechnet, die Antisemiten sind, beziehungsweise so denken, kommt man dieser Zahl wohl auch ziemlich nah.

Niemand will jedem Muslimen unterstellen, Antisemit zu sein, jedoch ist es frappierend und naheliegend, dass diese Bevölkerungsgruppe ein Problem mit den Juden hat, wenn viele der letzten antisemitischen Entgleisungen auf bundesdeutschem Boden allesamt von Muslimen formuliert und begangen wurden. Aber darauf wird sich Herr Schoeps wohl nicht bezogen haben.

Offener Antisemitismus durch Rechtsextreme von heute genauso schlimm wie Holocaust?

Nun nochmal zu Frau Bejarano. Wie kann es sein, dass eine Zeitzeugin des Holocaust die Praktiken der Nationalsozialisten gleichsetzt mit dem heutigen Umgang mit jüdischen Mitbürgern? Erhellend ist in diesem Zusammenhang ein Interview, dass sie vor einiger Zeit (06.05.2016) der Süddeutschen Zeitung gegeben hat. Das Thema dieses Interviews war ähnlich dem der Talkshow. In diesem bemerkte sie: „Der Staat ist auf dem rechten Auge blind oder er kneift es zu.“

Es gehört schon sehr viel Fantasie und guter Wille dazu, wenn man an dieser Aussage etwas Wahres finden möchte. Sind es nicht vielmehr Antifaschisten, die Gewalttaten verüben und durch die Politik gedeckt werden? Und was ist mit den „Hate-Speech“-Paragraphen eines Heiko Maas, die zum Ziel haben, „rechte Hetzer“ mundtot zu machen? Wo ist das blinde Auge? Außerdem, es gibt wohl kaum einen Mordprozess in der Geschichte der Bundesrepublik, der medial über einen so langen Zeitraum verfolgt wurde wie der um die NSU-Morde.

Definitiv hat diese Frau unvorstellbar Schlimmes gesehen und vermutlich auch solches durchgemacht. Keine Frage. Dinge, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde. Aber wieso antwortet sie dann auf die Frage, ob 70 Jahre nach Kriegsende die Lage besser sei folgendermaßen: „Das würde ich so nicht sagen. (…) Der Antisemitismus wird wieder offener gezeigt, es wird Stimmung gegen Muslime und Flüchtlinge gemacht. Und wenn ein Rechtsextremist einen Menschen halbtot schlägt, kommt er in der Regel mit einer milderen Strafe davon.“

Umgang mit Juden in islamischen Ländern

Wo wird es denn offener gezeigt? Ja, es gibt ein paar Spinner, die antisemitische Dinge von sich geben. Die wird es immer geben. Und was bitteschön haben Muslime und Flüchtlinge als Opfer im Themenkomplex Antisemitismus zu suchen? Hat der Frau niemand gesagt, dass mit dem Import von Massen junger, muslimischer Männer gerade jener gefürchtete Antisemitismus importiert wird und auch jene Zeitung, der sie das Interview gegeben hatte, an diesem Import mitgewirkt hat durch tendenziöse Berichterstattung? Hat dieser Frau niemand gesagt, wie man mit Juden in muslimischen Ländern umgeht? Hat sie die Bilder nicht gesehen, auf denen muslimische Männer zu sehen sind, die eine Israel-Flagge verbrennen? Hat sie die Aufnahmen nicht gehört, wo ein muslimischer Mob „Juden ins Gas“ skandiert?

Tatsächlich hat eine Studie der Universität Bielefeld vom April 2017 durch Umfragen unter jüdischen Mitbürgern herausgefunden, dass vor allem Muslime zunehmend als Bedrohungspotential wahrgenommen werden. So gab die Mehrheit von den befragten Juden an, von Muslimen angefeindet worden zu sein. Rechnet man nun noch ein, dass Muslime hierzulande nach wie vor eine (kleine) Minderheit darstellen, ergeben sich wohl erschreckende Zahlen. Auch 58 Prozent der befragten Juden gaben an, bestimmte Stadtteile zu meiden. Aus Sicherheitsgründen. Damit werden wohl nicht die Stadtteile voller Neonazis gemeint sein. Denn die gibt es nicht.

Und so stellte auch die Huffington Post (11.12.17) richtigerweise fest: „Das Bedrohungspotenzial durch muslimische Antisemiten hat zugenommen.“ Am Ende stellt sich nur noch die Frage, warum man sich die Mühe macht, Probleme aufzubauschen oder komplett zu erfinden? Nur um sich besorgt geben zu können? Wenn das der Grund ist, kann Entwarnung gegeben werden. Denn wenn dieses Land etwas im Überfluss hat, dann besorgniserregende Probleme.

Bild: Pixabay, gemeinfrei

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33 Kommentare zu “Antisemitismus: Ein Gespenst geht um

  1. Dass die mächtige und wohlhabende jüdisch-amerikanische Gemeinschaft
    es nicht fertig gebracht hat, auch nur eine einzige wissenschaftliche
    Studie über die Ursachen des Antisemitismus zu erstellen, spricht Bände.
    Weder die religiösen noch die weltlichen Führer der vielen jüdischen Or-
    ganisationen wollen diese wirksame Waffe aus den Händen geben. Wer
    Vorurteile beseitigt, verliert getreue Anhänger des Glaubens. (…) Dies ist
    die Verschwörung des Rabbinertums, jüdischer Bürger und anderer Füh-
    rer des organisierten Judentums, die Probleme des Vorurteils am Leben zu
    erhalten.
    Alfred Lilienthal
    The Other Side of the Coin

  2. Andreas Hulsmann

    Bei solchen Aussagen bestehen bei mir Zweifel ob diese Frau tatsächlich ein Opfer des NS gewesen ist. Wer die Härte und Unbarmherzigkeit der Nationalsozialisten mit der heutigen Zeit und der AfD gleichsetzt, verhöhnt die Opfer des NS und verharmlost seine eigenen Erlebnisse. Sie relativiert die Grausamkeiten. Wenn die heutige Zeit zur damaligen Ähnlichkeiten aufweist, dann kann man auf den Gedanken kommen, die Nationalsozialisten waren wohl gar nicht so schlimm. Ja geradezu harmlos.

