Gesichtet

Deutschland wird immer dicker

Probleme, die wir früher noch nicht hatten: Da gibt es so einige. Parallelgesellschaften aufgrund massenhafter Zuwanderung, sinkende Geburtenzahlen und dutzende „Geschlechter“ mit den dazugehörigen Minderheiten, die sich diskriminiert fühlen. Ein weiteres Problem, das es früher so nicht gab, ist der Umstand, dass der Durchschnittsdeutsche immer dicker wird.

Jedem, der bisher das Gefühl hatte, von immer mehr dicken Menschen umgeben zu sein, ist hiermit gesagt: er hat recht. Und in der Tat. Schaut man sich die Statistiken an, so tun sich Abgründe auf. 2015 waren in Deutschland 67,1 Prozent der Männer übergewichtig. Bei den Frauen sieht es nicht besser aus. Hier waren es bis dato 53 Prozent. Über die Hälfte der Deutschen hat zu viel auf den Rippen. Darunter sind es 23,6 Prozent, die nicht nur übergewichtig sind, sondern als adipös oder fettleibig gelten.

Sprich, diese Menschen haben einen BMI (Body-Mass-Index) von mindestens 30. Was heißt das aber? Ein Beispiel: Der durchschnittliche Mann ist in Deutschland 1,78 Meter groß. Laut BMI darf er maximal 80 kg wiegen, um noch im Bereich des Normalgewichts zu liegen. Zwischen 81 kg und 96 kg gilt er als übergewichtig (präadipös). Ab 97 kg demnach als adipös. Das ist schon ordentlich zu viel. Für Frauen sind die Gewichtsspannen übrigens fast deckungsgleich.

Verdopplung der Übergewichtigen innerhalb von 15 Jahren

Aber so dick die Deutschen auch sein mögen – der Ami ist dicker. Da waren es 2015 schon 38,2 Prozent der Menschen, die als fettleibig eingestuft wurden. Das ist jedoch noch lange kein Grund, sich besser zu fühlen. Denn die prozentuale Zunahme in den letzten 20 Jahren ist noch viel besorgniserregender. So galten im Jahre 2000 gerade einmal zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland als adipös. Innerhalb von 15 Jahren hat sich die prozentuale Anzahl also verdoppelt! Bei so einem Anstieg will man gar nicht wissen, wie es in zehn Jahren hier aussieht. Denn der Anstieg ist nicht linear. Er beschleunigt sich vielmehr. So war zwischen 2000 und 2009 ein Anstieg um drei Prozent zu verzeichnen. Zwischen 2009 und 2015 waren es hingegen rund 8,5 Prozent.

Dieser Trend ist in nahezu allen Ländern der Europäischen Union zu beobachten. So waren der europäischen Statistikbehörde Eurostat zufolge 2014 über die Hälfte (51,6 Prozent) der EU-Bürger übergewichtig. Davon 15,9 Prozent fettleibig. Des Weiteren haben Untersuchungen ergeben, je bildungsferner die Menschen seien, desto eher neigen sie zum Übergewicht. Auch mit zunehmendem Alter wird die Neigung größer.

Übergewicht nach dem Krieg ein Fremdwort

Dabei sollte doch jedem klar sein, wie ungesund Übergewicht ist. Vor allem bei langjährigem Übergewicht sind die Folgen für Leib und Leben enorm. Laut dem 9th European Congress on Obesty haben vor allem Menschen mit Adipositas ein dreimal höheres Risiko an Diabetes Typ 2, Gallenblasenerkrankungen, Bluthochdruck oder Stoffwechselstörungen zu erkranken. Auch Herzinsuffizienz, Arthrose und Gicht und bestimmte Krebserkrankungen, wie Brustkrebs oder Gallenblasenkarzinomen, gehören in den Katalog der Folgen von Fettleibigkeit. Ebenso klagen viele übergewichtige Menschen über Rücken- und Gelenkschmerzen. Logisch: Gelenke sind auch nur für ein bestimmtes Maximalgewicht konstruiert. Auch haben übergewichtige Menschen eine niedrigere Lebenserwartung.

