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Christenmorde im Arabischen Frühling

(PM) Über 30 Menschen sind in den vergangenen Monaten z.B. in Ägypten getötet und mehr als 200 verletzt worden, als ägyptische Sicherheitskräfte mit äußerster Härte Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Kopten und angreifenden radikalen Muslimen beendeten. Kopten werfen den Sicherheitskräften vor, sich auf die Seite der muslimischen Extremisten gestellt zu haben, anstatt die Christen zu schützen. Ähnliches geschieht auch im Irak, wo vor kurzem in Mossul 4 junge Christen durch radikale Muslime ermordet wurden. Auch in Homs/Syrien sind vor kurzem ein Priester und 7 Christen durch radikale Muslime ermordet worden. Diese Gewalttaten im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ geschehen aus reinem Machtkalkül mit dem Ziel, dass die radikalen Muslime die Überhand in den Regierungen gewinnen wollen um den „Islam mit seiner Scharia“ einzuführen!

Morgen, am 24. März, 2012, findet in Mainz eine Mahnwache unter dem Motto „Warum schweigt ihr, kein Urlaubsort wo Christenmord“ statt. Der Grund ist die anhaltende Verfolgung von Christen weltweit. Schlagzeilen machen hier vor allem Länder wie Ägypten, Irak und Nigeria, aber auch zahlreiche weitere islamische Länder. Christen werden vertrieben, christliche Mädchen verschleppt, Konvertiten droht die Todesstrafe.

Die Organisatoren in Mainz appellieren in ihrem Aufruf an alle Menschenrechtsorganisationen, Politiker, Mitarbeiter der Medien und „all diejenigen, die für ein friedliches Zusammenleben und die Freiheit der Menschen im Alltag und bei der Religionsausübung stehen“, sie bei ihrer Mahnwache zu unterstützen. Als größte christliche Religionsgemeinschaft im Nahen Osten stellen die Kopten bis zu 15 Prozent der 79 Millionen Staatsbürger Ägyptens, in Syrien leben 3 Millionen Aramäer. Unter dem Regime von Hosni Mubarak waren sie im Parlament unterrepräsentiert. Vor allem in Oberägypten aber auch in Kairo und in Alexandria werden sie – oftmals mit Wissen und Billigung der lokalen Behörden – Ziel von Terror und Schutzgelderpressungen radikaler Muslime. Kirchen sind immer wieder Angriffsziele von Extremisten. Gleiches ist auch im Irak zu verzeichnen!

Auch nach dem Sturz der Diktatoren in Ägypten (Husnei Mubarak) und Irak (Saddam Husein) hat sich die Lage der Christen nicht verbessert, sondern verschlimmert. Mindestens 70 Kopten sind seit der Entmachtung Mubaraks bei Überfällen oder Auseinandersetzungen mit radikalen Moslems getötet worden, mehr als 500 Angehörige der Minderheit wurden verletzt und mehrere Kirchen niedergebrannt. Gleiches geschieht im Irak! Extremistische Moslems nutzen die neuen Freiräume, um gegen Angehörige der religiösen Minderheiten mit Gewalt vorzugehen.

Die in Deutschland lebenden Angehörigen der koptischen und aramäischen Gemeinden und ihre deutschen Unterstützer rufen daher unter dem Motto „Warum schweigt Ihr? – Kein Urlaubsort wo Christenmord!“ zu einer Mahnwache mit Info-Ständen auf: Samstag, den 24. März 2012 in Mainz von 10 bis 16 Uhr, vor der „Alten Universität“, rechte Rückseite des Theaters, Ausgang Seppel-Glückert -Passage.

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