  3. EyesWideShut

    Ich weiss von einer Ortschaft in der der Nazigeist nie aufgearbeitet wurde, sondern über Generationen weitergegeben wurde (90-jährige schimpften noch über „Saujudd“, man diskriminierte Fremde/Ausländer, hasste/verhöhnte Behinderte, lebt ultimativen Sozialdarwinismus, usw. usw….).
    Viele Jahre traute man sich dort allerdings nicht, diesen (unterschwellig) vorhandenen Antisemitismus öffentlich auszuleben. Das änderte sich 2011, als ein Migranten-Clan (hier: russisch-kasachische) mit schwerstem antisemitischen Mobbing gegen ein derzeit 9-jähriges „jüdisch-verdächtiges“ Kind(!) begannen – und sämtliche staatlich Verantwortlichen Nichts unternahmen, sprich: jegliche Strafe vereitelten. Und zwar mit Systematik. Daraufhin(!) haben sich nach und nach do gut wie ALLE (Gruppendynamik!) der „angeblich-keine-Nazi-Deutschen“- Gemeindebewohner entweder voller Sadismus und lüsterner Geilheit auf Gräueltaten a la Holocaust (wie sie dem Kind angedroht wurden) dem Migranten-Mobbing angeschlossen oder sich auf deren Seite gestellt, oder haben geschwiegen. Gegen ein einzelnes 9-jähriges Kind wohlgemerkt! Ein grosser Teil dieses Ortes gehört einer (mit dem Staat kooperierenden, sektenartigen) Freikirche an, deren erwachsene! Mitarbeiter (u.a. „religiös bedingt“) nun höchstselbst schamlos in aller Öffentlichkeit das antisemitische Mobbing anstachelten: Völlig ungestoppt, auch von deren ausserörtlicher Leiterschaft.
    Es sind exakt dieselben!, die dann 2015 eine riesige „Flüchtlingshilfe“ kreierten – wunderbares „Alibi“-, und die Flutung Deutschlands mit „Millionen Antisemiten“ (wie Lagerfeld es formulierte) öffentlich bejubelten und begrüssten.
    Von all dem wurde ich selbst Zeuge.
    Es GIBT also definitiv Antisemitismus unter Deutschen – aber nicht unbedingt immer da, wo die Medien (ablenkenderweise) hinzeigen. Daher: Augen auf und genau hinschauen.

  4. Carlos Wefers Verástegui

    Schoeps verstrobener Vater, übrigens ein ganz hervorragender Historiker, der „Konservativen Revolution“ nahestehend, würde sagen, sogar deutschnational. Ob das den Filius traumatisiert hat?

    KZ-Gedenkstätten usw. sind natürlich SACER, d.h. heilig.

  5. Kosmonaut

    Es gab einmal einen sehr klugen Mann, dessen Todestag sich wieder am 29. März ereignet. Sein Name war Jonathan Bowden. Er meinte, dass wir in Bezug auf den Holocaust oder Kolonialismus einfach die Courage haben sollten, zu sagen wir haben als jüngere Generation damit abgeschlossen. Wir machen einen großen Schritt über diese geschichtlichen Epochen, weil wir sie nicht wichtiger als andere empfinden.

    Und das wichtigste: „Wir entschuldigen uns dafür NICHT!“ NEVER EVER APOLOGISE waren seine Worte!

    https://www.youtube.com/watch?v=vmXddTvAkQ0

    In diesem Sinne RIP Jonathan Bowden 12.4.1962-29.3.2012.

  6. Einherjer

    Hat schon mal jemand einen Israeli einen Araber genannt? Der geht mit Halligalli‘ vor Wut in die Luft! Wie kann also beim Halal‘ ein arabischer Semit ein Antisemit sein, wenn doch beim Hagalil‘ ein Israeli kein Semit sein mag? Haben wir hier also doch einen klassischen Fall ‚kollekiver Bewusstseinskrankheit‘ vorliegen? Und das schon seit über 1000 Jahren? Und beim Hagal‘ auch noch bei allen palavernden parlamentären Patienten?
    Den monotheistischen Machthabern schwimmen wohl die Schäfchen wie nasse Felle davon. Der närrisch Dogmatische Religionszyklus der Fische scheint bald passe. Das Zeitalter der willenlos umherirrenden und sich dezimierenden Gruppen-, Sekten-, Partei- und Herdentiere neigt sich dem Ende zu. Werden, -um dieser Entwicklung Einhalt zu bieten-, also von sogenannten ‚Christlichen Parteien‘ bewußtlose Feinde auserkoren und gezielt ins Land gelockt, -gebomt, -getrieben? Damit die hier ausharrenden Schäfchen wieder zum Hirten zurückfinden? Rechte wie Linke, Schwarze wie Weiße verirrte Schafe wieder unter die Knute unbedarfter Ahnungslosigkeit kriechen? Braucht das Christentum am Ende den Islam, wie der Islam die Juden? Braucht die Kirche Satan wie Gott den Teufel und Moslems einen Dschinn? Braucht gar Yad Vashem Deir Yasin so wie Guthaben Schulden?
    WIE also definiert man eine Psychose der Massen, wenn man selbst Teilnehmender Patient ist?

  7. Jürgen Graf

    Mich nervt das Geschwätz über den sogenannten „Antisemitismus“ unsäglich.

    Schon im 19. Jahrhundert stellte der französische Jude Bernard Lazare sachlich fest, dass die Juden überall, wo sie sich in grösserer Zahl niederlassen, Abwehrreaktionen hervorrufen. Völker verschiedener Kultur, Religion und Abstammung begegnen ihnen mit Misstrauen und Ablehnung, manchmal mit offener Feindschaft. Lazare zog hieraus den logischen Schluss, dass die Ursache des sogenannten „Antisemitismus“ bei den Juden selbst liegen muss.

