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Der Aufschrei bleibt aus

kriminellDas MiGAZIN meldete vor einigen Tagen, es würde »stündlich zweieinhalb rechtsextreme Straftaten« geben. Bei genauerem Hinschauen stellt sich diese alarmistische Zahl als völlig übertrieben dar, da die allermeisten der Straftaten sogenannte »Propagandadelikte« sind. Im August 2013 kam es zu 66 »rechten« Gewalttaten, was natürlich ganz genau 66 zu viel sind. Aber …

… insgesamt gab es 121 Gewalttaten von links – fast doppelt so viele also. So richtig überraschend ist jedoch die Zahl der Gewalttaten im Bereich »politisch motivierte Ausländerkriminalität«. Da soll es zu nur 38 Straftaten bei neun Gewalttaten gekommen sein.

Schaut man nun in die Chronik von DeutscheOpfer.de fällt die Schönfärberei dieser Statistik über Ausländergewalt auf. DeutscheOpfer.de dokumentiert nur ausgewählte Fälle. Trotzdem gibt es da eine Menge zu berichten. Schauen wir uns mal die letzten Tage an:

  • 26. Oktober 2013: Im hessischen Ortenberg greift eine Südländer-Gruppe einen jungen Mann mit einem Messer an. Das Opfer wird schwer verletzt.
  • 19. Oktober 2013: In Köln fast ein identischer Fall. Sechs bis sieben Südländer rauben einen 28-Jährigen aus und verletzen ihn schwer.
  • Am selben Tag in Frankfurt:

Etwa acht bis zehn Personen randalieren an einer U-Bahnstation. Beim Eintreffen der Polizei flüchtet ein Großteil der Täter in die angrenzenden Straßen. Im Rahmen der Fahndung kann jedoch ein 26-jähriger, polizeibekannter Deutsch-Afghane angetroffen werden. Er geht sofort auf die beiden Polizeibeamten zu und beschimpft sie unter anderem mit »Hurensöhne, Scheißbullen und Nazis«. Im Rahmen seiner Überprüfung beginnt er die Beamten, mit Schlägen und Tritten zu attackieren und beißt einem in die Hand. Trotz des massiven Widerstands gelingen schließlich die Fesselung des Randalierers, der Transport zum Revier und später zur Ausnüchterung in eine Zelle. Während der gesamten polizeilichen Maßnahmen beleidigt der Täter die Polizisten weiter und bedroht sie mit dem Tod. Nach seiner Ausnüchterung kommt er wieder auf freien Fuß. Der verletzte Beamte muß sich in einem Krankenhaus ärztlich versorgen lassen.

Reichen diese Beispiele bereits, um an den offiziellen Zahlen zu zweifeln?

Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen will uns erzählen, daß wir es mit einer optischen Täuschung zu tun haben. Die Fälle von heute werden nur breiter in den Medien diskutiert, insgesamt habe aber die Brutalität unter Jugendlichen abgenommen. In einem aktuellen Interview anläßlich des Prozesses im Fall Daniel S. betont er:

Es gibt klare Indikatoren für einen Rückgang der Brutalität. Die Fälle von Totschlag und Mord durch Jugendliche haben seit dem Jahr 1993 um 46 Prozent abgenommen. Schülerschlägereien mit anschließend nötigen ambulanten Behandlungen durch einen Arzt sind seit 1997 pro 100000 Schüler um 38 Prozent gesunken, mit anschließendem Krankenhausaufenthalt um 56 Prozent. Die Gründe dafür sind, dass die Schulen enorm viel gegen Gewalt getan haben und dass die Neuproduktion von gewaltbereiten Jugendlichen durch prügelnde Eltern gesunken ist. Zwei Drittel der deutschen Jugendlichen werden heute gewaltfrei erzogen. Zudem sind die Jugendarbeitslosigkeit, der massive Konsum von Alkohol und Drogen und die allgemeine Gewaltakzeptanz gesunken.

Ja, und wie sieht es nun, um eine politisch inkorrekte Frage zu stellen, mit den jungen Ausländern aus?

Sie sind deutlich gewalttätiger als einheimische Jugendliche. Wobei es da Unterschiede gibt. Kinder aus iranisch- oder asiatischstämmigen Familien sind extrem gut eingegliedert. Sie sind meistens erfolgreich in der Schule und selten gewalttätig. Früher hatten wir die größten Probleme mit Spätaussiedlern. Heute sind es die Kinder von arabisch- und türkischstämmigen Familien. Auch hier gibt es vorbildlich eingegliederte Schüler. Aber viele sind sozial nicht dort, wo sie sein könnten. Neuankömmlinge stehen häufig unter enormem Stress. Deshalb kommt dort familiäre Gewalt häufig vor. Erst die zweite oder dritte Generation verhält sich innerfamiliär anders. Dieser Aspekt ist noch wichtiger als die schulische Integration.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

2 Kommentare zu “Der Aufschrei bleibt aus

  1. »Jaaaaa«, werden die jetzt antworten, »es geht hier um die besonders abscheuliche politische Gewalt!«

    Als würde ein Opfer unpolitischer Gewalt die Schläge als weniger schmerzvoll empfinden…

    Außerdem muß man zur Verständlichmachung (nicht Rechtfertigung!) ausländerfeindlicher Gewalt konstatieren, daß natürlich Ausländerkriminalität kaum rassisch/ethnisch motiviert ist, weil sie eher materialistisch oder soziokausal bedingt ist. Die ums mehrhundertfache geringere, angeblich »politisch« motivierte Gewalt gegen Ausländer kann man auch als Gegenreaktion (also wenige Fälle von Lynchjustiz) deuten. Natürlich ist diese nicht materialistisch inspiriert, sondern erfolgt auch aus der ethnischen Zordnung heraus, in welcher man jene Kriminellen veortet, deren Kriminalität man als besonders schändlich wahrnimmt, da sie von »Nicht zu uns Gehörenden« verübt wird.

    Je gewalttätiger also Ausländer gegen Deutsche vorgehen, umso mehr Fälle von ausländerfeindlicher Gewalt müßten zwangsläufig auftreten. Daß die realen Zahlen fremdenfeindlicher Gewalt dennoch so unglaublich niedrig sind, spricht Bände über die Duldsamkeit und das Justizvertrauen (Obrigkeitsgläubigkeit) der Deutschen.

  2. Areopagitos

    Hierzu hat der Blog Ernstfall wissenschaflich dokumentiert:
    http://ernstfall.org/2013/10/27/migrantische-kriminalitat-desinformation-durch-behorden/

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