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Casa Pound

Ich bin heute von einer einwöchigen Italienreise zurückgekommen. Unter anderem habe ich Florenz, Rom, Neapel und Ravenna einen Besuch abgestattet. Fehlen durfte dabei natürlich keineswegs eine kleine Stippvisite beim rechten Hausbesetzerprojekt »Casa Pound«. Zu diesem Projekt ist in der Februar 2010-Ausgabe der Sezession ein ausführlicher Artikel erschienen.

Man muß nicht mit allen politischen Forderungen der Casa Pound einverstanden sein, aber trotzdem ist das Projekt wegweisend, weil es …

  • neue Maßstäbe zu einer rechten Ikonographie setzt (451, Schildkröte, futuristische Zitate, …).
  • lebenspraktisch ansetzt und mit wenigen Mitteln viel erreicht. Hauptziel des Projekts ist es, Lebensraum anzubieten. In dem besetzten Haus leben mehrere Familien mit Kindern, die gar nicht mal alle politisch sind. In der Casa Pound sieht alles noch etwas halbfertig aus und man pflegt ein sehr italienisches Ordnungsverständnis, aber es ist etwas in Bewegung. Im Keller z.B. können aufstrebende Bands günstig proben und CDs aufnehmen.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

15 Kommentare zu “Casa Pound

  1. Wofür steht die 451 denn?

  2. Toter Alter Mann

    Fahrenheit?

  3. güläträgär

    ?

  4. Nils Wegner

    @ Jan: Siehe »Fahrenheit 451″ von Ray Bradbury; zur Vertiefung außerdem der Casa Pound-Essay von Lichtmesz in der Sezession 34.

    Und zum Thema an sich: Ja, das ist sehr schön. Wer fährt mit mir hin? 🙂

  5. @lNils Wegner
    I chömti gärä mit!
    Häts no äs plätzli fräi?Auto?

  6. Und… die Mädchen, wie sind die so in Italien?

  7. güläträgär

    @penner
    Öppä so härzig wiä Du!

  8. Vinneuil

    »Und… die Mädchen, wie sind die so in Italien?«

    Super sind die! ^^

  9. Ausgerechnet Tamara de Lempicka als »futuristische Kunst«? Das soll wohl hoffentlich ein Witz sein…

  10. Petronius

    Tamara de Lempicka ist Futurismus »light«, »für Mädchen« sozusagen…

  11. Also, das einzig Futuritische an Tamara de L. ist, daß sie ab und zu ein Mädchen in einem Auto gemalt hat. :mrgreen:

  12. Petronius

    … und ein bißchen eckig und »metallen« im Look, aber das wars auch schon.

  13. Nils Wegner

    Danke, Harki. Das lässt natürlich alles in einem völlig neuen Licht erscheinen!

  14. Wozu fährt man nach Italien und schaut dann doch wieder bei den Nazis vorbei? Die gibt es auch anderswo. Dafür muss man nicht nach Italien.
    451 steht für die Bücherverbrennung der Nazis. Das wollen die Faschos in Italien jetzt wohl auch noch nachholen.
    Beim Kunstbegriff wurde »Futurismus« schon durch das naturalistisch gemachte blonde BDM-Mädchen abgelöst.

    Denen sollte man die Subventionen streichen, dann ist der Spuck bald vorbei und sie müssten arbeiten gehen.

  15. Tyler Durden

    Ja Rektum, deine Aussagen sind wahrlich für den Arsch.

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