    Man lese Kevin MacDonald „Der jüdische Sonderweg“. Dort wird anhand unzähliger Quellen nachgewiesen, dass der Hauptgrund für die Judenfeindschaft in den ökonomischen Praktiken der Juden (Wucher) zu suchen ist. Religiöser Fanatismus hat sicher eine Rolle gespielt, aber eine durchaus nebensächliche.

    Und wenn jemand darüber jammert, dass die BRD „Antisemiten“ in Form muslimischer Einwanderer importiert, muss er sich fragen lassen, weshalb alle jüdischen Organisationen, sowohl in Deutschland als auch anderswo, die muslimische Landnahme in Europa begeistert begrüssen und alle Einwanderungskritiker mit Schmutz übergiessen. „Ist die islamische Eroberung Europas eine gute Nachricht für die Juden? Antwort: Sie ist eine ausgezeichnete Nachricht“, hielt der französische Rabbiner David Touitou vor ein paar Jahren fest. Wer will, findet das Video mit seinen Aussagen leicht im Netz.

    Zu guter Letzt sei darauf hingewiesen, dass die Ober-Umvolkerin Angela Merkel bisher rund ein Dutzend jüdische Preise erhalten hat.

    Noch Fragen?

  8. Robert Wagner

    Wenn man solche Artikel liest, muss man unweigerlich zur Schlussfolgerung gelangen: Ja, es gibt eine ins Pathologische reichende Obsession, sich mit der Erinnerung an den Holocaust zu beschäftigen. Aber die ist nicht auf der Seite des Staates und der allgemeinen Bevölkerung festzustellen, sondern eher auf Seiten deutschnationaler völkischer Kreise, die anscheinend zwanghaft darum bemüht sind, das Bild eines vor Schuldkomplexen gelähmten Volkes zu zeichnen, dem von Politikern und Wissenschaftlern eingeredet würde, sie seien persönlich verantwortlich für das, was die Nazis an Verbrechen begingen. Wie hier die persönliche Meinung Einzelner praktisch zum Ausdruck eines aggressiven staatlichen „Schuldkultes“ stilisiert und zwischen den Zeilen die tiefe Verwurzelung antisemitischer Ressentiments sogar geleugnet wird, obwohl sie in den Kommentaren meiner Vorredner unmittelbar und beispielhaft zur Schau gestellt werden (Tenor: „Ist alles eine Verschwörung des Weltjudentums“; „Die Juden sind selbst schuld an den Ressentiments“; „Antisemitismus gibt es gar nicht“), ist grotesk und vermag „normale“, also nicht völkisch ideologisierte Menschen nicht zu überzeugen.

    Die Äußerungen im Artikel und den Kommentaren machen sehr deutlich, dass das Gedenken an die Opfer der verheerendsten und mörderischsten Form des Rassismus überaus wichtig ist und fortgeführt werden muss. Umso mehr, als heute eine angeblich „bürgerlich-konservative“ Partei wie die AfD im Parlament sitzt, deren führende Protagonisten Reden schwingen, wie es einst ein gewisser Schnauzbarträger im Münchner Hofbräuhaus vor 90 Jahren tat.

  9. Carlos Wefers Verástegui

    Bürgerbräukeller.

  10. Einherjer

    Potz Blitz, da soll man sich wohl angesprochen fühlen…?
    Die von Herrn Wagner anfangs korrekt bemerkte ‚pathologische Obsession‘ eines vor allen anderen herausgestellten Erinnerungskultes ist in der Tat unleugbarer Machtbestandteil Kahanistisch-Zionistischer Kreise.
    In welch weiterer Weise national- wie international separierende Gruppen politisch operieren, war deutlich am US-finanzierten Deutsch-nationalen Sozialistentum berüchtigter 12 Jahre zu erkennen.
    Als Folge des bis dato völlig unaufgearbeiten Ergebnisses ist nun der im weiteren Textverlauf in lächerliche Abrede gestellte Schuldkult nun mal doch alltägliche Tatsache. In wie weit nun Benenner dieser Umstände gar als „Völkisch-rassistische Verschwörungstheoretiker“ verrufen werden, möge jeder selbst entscheiden. Kraft dieser veralteten Dialogkeule verteidigt sich nach aller Regel ein argumentationsarmer Geist. Vor allem, wenn dann mit irgendwelchen neu kreierten Parteigruppierungen wild gefuchtelt wird; -die ja gerade aus diesem steten Sektierungssud emporschießen wie Fliegenpilze unter einem morschen Eichenbaum.
    Es ist genau diese Dialektik, die ein bezeichnendes Licht auf sich stetig separierende Kreise wirft, welche sich als Instrumentierte Subjekte dem alten machiavellischen Prinzip von ‚Teile und Herrsche‘ andienen. Die ergo selbst unbewußt zu schattenboxenden Zeloten oder pippinidischen Hausmeiern verkommen, um in Wald und Flur zu randalieren. Somit aufgrund eines nahezu pathologischen Separierungszwanges selbst wie völkisch-nationale Haberfeldtreiber Ticken. Man u.a. beachte die Lesart eines Benjamin Disraeli. Denn Taten verraten nun einmal den Charakter, vor allem im Hinblick auf das umzäunte und im hysterischen Streit schwelende nahöstliche Zwangskibbuz. Grundsätzlich, bei formal ’normaler‘ Betrachtung, gibt es weder Christen, Juden noch Moslems…..
    Real gibt es nur Menschen verschiedener Ethnien.
    War es nicht genau diese Erkenntnis die Shlomo Sand zur Unperson in gewissen Zionistisch-Nazionalen Kreisen machte? Gerade da sogenannte „Rassen“ ja durch die nahezu pathologische Haplo-Feldforschung wie wild belegt werden möchte im angeblichen über 2000 jährig verloren gegangenen Ur-hethitischen Kolonialbesitztum….?
    Frohe Ostern und…:
    Der Bürgerbräukeller umfasst in Realität den gesamten verdammten Erdkreis.

