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Dresden – JLO-Trauermarsch

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

19 Kommentare zu “Dresden – JLO-Trauermarsch

  1. Für WordPress gibt es gute Gallerie-Plugins. Dieses hier ist doch etwas umständlich und die Bilder könnten auch ruhig größer sein.

  2. antiantifa

    ABGRENZEN!! OH BITTE ÁBGRENZEN!!! IHR HABT SO VIEL ZU VERLIEREN

  3. Lukas: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten. 🙂

  4. Nils Wegner

    @ Lukas:

    Mit Verlaub, aber langsam ist’s gut. Wer selbst von »Abtreibungsholocaust« schreibt, sollte sich in puncto »hanebüchene Vergleiche« lieber bedeckt halten.

  5. Die JLO-Veranstaltung war kein »Trauermarsch«. Daß die Blaue Narzisse diese Bezeichnung einfach so übernimmt, zeigt mal wieder, daß Ihr im Prinzip mit Konservatismus nichts zu tun habt.

  6. Nils Wegner

    @ Beppo:

    Bodenlos dumme Beweisführung – Weggetreten.

  7. »Wir gedenken den Opfern« – ohne Worte. Aber die ganze Berichterstattung (nicht von der BN) zeigt mal wieder, mit welchem Maß in diesem Land gemessen wird.

  8. Wahr-Sager

    Wer friedliche Menschen als »Nazis« verunglimpft und somit mit Verbrechern gleichsetzt, hat es nicht verdient, »Demokrat« oder gar »Antifaschist« genannt zu werden.

  9. Nils Wegner

    @ Lukas:

    »holokauston« = griech. »Ganzverbrennung«/«Ganzopfer«/«Brandopfer«.

    Muss ich, glaube ich, nicht mehr zu sagen.

    Und was die NPD angeht: Korrekt. Aber da marschierte nun mal nicht nur die NPD. So einfach ist das.

  10. L'ancien régime

    Die Vergleiche sind nicht absurd, sondern angesichts des alliierten Vernichtungswillens völlig angemessen.

    Desweiteren möchte ich auch teils einen schon vorgestern veröffentlichten Blogbeitrag kommentieren, dessen Verfasser sich über die Themenwahl Björn Clemens‹ beschwert. In der Tat, die Forderung nach Freilassung Mahlers fand ich völlig unpassend, die hatte da nichts zu suchen. Die Erwähnung des Holocaust-Götzendienstes durchaus, denn genau aufgrund desselben findet ja kein angemessenes offizielles Gedenken statt, sondern lediglich ein recht seichtes – besser als keines freilich – bei dem unablässig angedeutet wird, daß Dresden auf dem Weg in die Humanität ein Bauernopfer gewesen sei, und entsprechend auch aktuell gegen Hitler, d. h. gegen die vermeintlichen Epigonen, d. h. gegen alles, was rechts der Mitte steht (was ja für »nationale Sozialisten« wiederum anzufragen wäre) »gekämpft«.

    Ich fand den Hinweis von Hinz in der JF auf Denis de Rougemont in diesem Zusammenhang recht passend.

    Insofern aber hat, solange nicht Stadt Dresden und Freistaat Sachsen und Bundesrepublik Deutschland ein deutlicheres Gedenken, an dessen Rand dann auch deutlich der Vernichtungswille der Kriegsgegner benannt wird und korrekte Opferzahlen angegeben und auf die Behauptung eines Schuldnexus und auch aktuell-politische Bezüge, vor allem in der Einseitigkeit, verzichtet wird, ermöglichen, nicht nur der Trauermarsch der JLO seinen richtigen Platz und seine Notwendigkeit, sondern auch die Benennung der Mißstände in der Behandlung der Sache.

    Daß man dabei nicht zu weit ausschweifen sollte, ist richtig. Und teils wurde Clemens, wie auch andere nach ihm, übermäßig volksrednerhaft. Man muß auch nicht zu lange auf bestimmten Rechtsbestimmungen herumhauen. Aber der Verweis auf die Anbiederei auch der CDU, auf die Feigheit der Institutionen, auf den Skandal, daß die extreme Linke sich immer wieder durchsetzen kann, auf das goldene Kalb mit Aufschrift »Auschwitz« darf doch hingewiesen werden.

