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»Braut to be a Chemnitzer«

Eigentlich müßten wir ja froh sein, wenn eine Stadt den Lokalpatriotismus stärken will. Aber Chemnitz hat sich dabei mal wieder vergaloppiert. Ab dem nächsten Jahr sollen junge Menschen mit dem Spruch »Proud to be a Chemnitzer« ins sächsische Manchester gezogen werden.

Auf Sächsisch dürfte das »proud« allerdings eher nach »Braut« klingen. Die entsprechende Werbeagentur streicht für ihr Konzept 30.000 Euro ein und wir fragen uns, warum nicht auch ein deutscher Spruch (kein Slogan) für mehr Selbstbewußtsein hätte sorgen können.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

3 Kommentare zu “»Braut to be a Chemnitzer«

  1. Hallo Felix, wir haben eine ähnlich gelagerte Mail gerade an das Chemnitzer Rathaus geschickt. Immerhin haben alle hier in der Plauener Agentur herzlich gelacht. »Braud tu bi a gämnitzor« – macht die Stadt vielleicht trotzdem berühmt, wenn auch im ulkigen Sinne!

    Der Jens

  2. Eine stumpfe Werbekampagne hilft generell wenig. Nachhaltige Aktionen, die wirklich auf die chemnitzer Probleme eingehen sind gefragt. Ich finde den momentanen Shitstorm für diesen missglückten Kampagnenstart absolut berechtigt. http://proud-to-be-a-chemnitzer.de bringt das alles gut auf den Punkt.

  3. Oelschlegel, E-M

    Ich bin auch Chemnitzer, aber wenn ich das höre, bin ich nicht stolz sondern traurig.
    Mit Stolz hat das nichts zu tun, wenn man als Deutscher in Deutschland englisch spricht. Wenn man zeigen will, ich kann auch einen Satz englisch, ist das doch eher blamabel.

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