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Die »Kanacken« der Rechten: Was helfen einem solche »Verbündeten«?

Es darf keinesfalls der Eindruck entstehen, unsere Kleine Reihe zu den größten Fehlern der Konservativen würde sich nur gegen rechtskonservative Kleinparteien richten. Diese Reihe haben wir gestartet, weil wir selbstkritisch mit eigenen Irrwegen aufräumen wollen. Wir sind weit weg davon, uns von irgendjemand zu distanzieren. Aber es muß uns gestattet sein, Idioten Idioten zu nennen. Ich bin heute wieder auf ein paar besonders große Idioten gestoßen und habe mich dabei gefragt, wozu wir eigentlich noch politische Feinde brauchen, wenn wir solche »Verbündeten« haben. Es geht mir um das Projekt »Einzelfaelle.net«. Aus beruflichen und privaten Gründen wurde gestern dieses Sammelprojekt über Fälle von Ausländerkriminalität geschlossen. Die anonymen Initiatoren, die mit der Aufklärung von Verbrechen ursprünglich eine sehr löbliche Idee verfolgt haben, verkündeten ihre Entscheidung in einer menschenverachtenden Art und Weise, die das völlige Fehlen von Anstand offenbart:

Unsere Entscheidung hat nichts, aber auch gar nichts mit Linken, Roten, Rechten, Braunen, Grünen, Lilablassblauen oder sonstig gefärbten Juchtenkäferfetischisten, Rosettenlutschern, Ziegenfickern, Kameltreibern, Kanacken, Hackfressen, Ölaugen, Niggern oder Zigeunern, um nur einige zu nennen, zu tun, sondern liegt einzig und alleine im privaten wie auch beruflichen Umfeld begründet.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

8 Kommentare zu “Die »Kanacken« der Rechten: Was helfen einem solche »Verbündeten«?

  1. Das ist so herrlich herablassend inkorrekt, dass es einfach nur noch witzig ist! Die Rechten müssten auch mal lachen können, und nicht erst nach einigen Bierjungen am örtlichen Bismarckdenkmal. Weniger Homer, mehr Humor!

  2. Marco Reese

    Zwischen Humor und Primitivität besteht durchaus ein nennenswerter Unterschied.

  3. Gerade der geschulte Geist vermag mit zunehmender Distanz noch allem einen gewissen Unterhaltungswert abzuringen. Wer über das Primitive nicht lachen kann, entlarvt damit nur seinen Habitus als vorgespielt, setzt sich doch alle höhere Gesittung aus Erfahrung und Entwicklung niederer zusammen, und vermag das Niedere also nur ein wahrhaft hochentwickeltes Individuum ebenso nachvollziehen wie die anspruchsvollen Gegenstände seiner Gedankengrenzen.

  4. vollkonservativ

    Das ist das Wichtigste: bloß nie unter die Gürtellinie schlagen, immer schön zurückhaltend und brav sein, am besten wie einst Loriot, so schön auf Gymnasiasten- und Mönchsklosterart – nicht wahr?
    Man ist ja so wohlgesittet und will sich irgendwann mal eines Rittergutbesitzes würdig erweisen. Man sieht sich schließlich als elitärer Neodandy, als edelhaft ruhiger Geisteskrieger im deutsch innerlichen Kampf gegen eine dekadente Welt, den Planeten der Affen, begriffen.
    Aber nachts dann schön auf Youporn.com gucken, wie ein Hund mit einer Blondine intim wird, jedes Wochenende besoffen in der Stadt randalieren und eine heiße Biene nach der anderen abschleppen – natürlich alles ganz aristokratisch, die Triebe müssen leider befriedigt werden, aber immerhin mit Anzug und Krawatte dabei.
    Vermutlich müssen diese Leute jedoch nie im Leben pissen und kacken; die sind so was von rein und ewigfrisch, sie sind dieser Fäkalien einfach überdrüssig geworden. Huch, welch primitive Wörter, nein, wie niveaulos für unser aller Studiosus-Argusaugen! Daß es diese Afterwörter überhaupt gibt in der Sprache der Dichter und Denker, welche beim Literaturverfassen immer Zewatücher im Schlepptau führten!