Aus Erzählungen der Großeltern weiß man, dass nach dem Krieg Übergewicht ein Fremdwort war. Schließlich gab es kaum genug zu beißen, um satt zu werden. Dann kam aber das sogenannte Wirtschaftswunder und mit ihm der Wohlstand. Nun konnte geschlemmt werden. Fleisch war in Hülle und Fülle vorhanden. Hinzu kam der Umstand, dass nun immer mehr Produkte des „american way of life“ zu uns importiert wurden: Coca Cola und Big Mac. Denn vielen mag es nicht bewusst sein. Aber die Dickmacher sind vor allem die ganzen Limonaden oder Soft-Drinks. Hinzu wurde die Arbeit in vielen Sektoren durch zunehmende Mechanisierung und dann Vollautomatisierung immer leichter. Bewegung war und ist Mangelware. Nicht umsonst erfreuen sich Apps, die Schritte zählen und Tagesschrittkontingente ausschreiben, einer zunehmenden Beliebtheit.

Fitness-Studio und Übergewicht

Aber nicht allein das Überangebot von Essen ist dafür verantwortlich, dass unsere Nation immer fetter wird. Man sagt: Sport begünstigt das Abnehmen. Dazu gehört aber auch das Schütteln des Kopfes, wenn Essen angeboten wird. Soll heißen, die Deutschen haben wohl in zunehmendem Maße keine oder nur geringe Ansprüche an die eigene Gesundheit. Ein Laisser-faire hat sich breit gemacht und sorgt dafür, dass zwar die Muckibuden wie Pilze aus dem Boden schießen, gleichzeitig jedoch der Anteil an fettleibigen Menschen in der Bevölkerung immer weiter steigt. Und da kann niemand behaupten, diese Menschen seien alle stoffwechselkrank.

Fazit: Wir bewegen uns zu wenig und essen zu viel und zu ungesund. Ja, auch Soja ist ungesund. Diversen Untersuchungen zufolge soll Soja Demenz fördern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Auch protegiert der Verzehr von Soja Fruchtbarkeitsstörungen. Gesund leben heißt jedoch natürlich leben. Unser Lebensstil ist jedoch alles andere als natürlich.

Bild: Pixabay


2 Kommentare zu “Deutschland wird immer dicker

  1. Berichtet mal lieber über den #Magerwahn statt über 120kg HANDELBANK; DIE DADURCH DIE ANTIFA ÜBERRENNEN KÖNNEN!

    Mager – Wahn 2019 (wenn ich das Gefühl habe, ein Skelett zu fic..) Igitt

    https://vk.com/dbrehms?z=photo493476786_456246133%2Fwall493476786_15968

  2. An der Diskussion um die gesundheitlichen Auswirkungen von Übergewicht möchte ich mich mangels Kompetenz nicht beteiligen. Nur soviel: Der BMI allein ist wenig aussagekräftig, man muss zumindest auch die Menge und Art des Bauchfetts beim jeweiligen Patienten in die Überlegungen miteinbeziehen. (Das betont z. B. Udo Pollmer.)

    Ich glaube, dass das herrschende Schönheitsideal bereits eine Auswirkung der modernen Verheinheitlichungstendenz ist. Man will keine Vielfalt an Körpertypen (dick, dünn, klein, groß) mehr zu zulassen, sondern nur noch den durchschnittlich schlanken Einheitsmenschen.
    Es sollte zu denken geben, dass der BMI ursprünglich zur statistischen Bewertung von Gesamtpopulationen verwendet wurde, nicht zur Bewertung der Gesundheit Einzelner, und dann von einer Versicherung zur Risikokalkulation eingesetzt wurde: https://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index#Geschichte
    Inwieweit Gesundheit überhaupt mit einheitlichen Daten messbar und auf diese Daten reduzierbar ist, wäre sicherlich einige kritische Überlegungen wert. Insgesamt geht mir der Artikel zu sehr dem Zeitgeist auf den Leim.

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