  11. Robert Wagner

    Ich korrigiere mich: Der gewisse Schnauzbarträger, der mit seiner Demagogie Millionen in und außerhalb Deutschlands in Tod und Elend stürzte und den sich aktuelle völkische Demagogen in der ach so „bürgerlich-konservativen“ AfD zum Vorbild zu nehmen scheinen, begann seine politische Karriere mit Hetzreden im Münchner Bürgerbräukeller, nicht im Hofbräuhaus. Vielen Dank für den Hinweis.

  12. Robert Wagner

    @ Einherjer:

    Argumente fruchten nur bei Menschen, die für solche aufgeschlossen sind. Verschwörungstheoretiker, wie Sie offensichtlich einer sind – wenn ich Ihre wirren Sätze richtig verstanden habe -, gehören in der Regel nicht dazu, weil sie die Realität an ihre (Wahn)Vorstellungen anpassen und nicht andersherum, wie es bei „normalen“ Menschen der Fall ist.

  13. Jürgen Graf

    @Robert Wagner

    Ich werde gegenüber Mitforisten nur äusserst selten grob, aber manchmal geht es nicht anders.

    Was suchen Sie eigentlich auf diesem Blog? Warum schreiben Sie nicht auf einem Antifa-Blog?

  14. Dr. Alfred Lilienthal, ein jüdischer Historiker, der den Zionismus als grosse Gefahr für das jüdische Volk und die ganze Welt erachtet, beschreibt diesen Mechanismus in seinem Buch The Zionist Connection wie folgt:

    Wenn die Beziehungen der USA zu der arabischen Welt und Israel wieder einmal eine kritische Phase erreicht hatten, trat regelmässig irgendein Querdenker ins Rampenlicht, welcher das Problem in seiner Perspektive erkannt hatte und mutig versuchte, es der amerikanischen Öffentlichkeit zu erklären. Ebenso regelmässig wurde dieser Querdenker dann wie der Leitwolf an der Spitze des Rudels unverzüglich abgeschossen, seine Federoder Stimme zum Schweigen gebracht, und wiederum erschien ein gähnendes Vakuum. Mit Hilfe der stets willfährigen Medien wurde jeder Kritiker Israels oder der amerikanischen «Israel zuerst»-Politik zu einem wiedergeborenen Hitler hochstilisiert. (…) Jene, die es wagten, die Schweigebarriere zu durchbrechen, haben teuer für ihren Schneid bezahlt, der darin bestand, das auszuüben, was sie als ihre demokratischen Rechte betrachteten.

    Lilienthal begnügt sich nicht mit einem abstrakten Hinweis auf die mit dieser schmutzigen Arbeit betraute «Vielzahl von Organisationen», sondern nennt Ross und Reiter:
    Die 1913 gegründete, über grosse Finanzmittel verfügende Anti-Defamation League, ein Ableger der 130 Jahre alten B’nai-B’rith-Loge, spielt die Führungsrolle bei der aggressiven, effizient organisierten und unentwegten Kampagne, deren Ziel darin besteht, den Antisemitismus durch Verfolgung angeblicher Antisemiten nie aus den Schlagzeilen verschwinden zu lassen. Die ADL, wie die Abkürzung dieser Organisation lautet,
    wird dabei fast immer von anderen jüdischen Gruppierungen flankiert. Die Zeiten, als sie sich um die Ausmerzung tatsächlicher Vorurteile und tatsächlicher Bigotterie bemühte, sind längst vorbei; heute zielen ihre Aktivitäten auf die Unterstützung Israels sowie die Ausschaltung von Kritikern der zionistischen Taktiken ab.

    Der jüdische Gelehrte Bernard Lazare sprach lediglich einen offenkundigen Sachverhalt aus, als er in seinem Buch Anti-Semitism schrieb: Die Gegner der Juden gehörten verschiedenen Rassen an, lebten in verschiedenen Weltengegenden, unterstanden verschiedenen Gesetzen, hingen unterschiedlichen Weltanschauungen an, pflegten nicht dieselben Gebräuche und wichen geistig stark voneinander ab. Unter diesen Umständen konnten sie dieselbe Erscheinung unmöglich gleich beurteilen. Daraus ist zu schliessen, dass die allgemeinen Ursachen des Antisemitismus stets in Israel selbst und nicht in seinen Widersachern lagen.

  15. Carlos Wefers Verástegui

    @ Jürgen Graf

    Ich habe den Fehler begangen, Herrn Wagner aufgrund von ein zwei richtigen Feststellungen für einen vernünftigen Menschen gehalten zu haben. Natürlich will er ja nur unterhalten werden, Bestätigung finden und „uns“ böse „völkische“ usw. bloss stellen. Mir gegenüber hat er so eine Tour aufgezogen wie damals Dimitrov gegenüber Göring, wobei ich selbstverständlich der Göring bin. Dimitrov aber war ein mutiger Mann.

    P.S.: Herr Wagner wird niemals einen Text vorlegen, weder bei „uns“ noch bei der Antifa, weil man ihn – wie jeden übrigens – dann nämlich an seinen Texten packen könnte. Anhand eines, besser natürlich vieler, Textes, kann man einen Autor beurteilen. Texte, die man schreibt, nehmen den Autor in die Pflicht, Kommentare und Kritiken, die man abgibt, verpflichten zu gar nichts.

  16. Robert Wagner

    @ Jürgen Graf:

    Es tut mir (nicht) leid, wenn meine Kommentare aus der „normalen“ Außenwelt Sie in Ihrem gefestigten Weltbild stören sollten, mit dem Sie es sich vermutlich in einer dieser typischen Filterblasen bequem gemacht haben (dafür spricht schon der Umstand, dass Sie auf abweichende Meinungen so allergisch reagieren). Ich schreibe hier lediglich, um der für völkische Ideologien und Ressentiments wie dem Antisemitismus, der in diesem pseudointellektuellen Internetmagazin fleißig propagiert wird, zugegeben notwendigen Ignoranz etwas im Diskurs entgegenzusetzen.

