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Berliner Alltag

Liest man ausnahmsweise die aktuelle Kolumne von SPIEGEL-Kolumnist Georg Diez, gewinnt man den Eindruck, unser Staat habe sich letzte Woche überhaupt nicht erpressen lassen. Vielmehr unterstellt Diez ja fast einen Staatsstreich der Polizei:

Es ging auch nicht vor allem um die Polizisten in Kampfanzügen, die selbst zur Bedrohung wurden, vor der sie die Bürger zu schützen vorgaben. Ein dunkler Belagerungszustand, eine Normalität der Angst und der Aggression, die in der Drohung gipfelte, gegen den Willen der Politik abzuziehen, ein sträflicher Akt der Erpressung, mit dem die Polizei schutztruppenhaft ihre untergeordnete Stellung in der Verfassung aushebelte.

Nun hat sich das Trauerspiel rund um die Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg auch am Wochenende fortgesetzt. In der Pressemitteilung der Polizei wird das dann so beschrieben:

Polizisten im Görlitzer Park angegriffen – sechs Beamte verletzt

 

Polizeimeldung Nr. 1602 vom 06.07.2014
Friedrichshain – Kreuzberg
Bei Angriffen aus einer Gruppe von etwa 60 Personen heraus wurden gestern Nachmittag sechs Polizisten verletzt. Gegen 17.45 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei zum Görlitzer Park, da zu diesem Zeitpunkt etwa 20 Personen in eine Schlägerei verwickelt waren. Im Park eingetroffen, sahen die Beamten einen 25-jährigen verletzten Mann, der am Ohr stark blutete. Bei der nun folgenden Sachverhaltsklärung mischten sich zunächst mehrere Personen, die kurz zuvor an einer Demonstration von Neukölln nach Kreuzberg teilgenommen hatten, lautstark in die Ermittlungen der Beamten ein. Darüber hinaus stellte sich ein 22-jähriger Mann den Beamten in den Weg und störte sie bei der Sachverhaltsaufklärung. Nachdem die Polizisten ihn vergeblich des Platzes verwiesen hatten und die Behinderungen anhielten, zog ein Beamter den Störenfried zur Seite, woraufhin sich eine Personengruppe von bis zu 60 Personen in das Geschehen einmischte und die Einsatzbeamten attackierte. Aus der Gruppe heraus wurden zwei Fahrräder gegen die Beamten geschleudert, wodurch ein Polizist eine Kopfverletzung erlitt, die später in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Mit Unterstützung weiterer hinzugerufener Polizisten wurde die Personengruppe abgedrängt und zwei Männer im Alter von 32 und 46 Jahren sowie eine 33-jährige Frau festgenommen. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung und schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Insgesamt sechs Beamte wurden bei den Angriffen verletzt.

Gefilmt wurde das Geschehen auch (siehe unten). Hoffentlich kann sich jetzt jeder seine eigene Meinung bilden.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

5 Kommentare zu “Berliner Alltag

  1. Sicherheitsdienst Frankfurt

    Danke an die Polizei…100% Richtig gehandelt!!!!

    Ekelhaft das Berlin zu so einem Multikulti-Asylheim verkommen ist…

  2. Simon Elias

    Die Beamten haben für ihre Kühnheit meinen Respekt. Würden mich sechzig brüllende Neger mit einem Fahrrad bewerfen, könnte ich für das Steckenlassen meiner Schusswaffe nicht mehr garantieren…

  3. Es ist echt unglaublich: Linksfaschisten, links-grüne Ideologen, Alternative, Anarchisten und/oder irgendwelche Ökos setzen regelmäßig Autos unbescholtener Bürger in Brand, widersetzen sich der Polizei, um dann theatralisch* »Hört auf, ihn zu schlagen!« zu rufen, obwohl der Betroffene gar nicht geschlagen wird, werfen mit Steinen Fenster von kleinen und großen Läden ein, betreiben Vandalismus, besetzen Häuser, gehen gewalttätig friedliche Bürger an (wie zuletzt bei einer Demo gegen den Bildungsplan in BW), versuchen, Polizisten mit Steinen zu erschlagen, aber Politiker kämpfen gegen Rechtsradikale, weil »ganz Deutschland« ja aus Nazis besteht und diese Nazis zu »Abermillionen« im Land leben! Es ist einfach nur noch bizarr!

    (Das gleiche Spiel funktioniert übrigens mit Ausländern, die mehrheitlich aus dem islamischen Kulturkreis kommen. Diese sind auch häufig kriminell, bepöbeln unschuldige Menschen, so zum Beispiel in den öffentlichen Verkehrsmitteln, bedrohen, betreiben Vandalismus, schlagen, rauben und verbreiten Angst und Schrecken. Nicht zu vergessen die taliban-artig gekleideten Männer und vollverschleierten Frauen, die man zum Beispiel in Frankfurt am Main immer zahlreicher sieht. Aber nein, wir Deutsche sind alle Nazis. Daß Gewalt, Verfassungsfeindlichkeit und Verbrechen mehrheitlich von anderen verübt wird, interessiert nicht. Das ist einfach nur krank.)

    Wenn mich übrigens ein Polizist ermahnt, still zu sein und/oder den Personalausweis zu zeigen, mache ich das, denn ich habe noch Achtung vor Polizeibeamten und deren Arbeit. Ich empfinde die Polizei grundsätzlich als schützend, nicht als bedrohend. Als bedrohend wird die Polizei doch nur von Querulanten und Kriminellen empfunden. Ich habe immer nur gute Erfahrungen mit der Polizei gemacht, und zwar selbst dann, wenn ich in einer »Ausnahmesituation« war, so zum Beispiel in meiner Jugend und als junger Erwachsener; damals hatte ich einige Male mit der Polizei zu tun. Wie es in den Wald reinruft, so schallt es auch zurück.

    * Wie »theatralisch« so mancher sein kann, sieht man ja auch auf Aufnahmen, die bei einer AfD-Veranstaltung gemacht wurden. Da ließ sich auch ein taz-Photograph theatralisch zu Boden fallen, um zu lügen und zu betrügen, damit der Eindruck entsteht, ein Mitglied der AfD habe ihn zu Boden geschlagen. Dumm nur, daß diese Aufnahme eben zeigt, daß er sich von selbst fallen ließ, ohne daß ihn jemand berührte.

  4. Auch wenn ich nicht immer ein freund der Polizei bin, aber in der situation bin ich völlig einverstanden mit dem verhalten der Polizei.
    Wenn es nach mir gehen würde könntes noch etwas härter sein.

  5. Alexander

    Es ist mir allerdings unbegreiflich, weshalb die Polizei es nicht schafft, den am Boden Liegenden wegzuschaffen!?

    Gast:
    »Wenn es nach mir gehen würde könntes noch etwas härter sein.«

    Was heißt hier »noch härter«? Das Vorgehen war doch nicht hart (außer gegen den später am Boden Liegenden, wobei man auch bei ihm anscheinend vor mehr, aber angemessener Gewalt zurückschreckte, um ihn abführen zu können). Im Gegenteil sind die Polizisten erstaunlich ruhig geblieben, selbst nach dem Fahrradwurf.

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