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»Diskriminisation« – Polizei- oder Ausländergewalt?

In Hamburg ist es in den letzten Tagen hoch hergegangen. Der Anlaß: In der Nacht zu Donnerstag auf Freitag gerieten junge Moslems mit der Polizei aneinander. 16 von ihnen wurden festgenommen. Schon in dieser Nacht solidarisierten sich die Anwohner mit den Jugendlichen. So war es auch in den letzten Nächten.

Die taz schiebt nun den Schwarzen Peter der Polizei zu:

Die muslimischen Kinder und Jugendlichen, die sich im Fastenmonat Ramadan nach Sonnenuntergang am Kiosk »Azra« treffen, um dort gemeinsam zu essen, seien von den Beamten überrascht worden. Grundlos hätten sie die Jungen umstellt, um ihre Ausweise zu kontrollieren.

Glaubt man der BILD, war das Vorgehen der Beamten nicht ganz so grundlos. Die Polizisten wurden mit Laserpointern provoziert. Die Gegenwehr der Polizei darauf wurde schließlich über das Wochenende hinweg mit Steinen und angezündeten Autos beantwortet.

Das Resultat der Auseinandersetzungen der letzten Tage beschreibt eine Mutter gegenüber der taz so:

Die Polizei treibt unsere Kinder dahin, dass sie sich nationalisieren.

Sucht euch aus, welcher Version ihr glaubt. Auf jeden Fall hat das, was hier geschieht, Hans Magnus Enzensberger in seiner Schrift Aussichten auf den Bürgerkrieg früh prognostiziert. Gegengesteuert wurde bis jetzt nicht.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

3 Kommentare zu “»Diskriminisation« – Polizei- oder Ausländergewalt?

  1. Udo Ulfkotte
    Die Welle der Gewalt, die sich derzeit in Großbritannien entlädt, kommt so überraschend wie der Wechsel der Jahreszeiten. Und sie ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in allen europäischen Ballungsgebieten in den kommenden Monaten erwartet. Von London aus griffen die Unruhen, Brandschatzungen und Plünderungen jetzt auch auf Birmingham, Liverpool und Bristol über. Nicht nur das europäische Großlager von Sony steht in Flammen. Weil die Polizei völlig überfordert ist, droht in den Unruhegebieten der Einsatz der Armee. Der zugewanderte Mob zwingt ethnische Briten auf den Straßen dazu, sich auszuziehen und ihm die Kleidung auszuhändigen. Und er verbreitet Aufrufe, Polizisten zu ermorden. Die deutschsprachigen Medien nennen die Gewaltorgie der Zuwanderer »soziale Proteste«. Der Probelauf für die Sicherheit der Olympischen Spiele 2012 endete im Desaster. Und nicht nur Peking warnt jetzt vor Reisen nach Großbritannien.

  2. Mag. Peter Holzgethan

    Es macht nichts, wenn die Polizei 16 dieser Rangen verhaftet, die Justiz lässt sie ohnedies wieder frei. Das ist leider das ewige Gesellschaftsspiel.

    P.H.

  3. Mir ist der Bericht zu einseitig.
    Warum lässt man nichtmal die Polizisten zu Wort kommen sonedrn kontentriert sich ausschließlich auf den pöbelnden Mob.
    Zumal…, es ist schon erstaunlich dass die jungen Moslems da nichtmal wirklich erklären können, was der Ramadan ist und welche Regeln dafür tatsächlich gelten.
    Als Nachhilfe dür den »Diskriminisation«-Sprecher, während des Ramadan darf von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken werden (Ausnahmen für Schwangere Frauen und Kranke mal außen vor).
    Nicht, wie er so lustig äussert, »von Morgens bis Abends«. *zwinker*

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