  17. Einherjer

    Aber nicht doch Herr Wagner; contenance….
    Sie bestätigen ja selbst ihre spiegelbildlich befangene Psyche.
    Zum ersten stellen sie sich als ’normaler Mensch‘ dar und degradieren damit jedwedes Gegenargument zum ‚unnormalen‘ Gedankengang eines Untermenschen. Dermaßen dialogunfähig separieren Sie sich ergo stellvertretend zum nazionalen Rassisten; -sind Sprachrohr aller Links-Rechten Autisten.
    Zum anderen verwirren Ihresgleichen, -als pseudo-demokratisch instrumentalisierte Mehrheit eines bewußtlos domestizierten spätplebejisch-proletarisch-protestantischen Pöbels-, permanent Begrifflichkeiten.

    Als Ihr ganz persönlicher Antipode spiegel ich Ihr unbedarftes Zitat folgend.:
    „In der Regel, weil sie die Realität an ihre (Wahn)Vorstellungen anpassen und nicht andersherum…..“

    So bleiben ihnen aufgrund kognitiver Dissonanz Zusammenhänge weiterhin verborgen und Sie versteigen sich zur offiziell geglaubten Irrationalität.
    Als geringster Beweis derartiger Denkblockaden steht nach wie vor in aller Deutlichkeit: -arabische Semiten närrisch als Antisemiten zu betiteln- und somit verborgen liegende historisch stetig tumultartig wiederkehrende Verhältnisse religiös-politisch motivierter landnehmender, -landbesetzender Akteure nicht erst seit Titus dialektisch verbissen zu verklären, wie zu verleugnen.
    Da Sie sich also so gern in die allgemein Selektive Wahrnehmung einreihen und unfähig sind kausale Zusammenhänge zu reflektieren, sind Sie nun selbst kleinster Bestandteil offizieller Wahnvorstellung.

    Gerade deshalb; Frohe Ostern

  18. Carl Sand

    Es ist hochwahrscheinlich, dass es sich bei Robert Wagner um einen verirrten Kameraden aus dem nahen NPD-Umfeld handelt, dessen einziges Trachten eine vermehrte rhetorische Schulung unserer Seite durch seinen Cameo-Auftritt handelt.

  19. Robert Wagner

    @ Calos Wefers Verástegui:

    Wie ich sehe, hast du es immer noch nicht überwunden, dass ich die Substanzlosigkeit deiner „Artikel“ bzw. ihren Charakter als moralistische Predigten offengelegt habe. Wenigstens hast du dir aber meinen guten Rat zu Herzen genommen und übergießt den ideologischen Gegner nun nicht mehr mit Beleidungen und anzüglichen Andeutungen und Witzchen, was ich schon als Fortschritt werte (hoffentlich bleibt es dabei). Dafür, dass du mir wegen scharfer Kritik mehr als einmal Denunziantentum vorgeworfen hast, bist du aber ziemlich fleißig darin, mich gegenüber Dritten ungefragt schlechtzumachen. Schon mal darüber nachgedacht, was dem Denunziantentum eigentlich näher kommt?

    Ich würde hier oder auf ähnlichen Seiten übrigens sogar sehr gerne mal etwas publizieren, schon allein, um das ziemlich eintönige Meinungsspektrum zu erweitern. Irgendetwas sagt mir aber, dass die Verantwortlichen das nicht gerne sehen würden… Vielleicht kannst du ja ein gutes Wort in dieser Sache für mich einlegen, wenn du es mit deiner Kritik ernst meinst?

    PS: Was ich dir gegenüber nochmal gesagt haben wollte: Wer in seinen Predigten andere Meinungen bzw. die Thematisierung historischer Tatsachen als „moralisch unwerte“ Ansichten bezeichnet bzw. als „erbärmlich dumm und oberflächlich“ charakterisiert, sollte sich eigentlich nicht wundern, scharfe Kritik zu ernten. Aber das nur am Rande, weiter gehe ich darauf nicht ein.

    Dessen ungeachtet: Feliz Semana Santa.

  20. Robert Wagner

    @ Einherjer:

    Ich weiß, solche Leuchten wie Sie haben die Wahrheit mit Löffeln gefressen und glauben zu wissen, wie diese Welt funktioniert. Wer mit Skepsis auf solche simplen Welterklärungsmodelle blickt ist dann natürlich ein „nationaler Rassist“ (was auch immer das sein soll).

    Trotzdem auch an Sie: Frohe Ostern. Gedenken auch Sie der Kreuzigung des Juden Jesus von Nazareth, die aus einer jüdischen Sekte die größte Weltreligion der Geschichte machte.

  21. Chreis 4

    Jürgen Graf ?

    Was zum Teufel ! lol

  22. Klaus-P. Kurz

    @ Einherjer et al,

    „Herrn“ Wagner zu ignorieren, ist mit Sicherheit die beste Methode, dieses Kommentierforum als das zu erhalten, was es ist: Ein Platz, wo Deutsche (im richtigen Wortsinn) unter sich über ihr Land, ihre Nation und ihren Staat, sowie dessen Stellung in der Welt diskutieren. Und zwar so, wie man dies unter einigermaßen gebildeten und ausgeglichenen, also konservativen Zeitgenossen erwarten darf. „Herr“ Wagner gehört, wie inzwischen ausreichend bewiesen, nicht dazu.
    Ebenfalls „Frohe Ostern“.

  23. Robert Wagner

    Herrlich, diese aufgekratzten Reaktionen zu sehen, wenn ein Mensch aus der nicht ideologisierten Außenwelt hier seine Meinung kundtut und die Dinge beim unappetitlichen Namen nennt.

    An „Herrn“ Kurz: Sofern die Gegenrede auf meine Kommentare bloß aus Unterstellungen, dem Schwingen der Marxismuskeule, Obszönitäten, Beleidigungen und wirren Verschwörungstheorien besteht, kann ich tatsächlich gut darauf verzichten. 😉 Ich werde aber sicherlich nicht damit aufhören, in dieser Filterblase des Rassismus, des Rassenfanatismus, der Geschichtsklitterei, der Heuchelei und der Kriegstreiberei meinen Senf dazuzugeben. Dass ich Sie damit in Ihrer Wohlfühloase „echten“ Deutschtums störe, fasse ich mal als Kompliment auf.