    Aber mal im Ernst: Das verbale herointellektuelle Supermenschentum, stets als selbstherrliche Heuchelei (oder sagen wir: selbstherrlichen Irrtum, denn oft merken die gar nicht, wie menschlich, also schwächlich sie sind) entlarvt, wirkt furchtbar unsympathisch.
    Das kommt bspw. auch in Euren »Hundert Zeilen Haß« zum Ausdruck, dessen Autor den Haß auf alles Mögliche, nur nicht auf sich selbst und seine eigenen Schwächen zur Sprache bringt.
    Wir sind alle Teil dieser zeitgemäßen Verfallsgesellschaft, das muß endlich klar werden. Auch der durchschnittliche Rechte/Konservative/Nationale ist weder ein Weiser noch ein Lehrer, der einen Pöbel oder einen Schüler unter ihn hat, den er im Überlegenheitston Predigten über eine höhere Moral/Ethik und ein ungeschriebenes Benimmreglement halten kann.
    Es sind aber gerade junge Schreiberlinge bei der JF und der BN, die regelmäßig in eine Art Altherrenrausch fallen und indirekt von der Dummheit, Böswilligkeit und Schlechtartigkeit ihrer Generation schwafeln, die anscheinend naturgegeben sind. Ein Naturgesetz, dem die Schreiberlinge selbst freilich nicht anheimfielen, weil sie kräftige Gene mitbekamen, die ihnen die Fähigkeit verlieh, Spengler und das ganze gebotene Paket des Immerheiligen lesen zu können.
    Das ist doch abstoßend, dieser Gestus, Duktus oder Habitus des ambitionierten Rechtsintellektuellen.
    Bezieht Euch doch mal selber mit ein, wenn Ihr über Humorprimitivlinge und dergleichen degenerierten Untergangskollegen sprecht; das wäre was Neues und subversiv, obendrein hätte es etwas Gemeinschaftliches! Der Elfenbeinturm- und Rautenklausevorwurf könnte Euch nicht mehr so leicht anhängen, wie er es momentan zu Recht tut.
    Ach nein, als feines Kerlchen hat man sich abzugrenzen; man trägt schließlich eine weiße Weste, die unmöglich beschmutzt werden darf, so das Motto des Selbstunbewußtseins eines Reiters mit hohem Rosse.

  5. nachzuvollziehen*

  6. Felix Menzel

    Anonym läßt es sich sehr leicht über die »Kanacken« und »Ziegenficker« herziehen. Wenn ihr das schon für die richtige Ausdrucksweise haltet, dann schreibt doch bitte euren richtigen Namen drunter und seid so anständig wie Horst Mahler, der für seine Meinungen auch Haftstrafen absitzt.

  7. Hat Gott auch nicht alle Mitstreiter mit solcher Eloquenz und Vornehmheit ausgestattet, haben sie doch die gleichen Sehnsüchte, Wünsche und Ziele wie unsereins, und leisten sie doch sogar ihren Beitrag, auf dass es noch einmal besser um die Deutsche stehe in Zukunft. Sie nun zu tadeln, wo sie ihre Heimat von Ziegenfickern, Kanaken und Hackfresen überflutet sehen, zeugt nicht nur von Unverständnis ob der Stärke durch Zusammenhalt, sondern auch von einer Gefühlskälte und Humorlosigkeit, die viel mehr die Frage aufwirft, ob der werte Autor selbst womöglich den Ernst der Lage noch nicht begriffen haben mag? Und dass einem ob solchen Gefühlsausbrüchen Gefängnis drohen kann, und dies dem Autor auch bewusst sein sollte, lässt außerdem den Schluss zu, er möchte vielleicht doch alle heißblütigen Rechten am liebsten im Gefängnis sehen? Nicht weniger hätte seine Forderung zufolge…

  8. Nils Wegner

    Müßige »Diskussion«.

    Wer sich im Netz der sprachlichen Kraftmeierei hingibt, im realen Leben aber allenfalls nach dem zehnten Bier zu dieser seiner – anscheinenden – Meinung steht, liefert ein (weiteres) Paradebeispiel mangelnder Integrität und ist niemand, mit dem ich auf eine Stufe gestellt werden wollen würde. Auf eine derartige »Gemeinschaft«, lieber »vollkonservativ«, kann ich dankend verzichten; dann lieber gar keine »Gemeinschaft«.

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