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Die Kompetenzen der Klimaschützer

Heute kam der neue Cicero. Es handelt sich thematisch betrachtet um eine der besseren Ausgaben. Bernhard Schlink siniert im Interview über Deutschland – 20 Jahre nach der Wende, es gibt ein recht interessantes Literatur-Spezial, Wilfried Scharnagl, ein Weggefährte von Franz Josef Strauß, schreibt über »Das konservative Defizit« und in einem weiteren Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob Deutschland nach rechts rückt.

Auch ist es schön, daß uns das politische Monatsmagazin die Politiker näherbringt, die wirklich Macht haben. Ruth Reichstein stellt »Europas Klimahüterin« vor und kommt zu beeindruckenden Ergebnissen:

Connie Hedegaard gilt als Überzeugungstäterin. Sie ist eines der wenigen Kommissionsmitglieder, die einen Posten übernommen haben, von dem sie tatsächlich etwas verstehen. »Sie kokettiert nicht. Sie ist engagiert, und der Klimaschutz ist ihr eine Herzensangelegenheit. Davon bin ich überzeugt«, sagt etwa die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament, Rebecca Harms.

Hedegaard hat übrigens Literaturwissenschaften und Geschichte studiert. Sie kennt sich also im Reich der Fabeln bestens aus. Nun sind die meisten von uns wahrscheinlich auch keine Klimaexperten und können nur mutmaßen, wie gefährlich die »Klimakatastrophe« wirklich ist. Um nicht ganz im Dunkeln zu tappen, haben wir deshalb vor längerer Zeit einen Geographie-Studenten über den Klimawandel schreiben lassen. Ich vermute, er kennt sich mit den Fakten besser aus, als die sicherlich sehr literarische Frau Kommissarin.

Die Lobeshymne von Ruth Reichstein geht aber noch weiter:

Sie hat ein offenes Ohr für alle, trifft nicht nur Staatschefs, sondern auch Vertreter von Gewerkschaften, die Industrie- und die Umweltschutzverbände.

Das ist aber lieb von unserer Klimahüterin. Joris den Blanken von Greenpeace lobt im weiteren Verlauf dann auch noch die »sehr informelle Umgangsart« von Hedegaard. Was heißt das nun praktisch? Ende August erschien eine Studie über grünen Lobbyismus in Brüssel. Daraus geht hervor, daß sich die »Green 10″, die zehn einflußreichsten Umweltorganisationen, überwiegend durch EU-Gelder am Leben erhalten. Das CEE Bankwatch Network zum Beispiel bezieht 64 Prozent seiner Einkünfte direkt aus Brüssel.

Das sind die harten Fakten. Literatur dagegen darf weiter weich sein und sich mit »Herzensangelegenheiten«, »offenen Ohren« und »informellen Umgangsarten« beschäftigen.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

3 Kommentare zu “Die Kompetenzen der Klimaschützer

  1. Dr. Möbius wusste bereits, dass das nicht gut gehen kann, wenn Weibchen ihre Herzensangelegenheiten zum Maßstab für gesellschaftliche Prozesse nehmen.
    http://de.wikisource.org/wiki/%C3%9Cber_den_physiologischen_Schwachsinn_des_Weibes

    Hehe, insofern ein altes Problem.

  2. (…)Ich meine, man könne die sogenannte Culturarbeit der Eroberung eines Landes vergleichen, denn beide fordern Opfer, und wie die Soldaten fallen, so gehen die Cultur [8] förderer der Art verloren. Der Reichthum des Geschlechtes wächst auf Kosten Derer, die ihn erwerben. Opfer soll man nur bringen, wo es sich lohnt. Wollte man eine Armee aus den Schwachen bilden, so würde man sehr viel Verluste und wenig Gewinn haben. Wollte man die Culturarbeit von den Weibern verrichten lassen, so wäre auch der Schade gross, der Nutzen klein. Was für den Männerkopf massige Anstrengung ist, das ist für den Weiberkopf Ueberanstrengung, und trotz aller Anstrengungen werden die weiblichen Leistungen, wie auch Oda zugiebt, den männlichen nie gleich werden. Ein grosser Mann kann Unglaubliches leisten, und wenn seine Nachkommenschaft nichts taugt, so ist der Schade verhältnissmässig gering. Alle intellektuellen Weiber, die bisher gelebt haben, haben nicht so viel geleistet wie ein einziger grosser Mann, und doch sind sie fast alle geschädigt worden, und ihre Nachkommenschaft ist es auch. Der schlimmste Schade ist natürlich die Unfruchtbarkeit, wenn sie grosse Dimensionen annimmt. Darauf komme ich gleich, aber vorher muss ich die Ungerechtigkeit, die Oda gegen mich begeht, hervorheben. Sie stellt die Sache immer so dar, als wünschte ich stumpfsinnige Weiber, und sie gebraucht das Wort Schwachsinn im landläufigen Sinne ohne meine Definition des physiologischen Schwachsinnes zu berücksichtigen. Ich wäre ja ein Esel, wenn ich dumme Weiber verständigen und thatkräftigen vorzöge. Dass ich das Scherzwort von „gesund und dumm“ citirt habe, wo dumm soviel heisst wie ungelehrt, das sollte doch eine so kluge Frau wie Oda Olberg nicht veranlassen, mir den gräulichsten Unsinn zuzutrauen. (…)

  3. Dass Bildung am unrechten Orte dumm macht, und dass die modernen Forderungen dazu geeignet sind, aus klaren und tüchtigen Naturkindern überspannte Gänse zu machen, das ist meine Meinung. Einen guten Unterricht (d. h. nicht den der sogenannten höheren Schulen), Belehrung über das, was dem Weibe zu wissen frommt, und Erweiterung des Gesichtskreises in vernünftiger Weise, das wünsche ich allen Mädchen von Herzen, denn das alles lässt sich erreichen, ohne dass Verstand und Gesundheit leiden. Aber bei alledem würde der physiologische Schwachsinn bestehen bleiben, d. h. der natürliche Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen, Geiste. Wären die Weiber so klug, wie ich es wünsche, so könnten sie das ganz gut verstehen. Auf den Einwurf, dass, wenn der physiologische Schwachsinn existirte, alles Reden unnütz wäre, weil der Mangel an Erfolg die „Frauenbewegung“ widerlegen würde, will ich noch einmal Folgendes erwidern. Ich glaube in der That, dass im Ganzen der Erfolg Null sein werde, sofern die weiblichen Leistungen den männlichen gleich gemacht werden sollen, aber dieser negative Erfolg ist nur durch grosses Elend zu erzielen. Unter den „Strebenden“ sind zwei Klassen zu unterscheiden. Die Führenden sind Entartete, sie haben (wenigstens im Geistigen) einen Theil der secundären männlichen Geschlechtsmerkmale, d. h. bestimmte Talente und Drang nach Freiheit. Ihnen sollte man ihren Weg erleichtern, denn sie sind einmal da, und ändern kann man sie nicht, also würde die gewaltsame Zurückhaltung grausam sein. Sie werden nichts Besonderes leisten, aber in ihrer mannähnlichen Thätigkeit doch die eigene Befriedigung finden. Die Mehrzahl aber besteht aus Mädchen, die die Mode mitmachen, oder denen die Entarteten ihre Suggestionen eingepflanzt haben. Sie sollte man retten, denn sie richten nicht nur Schaden an, sondern erleiden selbst den grössten Schaden, und leiden um so mehr, je weiter sie von ihrem natürlichen Wege abkommen.

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