  24. Klaus-P. Kurz

    „Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.“
    Nicht von mir, sondern von Altmeister Goethe. Der war auch einer von diesen echten Deutschen, die gerne klar denken und aussprechen, was gesagt werden muß. Und eben nicht vor sich hinsabbeln, um sich selbst zu beweihräuchern oder um Nebel zu erzeugen und dann hinterher einen vagen Versuch der Deutung zu unternehmen, heutzutage natürlich immer politisch korrekt.
    Also: Was das Gespenst des Antisemitismus uns Deutschen angetan hat, läßt sich vielleicht am besten mit dem Begriff der Wehrkraftzersetzung vergleichen: Es hat -und so war es von Anfang an vorgesehen- zusammen mit manchen anderen Umerziehungsmaßnahmen aus einem einst starken und selbstbewußten Volk einen weinerlichen Verband bunt zusammengewürfelter Gutmenschen gemacht, ohne Rückgrat, lediglich einig beim „Mea Culpa-“ rufen, obwohl dafür nicht der geringste Grund existiert. Am allerwenigsten jedoch für heutige Jugendliche.
    Deshalb: Mut zur Wahrheit!

  25. Robert Wagner

    @ Klaus – P. Kurz:

    Was das Gespenst des Antisemitismus uns Deutschen angetan hat? Meinen Sie diesen geschichtsvergessenen und pietätlosen Unsinn ernst? Sagen Sie so etwas mal einem Holocausüberlebendem oder jemandem, der durch die Nazis, also die damaligen Deutschen, seine gesamte Familie verloren hat, ins Gesicht. Aber ich denke, eher würden Sie sich die Hand abhacken lassen, als sich mit jemandem auseinanderzusetzen, der unmittelbar oder mittelbar Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik wurde. Dafür haben Leute wie Sie keinen Mut.

    Sie sind mir ein besonders ignoranter und verantwortungsethisch bequemer Typ. Zitieren mit Goethe einen großen Deutschen, der vor knapp 200 Jahren gestorben ist und dessen Taten und Worte Sie ganz selbstverständlich für sich bzw. das deutsche Volk in Anspruch nehmen; aber von den Taten von Millionen Deutschen, die sich vor gerade mal zwei, drei Generationen als unmittelbare Täter, als Wähler der NSDAP oder Mitläufer und durch bloßes Wegsehen am Tod von Millionen Menschen schuldig gemacht haben – ein solchermaßen von einem ganzen Volk getragener Völkermord dieser Größenordnung ist in der Geschicht einmalig -, wollen Sie natürlich nichts wissen und weisen empört jegliche daraus erwachsene historische Verantwortung von sich.

    Wenn man sich schon mit den fremden Federn eines vor sehr langer Zeit verstorbenen „echten“ Deutschen schmückt, sollte man auch so konsequent sein, die weniger ruhmvollen und wesentlich jüngeren Seiten bzw. Epochen der Geschichte des eigenen Volkes anzunehmen und in angemessener Weise zu thematisieren und aufzuarbeiten. So etwas nennt man eine verantwortungsvolle nationale Erinnerungskultur, die natürlich auch und gerade den jungen Angehörigen dieser Nation vermittelt werden muss. Was Sie hier propagieren, ist hingegen verantwortungsethische Rosinenpickerei, die angesichts des millionenfachen menschlichen Leids, das Deutschland in der Nazizeit zu verantworten hatte, grotesk verantwortungslos, ignorant und geradezu obszön ist.

  26. Einherjer

    Tut mir leid…. Ich muß hier nochmals einen großen Spiegel vor Herrn Wagners Antlitz heben.

    Eine kleine ‚Korrektive‘ des textlich rudimentären kognitiv dissonanten Korpus.:

    >Was das Gespenst (! sic) des Antisemitismus uns Deutschen angetan hat? Meinen Sie diesen geschichtsvergessenen und pietätlosen Unsinn ernst? Sagen Sie so etwas mal einem ‚Hiroshimaüberlebendem‘ oder jemandem, der durch die ‚Zionis‘, also die heutigen, seine gesamte Familie in ‚Nordafrika‘ oder ‚Vietnam‘ verloren hat, ins Gesicht. Aber ich denke, eher würden Sie sich die Hand abhacken lassen, als sich mit jemandem auseinanderzusetzen, der unmittelbar oder mittelbar Opfer der ’nazionalsozialistisch linken‘ Vernichtungspolitik wurde. Dafür haben Leute wie Sie keinen Mut.

    Sie sind mir ein besonders ignoranter und verantwortungsethisch bequemer Typ. Zitieren mit Goethe einen großen Deutschen, der vor knapp 200 Jahren gestorben ist und dessen Taten und Worte Sie ganz selbstverständlich für sich bzw. das deutsche Volk in Anspruch nehmen; aber von den Taten von Millionen ‚Mitläufern‘, die sich vor und während gerade mal zwei, drei Generationen als unmittelbare Täter, als Wähler der NSDAP, ‚KPDSU‘, ‚KPCh‘, ‚Kach usw.’… durch bloßes Wegsehen -‚wie dato‘- am Tod von Millionen Menschen schuldig gemacht haben – ein solchermaßen von einem ganzen Volk (! sic) getragener Völkermord (! sic) dieser Größenordnung ist in der Geschichte einmalig (! sic) -, wollen Sie natürlich nichts wissen und weisen empört jegliche daraus erwachsene historische Verantwortung von sich. (!…. ;=)

    Wenn man sich schon mit den fremden Federn eines vor sehr langer Zeit verstorbenen „„echten“ Deutschen““ (! sic) schmückt, sollte man auch so konsequent sein, die weniger ruhmvollen und wesentlich jüngeren Seiten bzw. Epochen der Geschichte des eigenen Volkes anzunehmen und in angemessener Weise zu thematisieren und aufzuarbeiten. (! sic) So etwas nennt man eine verantwortungsvolle nationale Erinnerungskultur, die natürlich auch und gerade den jungen Angehörigen dieser Nation vermittelt werden ’sollte‘. Was Sie hier propagieren, ist hingegen verantwortungsethische Rosinenpickerei (!sic), die angesichts des millionenfachen menschlichen Leids -‚W E L T W E I T‘- , das ‚Pseudosemiten‘ in der ‚irren Zelotenzeit‘ zu verantworten hatten, -‚wie haben‘-, grotesk verantwortungslos, ignorant und geradezu obszön ist.

