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Die taz, die Linken und das Asylbewerberheim

Es ist einfach immer wieder schön, wenn die Linken von der Wirklichkeit eingeholt werden, auf einmal eine 180-Grad-Wendung hinlegen und in eine ganz andere Richtung marschieren. In der taz stand gestern über ein geplantes Asylbewerberheim in Bremen:

Mit Bioläden, Latte Macchiato-Lounges und ehemals besetzten Häusern gilt „das Viertel“, wie es in Bremen heißt, als Szene-Perle. StudentInnen, LehrerInnen und AkademikerInnen haben es sich hier eingerichtet. 60 AsylbewerberInnen sollen nun hinzukommen, in einem Übergangswohnheim in der Eduard-Grunow-Straße.

Wo ist da eigentlich das Problem? Handelt es sich nicht nach linker Denkart um eine »Bereicherung«?

Gegen Flüchtlinge hätten sie nichts, das wurde von den 150 NachbarInnen auf der Beiratssitzung oft betont. Da gebe es kein Aber. Aber: Einmal seien dem Enkel einer Anwohnerin von einem „Schwarzafrikaner“ Drogen angeboten worden. Einen anderen Nachbarn sorgte, dass die Flüchtlinge sich womöglich draußen aufhielten, es somit zu Ruhestörungen kommen könnte.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

5 Kommentare zu “Die taz, die Linken und das Asylbewerberheim

  1. Herzlichen Dank für den Link. Hat mich, zugegeben, sehr unterhalten – vor allem die Kommentare.

  2. Rechthaber

    Herrliche Sache.
    Die TAZ-Kommentatoren haben keine anderen Probleme, als sich darüber zu ängstigen, daß die auf dem anderen politischen Ufer Stehenden ja wundersamerweise doch recht haben könnten.
    Und die Bionadeszenetypen, die noch kein Asylbewerberheim in ihrem »Künstlerviertel« aushalten müssen, bezichtigen ihre wohl ehemaligen GenossInnen des rechten Gedankenguts – wahrscheinlich so lange, bis sie die realen Auswirkungen ihrer ideellen Welt genauso erleben wie die eben noch verteufelten Bösgutmenschen.

  3. In Leipzig verhält es sich fast gleich. Auch hier haben die Grünen und Roten gegen den eindeutigen Willen des Bevölkerung beschlossen, dass neue Heime inmitten von Wohngebieten der eher sozial schwachen deutschen Bevölkerungsschichten erreichtet werden: In Reudnitz, Wahren, Eutritzsch und Grünau.

    In den Vierteln aber, wo der rote und grüne Abschaum wohnt, – also in Schleußig, Plagwitz und Connewitz – werden selbstverständlich keine Heime hinkommen.

    Und unvermeidlich wird es so kommen, dass es die einfache, eher arme deutsche Bevölkerung sein wird, die die katastrophalen Folgen dieser unverantwortlichen Politik am eigenen Leib zu spüren bekommen wird.

    Was hier und anderswo in Deutschland geschieht ist Verrat und Versündigung an den Ärmsten und Schwächsten des deutschen Volkes, deren Leben in dieser BRD heute ohnehin nur mehr täglicher Überlebenskampf ist! Verrat am kleinen Mann – das ist linke Politik 2012!

  4. Tja, auch ich konnte die Häme nicht unterdrücken. Sie müssen ihr eigenes Gift schmecken.

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