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Ausführlicher Bericht über BN-Zentrum

zuerstIn der Oktober-Ausgabe der ZUERST! wird unser »Zentrum für Jugend, Identität und Kultur« in Dresden auf einer Doppelseite mit Bericht und Interview vorgestellt. Zugleich geht Autor Johannes Sievert auf die Geschichte der Blauen Narzisse ein, die nächstes Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern wird.

Angefangen hatten wir 2004 als kulturelle Schülerzeitung für die Chemnitzer Gymnasien mit einer Startauflage von 300. Die Blaue Narzisse konnte sich von Anfang an über Anzeigen (hauptsächlich von Fahrschulen) sowie den Verkauf an den Schulen finanzieren. 2006 gingen wir dann ins Internet und gehörten zu den ersten nonkonformen Projekten, die das Web 2.0 mit Podcasts, Videos und einem Weblog nutzten.

Wir merkten recht schnell, daß unser Schwerpunkt auf dem Onlineangebot liegen muß, da wir hier unsere junge Zielgruppe am besten erreichen können. Trotzdem wollten wir hin und wieder etwas Gedrucktes unserer Arbeit in Händen halten.

Im Dezember 2007 erschien deshalb die erste Druckausgabe im Format DIN A4. Sie enthält ein Gespräch mit dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche, den meistgelesenen Artikel dieses Onlinemagazins (40.000 Klicks) »Revolution und Fotze« sowie unter anderem »Bornholmer Straße statt Lindenstraße«.

Danach haben wir im Jahr 2008 einen kompletten Jahrgang Druckausgaben herausgegeben. Im April ging es um die 68er, Gender und Ökologie. Im September um die Postmoderne und im Dezember um den drohenden Volkstod, den der deutsche Staat billigend in Kauf nehme. Weil uns damals das Portal Endstation Rechts stalkte, gehören diese Ausgaben wohl zu den medial am meisten rezipierten.

2009 stand dann unser fünfjähriges Jubiläum an. Im Vorwort schrieb ich damals:

Wenn wir auf fünf Jahre Blaue Narzisse zurückblicken, dann haben wir häufig den Eindruck, daß uns viele Menschen als Unkraut empfunden haben. Und vielleicht ist daran auch was dran, denn wir wachsen, ohne daß es die anderen wollen.

Das ist bis heute so geblieben. Nach dem fünften Geburtstag haben wir einen gemeinnützigen Förderverein gegründet, der über die Zeitschrift hinaus einen Jugendkulturpreis initiierte, der so fantastisch einschlug, daß daraus ein Buch entstand, auf das wir heute noch sehr stolz sind.

An der politischen Großwetterlage änderte sich über die Jahre hinweg jedoch nichts. Das stellt für uns durchaus ein Problem dar. Schon häufig fragten wir uns, ob es sich lohnt, über Jahre hinweg immer wieder dieselben Mißstände zu kritisieren? Oder ob es angesichts dieser anscheinenden Unveränderbarkeit der Lage nicht besser ist, nur noch interessante Gespräche zu führen, Bücher zu lesen und sich mit der Geschichte zu befassen?

Die Antwort gaben wir im Laufe des letzten Jahres mit den Thesen-durch-Fakten-Anschlägen: Pessismismus ist Feigheit! Nur wer Visionen entwickelt, darf auch klagen.

Wenn wir in den letzten Wochen hier im Weblog den Druck der öffentlichen Meinung auf das »Zentrum für Jugend, Identität und Kultur« geschildert haben, dann nicht, weil wir uns selbst bemitleiden wollen. Es geht um etwas viel Wichtigeres. Die ZUERST! hat dies in ihrem Bericht gut dargestellt:

Die Frage, wie lange sich das »Zentrum für Jugend, Identität und Kultur« halten kann, wird damit unfreiwillig zu einem Indikator für die Meinungsfreiheit in Deutschland. Legt sich die Aufregung recht rasch und der Seminarbetrieb läuft ohne Störungen an, wäre der Beweis erbracht, daß es auch mit nonkonformen Ansichten möglich ist, sich im Dresdner Bürgertum einzunisten. Tritt dieser Fall ein, hätte das »Zentrum« eine Vorbildfunktion für ähnliche Einrichtungen in anderen Städten. Gelingt es jedoch der linksextremistischen Antifa und der linken Presse, die Blaue Narzisse an ihrem derzeitigen Ort zu entwurzeln, würde dies bedeuten, daß die Meinungsfreiheit nicht viel wert ist, solange man auf der »falschen« Seite steht.

Nächste Woche werden wir für den Oktober-Gesprächskreis hier im Zentrum wieder 1.000 Flugblätter in der Nachbarschaft verteilen. Denn wir wollen eine Außenwirkung erzielen. Wir wollen die Nachbarn, auch wenn sie linksliberal sind, von der Richtigkeit unserer Ansätze überzeugen.

Unterstützen können Sie unsere Arbeit am besten mit einer Sofort-Spende oder mit einer PayPal-Spende an menzel@blauenarzisse.de!

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2 Kommentare zu “Ausführlicher Bericht über BN-Zentrum

  1. Alternativer

    »Zuerst« hat sich gut entwickelt. Was mir daran besonders gefällt ist die Berichterstattung über die Rechte außerhalb Deutschlands, z.b. über Arktos, sowie über konkrete Projekte, wie das in Dresden. Neben der »Sezession« und der »JF« ist »Zuerst« die beste Zeitschrift in der BRD.

    Wenn man allerdings die deutsche Publizistik mit der im Ausland vergleicht, schneidet das Ausland besser ab. Zwei Beispiele: The Occidental Quarterly und Radix. Das liegt wohl an der Gesetzeslage.

    Ich kann mich nur wiederholen: Spendet für das Projekt in Dresden! Nur die (finanzielle) Solidarität der Rechten kann es auf Dauer sichern.

  2. Die BN hat sich zum interessantesten Jugendprojekt im vorpolitischen Raum der BRD entwickelt. Anders als andere Projekte hatte man bei der BN die Weitsicht, sich auf ein wirklich gutes Konzept zu stützen und auch nicht vorschnell zu Expandieren. So ist ein wirklich sehr solides und stetig wachsendes Projekt zu einer Reife gelangt, die mit der Gründung der »Zentrums« in Chemnitz ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Heute kann man die Arbeit der BN mit den früheren Errungenschaften der SWG, des IfS und des SZ Weikersheim vergleichen. Ich wünsche dem BN-Team alles erdenklich Gute und das die Arbeit für Freiheit und Vielfalt weiterhin so viele Früchte trägt. Denn in Zeiten wie diesen ist es ungemein wichtig!

    „In der Zeit des Universalbetrugs ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat.“ – sagte schon George Orwell!

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