    >>>Und nun werter Herr W A G N E R stimmen sie die unverstandene EU Hymne ‚an die Freude‘ doch zynisch in der letzten Strophe mit an. Damit sich das verkündete Leichentuch über Millionen geistig verwahrloste Schäfchen ausbreitet, wie über ihre „Deutschen alleinschuldigen“. Die Benennung war Schillers Todesurteil, doch seine ‚Freudige Ode‘ ward zum Märtyrertext und muß darum gekürzt ausgelärmt werden von den verantwortlichen Haberfeldttreibern aus Brüssel, denen Sie sich andienen wie ein verwirrter dem Bessos oder Brutus…. Genauso wie die Deutsche Hymne nicht vollends gesungen werden darf…., verkümmert die Aussage der Ode Schillers.
    Verstehen Sie Herr W A G N E R? Eine okkulte Christusfigur wurde erst wie Julius Cäsar ermeuchelt, um sie dann als Zeichen der Schuld im Namen von Brutus und Judas 75 Jahre später wie eine Fahne zu hissen. Erst beseitigt man unbequeme Elemente um dann in ihren Namen heuchlerisch zu walten und zu schalten. Doch sie können gar nicht differenzierend und reflektierend denken…., da sie ihre freudige EU-Hymne gar nicht vollständig hören wollen Kraft unfrei gläubigen Willens.
    Eine heitre Abschiedsstunde!
    süßen Schlaf im Leichentuch!
    Brüder – einen sanften Spruch
    Aus des Todtenrichters Munde!

  27. Robert Wagner

    @ Einherjer:

    Sie haben ganz offensichtlich ernsthafte Probleme. Suchen Sie sich bitte Hilfe.

  28. Jürgen Graf

    Warum erlaubt die Redaktion dem Herrn Robert Wagner, dieses Forum kaputtzumachen? Es gilt auf praktisch jedem Blog doch die Regel, dass Leute, die eine der allgemeinen Tendenz des Blogs krass widersprechende Weltanschauung vertreten, nach einigen Wortmeldungen gesperrt werden.

    Ein Vegetarierblog wird einen Kommentator, der andauernd für den Fleischkonsum wirbt, bald sperren. Ein Schwulenblog wird keine Wortmeldungen von Leuten zulassen, die Homosexualität als widernatürlich oder als Sünde brandmarken – so wie ein traditonalistisch katholischer Blog keine Werbung für die Homosexualität dulden wird. Ein islamkritischer Blog lässt Muslime oder Befürworter der Islamischen Invasion allenfalls ausnahmsweise zu Wort kommen und ein islamischer Islamkritiker überhaupt nicht.

    Die Blaue Narzisse versteht sich als patriotischer Blog. Selbstverständlich gibt es unter Patrioten allerlei Meinungsunterschiede zu den verschiedensten Themen, aber die Liebe zur Nation und die Sorge um deren Zukunft ist allen Autoren und Foristen gemeinsam. Wieso ein Mann wie Wagner, der ausser dem Absondern abgedroschener linker Phrasen und Totschlagvokabeln („Verschwörungstheorie“ und ähnlicher Mist) sowie dem Wiederkäuen gigantischer Geschichtslügen rein gar nichts kann, nicht schon längst aus dieser Gesprächsrunde verbannt worden ist, ist mir rätselhaft. Soll er sich doch bei der Antifa, den Jusos oder den Grünen austoben; dort wird man seinen frechen Unsinn gewiss schätzen.

    Dies war mein letzter Kommentar zu diesem Herrn. Ich kann es mich nicht leisten, meine Zeit an geistige und moralische Nullen zu vergeuden.

  29. Klaus-P. Kurz

    @ Jürgen Graf:
    Im Prinzip haben Sie sicher recht: Ein Forum sollte den Gedankenaustausch unter Leuten ähnlicher Provenienz fördern und Behinderungen zu verhindern suchen. Von diesem „Herrn“, wie wir ihn mittlerweile nennen, geht hier jedoch m.E. keine wirkliche Beeinträchtigung aus. Schon gar nicht, wenn man seine „Beiträge“ als das betrachtet, was sie tatsächlich sind: Ergüsse eines haßerfüllten Querschlägers unserer Gesellschaft, die uns bestenfalls als Erheiterung dienen sollten. Ich jedenfalls lese sie nicht mehr. Ihn hier zu sperren, hätte außerdem den Nebeneffekt, ihn glauben zu lassen, man nähme ihn und seinesgleichen Ernst. Wie schon gesagt, ignorieren wir ihn. Irgendwann wird er die Lust verlieren, hier seine Zeit zu verschwenden.

  30. Robert Wagner

    Ja, so ist das, wenn man keine Argumente mehr hat und sich nicht mehr anders zu helfen weiß; man ruft nach Maulkörben, weil man in seiner bequemen Filterblase nicht von Andersdenkenden gestört werden will, die Dinge wie Rassismus, Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, selektive Erinnerungskultur, ideologische Geschichtsklitterei, Verschwörungsgeschwurbel etc. beim (hässlichen) Namen nennen. Dahinter steht ein seltsames Demokratieverständnis, was mich aber selbstredend nicht überrascht, ist der Begriff der Demokratie in euren Kreisen doch ohnehin völlig inhaltsleer und wird so gewendet, wie es für die Propagierung des eigenen antidemokratischen Weltbildes gerade opportun erscheint.

    Keine Sorge, ich bleibe diesem pseudointellektuellen „patriotischen“ Forum erhalten, allein schon um hier den Meinungspluralismus einzubringen, auf den die Völkischen doch angeblich so viel Wert legen. Oder ist diese immer wieder bemühte Affinität zum Pluralismus etwa ebenfalls nur eine hohle Phrase, die immer dann geschleudert wird, wenn es opportun erscheint? Im Übrigen finde ich solche Reaktionen eher amüsant und bestärken mich darin, dass meinen Argumenten anscheinend nichts anderes entgegengebracht werden kann als hilflose Forderungen nach meinem Ausschluss, die ich nicht zum ersten Mal vernehme.

