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Dresden 1945. Dresden 2010

DresdenZum 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens haben Links-, Rechts- und Zivilcourage-Extremisten große Demonstrationen durch Elbflorenz angekündigt. Mittels einer Änderung des Versammlungsrechts wollte die Landesregierung das Konfliktpotential am 13. Februar eindämmen und nur stationäre Kundgebungen jenseits historischer Orte wie der Frauenkirche zulassen. Vor wenigen Tagen errang der Trauermarsch der »Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland« (JLO) vorm Dresdner Verwaltungsgericht jedoch einen Sieg und darf zum gegenwärtigen Zeitpunkt durch die Innenstadt verlaufen.

Unerwartet große Probleme hatte die linke Gegenseite bei den Demonstrationsvorbereitungen. Plakate von ihnen wurden beschlagnahmt und ihre Netzseite kurzerhand gesperrt.

BlaueNarzisse.de wird mehrschichtig über den 13. Februar berichten:

  • Erstens gilt es, die historische Situation von 1945 zu beleuchten. Dazu wird morgen ein Interview mit dem Historiker Stefan Scheil erscheinen.
  • Zweitens werden wir am 13. Februar aus Dresden berichten.
  • Drittens: Wir werden die Frage stellen, ob es Alternativen zum politisierten Gedenken gibt.

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9 Kommentare zu “Dresden 1945. Dresden 2010

  1. Nils Wegner

    Wahnsinnig witzig ist übrigens, dass die inkriminierten Plakate nun in ganz Deutschland zu finden sind, nur in Dresden nicht mehr…

  2. Naja, komm mal nach Dresden.^^

  3. Nils Wegner

    Ich würde ja gern… :<

  4. »Zum 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens haben Links-, Rechts- und Zivilcourage-Extremisten […]«

    Ob die JLO, teilnehmende Burschenschaften, Dresdner Bürger (letztes Jahr würde ich deren Prozentsatz am Sonnabend auf mindestens 10% schätzen, immerhin 700 also), sämtliche »parteifreie« Strukturen, Einzelpersonen und alle Sympathisanten und Mitglieder der NPD per se »Extremisten« sind, bleibt doch fraglich.
    Wenn dies auch wissenschaftlich diskutierbar ist, bleibt das würdige Gedenken der letzten Jahre nun wirklich dem Trauermarsch der JLO & Freunde vorbehalten. Der Staat, in diesem Fall vertreten durch die Stadt Dresden, feiert(e) lieber alkoholisiert bei Rockmusik und Bratwürsten ein Fest gegen Rechts. Ein Fest am Tage dieses Zivilisationsbruches, chapeau!
    Alles weitere wurde ja bereits in der Kommentarspalte der Sezession von Arne Schimmer und Andi gesagt. (Unter dem unsäglichen Artikel von Martin Lichtmesz, den ich sonst eig. sehr schätze, schade.)

  5. Felix Menzel

    @ Jan P.
    Ich will auch keinesfalls behaupten, daß alle Teilnehmer des Trauermarschs Extremisten sind, genauso wenig wie alle Teilnehmer der anderen Demos unbedingt Extremisten sein müssen.

    Wie schon mehrfach an anderer Stelle dargelegt, halte ich den Begriff »Extremist« sowieso nur für jene Leute anwendbar, die Gewalt anwenden.

    Aber in einem Weblogbeitrag müssen doch auch mal saloppe Formulierungen verziehen werden.

  6. Ja, es sei erlaubt in diesem Kreise, darauf hinzuweisen, dass zu dem Thema bereits eine sehr substantiierte Diskussion auf

    http://www.sezession.de

    läuft.

  7. Ich war auch schon mal dabei und würde es wieder tun, wenn ich nicht durch die ganze Republik düsen müßte. Fand die Veranstaltung sehr würdig und keinesfalls ließ sich der Kreis als lauter Extremisten abtun. Die Diskussion auf Sezession.de ist hirnrissig und die Fronten klar, weshalb ich sie auch müßig finde.

  8. Gedenken und Gedanken zu Dresden
    http://wp.me/pzNay-4s

    Reflexioen zu den Positionen westlich gewendeter Kommunisten 😉

  9. An Felix:

    Im hiesigen NPD-Bus sind noch wenige Plätze frei. Solltest du also über noch keine Mitfahrgelegenheit verfügen, kontaktiere bitte deinen regionalen Ansprechparter der Kategorie »Rechts«. Abfahrt wäre glaube ich 8.18 Uhr in Mittweida. 😉

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