  31. @ Robert Wagner

    Wie Michael Moore in seinem 2002 in den USA herausgegebenen Buch im Rampenlicht der Medien proklamiert hat, ist es nicht mehr notwendig, diese Stupid White Men (das ist der Titel seines Buches) mit Samthandschuhen anzufassen, weil sie ohnehin rein gar nicht verstehen, was mit ihnen geschieht. Und ich werde Ihnen jetzt nicht auch noch die zahllosen Filme aufzählen, in denen die kosmopolitischen Filmemacher ihrer Rache gegen die christliche Zivilisation und ganz allgemein gegen den weißen Mann freien Lauf zu lassen scheinen.

    Angesichts all dieser Logorrhoe scheint es mir offensichtlich zu sein, dass diese Leute uns hassen. Man könnte es kaum klarer sehen, wenn sie fluoreszierende Leuchtreklamen wären oder wenn sie ein Blinklicht auf dem Kopf tragen würden.

    Zum Beispiel schrieb Anfang des 16. Jahrhunderts Rabbi Salomon Molcho, der von vielen Juden als messianische Figur angesehen wurde, seine sehr bezeichnenden prophetischen Visionen nieder, in denen man die Vorstellung findet, dass sich die „Rache gegen die Völker“ erfüllen wird. Er versichert uns auch, dass „die Fremden zerbrochen“ und „die Nationen zittern werden“. Und Moshe Idel kommentiert: „Das Gedicht von Molcho beschwört ganz klar das Kommen einer doppelten Rache herauf: Gegen Edom und gegen Ismael“, das heißt gegen Christentum und Islam, und er setzt noch einen drauf: „Gott enthüllt nicht nur, wie man das Christentum bekämpft (…) sondern auch noch, wie man die Macht des Christentums zerbricht, damit die Erlösung stattfinden kann.“ Das ist deutlich, oder?

    Für diejenigen, die sich immer noch nach den Gründen für diesen Jahrhunderte alten Hass fragen, ist hier eine kleine Erklärung: „Der Tag ist nahe, an dem der Ewige an allen Nationen Rache nehmen wird, die den ersten Tempel zerstört und Israel im Exil unterjocht haben. Und auch du, Edom, der du den zweiten Tempel zerstört hast, wirst das Schwert und die Rache kennenlernen (Obadiah) …. Die verheißene Erlösung Israels ist mit dem Fall Edoms verbunden.“

    Dieser rachsüchtige Hass von zwanzig Jahrhunderten wird auch von dem Philosophen Jacob Talmon ausgedrückt, der 1965 schrieb: „Die Juden haben mit dem christlichen Westen sehr alte Blutfehden zu regeln.“ Pierre Paraf, der ehemalige Vorsitzende von LICA (Ligue contre l’antisémitisme – Liga gegen Antisemitismus) lässt eine Romanfigur aus seinem im Jahr 2000 wieder aufgelegten Roman Quand Israël aima, sagen: „So viele unserer Brüder, durch Beschneidung gekennzeichnet, stöhnen unter der Peitsche der Christen. Gelobt sei Gott! Jerusalem wird sie eines Tages sammeln; und sie werden ihre Rache haben!” Es sieht ganz so aus, als ob diese Leute einen sehr hartnäckigen Groll hegen.

    All das hindert ganz offensichtlich den berühmten antifaschistischen Bauernfänger Pierre-André Taguieff nicht, sich über die antisemitischen Hirngespinste zu empören, und zu behaupten, die Vorstellung von Weltherrschaftsstreben sei auf Geisteskrankheit oder Täuschungsabsicht zurückzuführen.

    „Obwohl die jüdischen „Revolutionäre“ und Henker es vorzogen, unter Decknamen zu leben, fanden die gewöhnlichen Russen bald heraus, wer ihr Land mit eiserner Hand regierte. Die jüdischen Parteien „Bund“ und „Po’alei Zion“ blieben unbehelligt, als 1920 alle anderen Parteien verboten wurden. Im Dezember 1928 fusionierten sie mit der Kommunistischen Partei. Nicht eine einzige Synagoge wurde wie die Kirchen zerstört oder in öffentliche Toiletten oder Lagerhäuser umgewandelt. Nicht ein einziger Rabbi wurde gekreuzigt. Während 1922 viele Kirchen in Moskau abgerissen wurden, entstand eine neue Synagoge mit Platz für zweitausend Menschen. Insgesamt wurden 60 000 Kirchen zerstört. Die jüdischen Henker pflegten „Lang lebe der rote Terror! Tod der Bourgeoisie“ zu rufen. Arbeitsdienst wurde eingeführt, und Landstreicher wurden an Ort und Stelle erschossen. Die Times gestand am 18. September 1920: „Das Sowjetregime gründet auf jüdischen Gehirnen, lettischen [d.h. deutschen] und chinesischen Bajonetten und der fürchterlichen russischen Unwissenheit“. 1922 publizierte Victor Marsden, der Korrespondent der britischen Morning Post, die Namen aller 545 Mitarbeiter der zivilen Regierungsbehörde: 477 unter ihnen waren Juden und nur 30 Russen (5,5 %). 1920 arbeiteten bereits eine halbe Millionen Juden in der Sowjetischen Partei, im Staatsapparat, in verschiedenen Institutionen, als Unternehmensführer und in allen möglichen anderen Feldern im Bereich des Sowjetregimes. Viele von ihnen waren eingewandert, v.a. aus Polen und Litauen (vgl. The Book of Russian Judaism, New York: 1968, S. 137). Die wichtigsten Diplomaten der Sowjetunion waren ebenfalls Juden. Auch in der ersten sowjetischen Auslandsvertretung in Stockholm wirkten jüdische Funktionäre, beispielsweise Aaron Zimmermann.“
    Dies ist ein Ausschnitt aus Juri Linas Buch Under the Sign of the Scorpion

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