    Das Problem war vorgestern grundsätzlich, daß das Gedenken und Trauern, das anfänglich durch entsprechende Gedichtlesungen und Musik und begleitende Worte gegeben war, aufgrund der angespannten und unsicheren Lage freilich ins Hintertreffen geriet.

    Und ich sage an dieser Stelle auch noch einmal deutlich: die Teilnehmer der Veranstaltung wurden von der Stadt und der Polizei an der Nase herumgeführt. Es hieß irgendwann, es werde eine alternative Marschroute geben. Das erfüllte sich nicht. Stattdessen ließ man die Teilnehmer weiter in der Kälte stehen.

    Daß sich darob Unmut breit machte, kann ich verstehen.

    Entsprechend kam auch eine leichte 89-Stimmung auf, es wurde tatsächlich mehrfach »Wir sind das Volk!« gerufen.

    Leider ließen es sich einige Angehörige von Kameradschaften nicht nehmen, mit Parolen vom »nationalen Sozialismus« daherzukommen.

    Alles in allem war es dennoch weitgehend friedlich, lediglich wurde hin und wieder ein wenig gedrängelt, Einzelne versuchten auch, über die Absperrungen zu steigen. Größere Zusammenstöße gab es nicht. Andere diskutierten mit der Polizei.

    Im Hintergrund heizte Frank Rennicke ein wenig ein, auch Clemens meldete sich nochmals.

    Aber es stimmt ja: hier ist eindeutig Recht gebrochen worden und man muß sich schon fragen, ob die Polizei denn mit ihren Mitteln wirklich nicht in der Lage sei, einen angemeldeten Trauermarsch vor aggressiven Gegnern zu schützen.

    Oder ob das nicht doch alles seinen Plan hatte.

    Es ist ja auch zu erwähnen, daß die von außerhalb Anreisenden nur mit Zeitverzögerung am Neustädter Bahnhof eintreffen konnten.

    Nun weiß ich nicht, wie es am Hauptbahnhof aussah. Was ich weiß, ist, daß Teilnehmer teils Stunden brauchten, um von ihrem Ankunftspunkt in die Neustadt zu kommen, und daß die ganze Veranstaltung fest- und hingehalten und schließlich aufgelöst wurde.

    Solange derartige Machenschaften geschehen, muß sich niemand wundern, wenn Konservative, die mit »nationalen Sozialisten« nichts zu tun haben, trotz deren Anwesenheit den JLO-Trauermarsch besuchen, was freilich aber erst recht eine Fütterung der Scharnierthese bedeutet.

    Entsprechend war ja auch die Berichterstattung. Am Samstagabend schaltete ich noch kurz durch und blieb beim mdr hängen, wo allen Ernstes behauptet wurde, die Bürger hätten sich von den »Rechtsextremisten« nicht einschüchtern lassen!

    Hat man Töne? Nicht einschüchtern lassen von einigen Tausenden Leuten, die an einem Bahnhof festgehalten werden!

    Entsprechend bildete ein Lob des Ausgangs des Ganzen den Schluß des Berichts, d. h. es geht eben doch um Dresden als Bauernopfer auf dem Weg in Demokratie, Fortschritt und wie sonst diese unsinnigen Salon-Phrasen heißen, und um die Fortführung dieses Anliegens heute. Somit ist der Trauermarsch ebenfalls nur insofern von Bedeutung.

    Heuchler, allenthalben.

    Und die sog. evangelische Kirche macht auch noch mit.

    In Verkennung dessen, daß die bestimmten theologischen Strömungen und Anpassungen der 30er Jahre, welche sie so sehr ablehnen, auch nur vor dem Hintergrund der liberalen protestantischen Theologie der Jahrzehnte zuvor zu verstehen sind, welche heute immer noch prägend ist, halten sich heutige Linksprotestanten, die lieber »gegen rechts« kämpfen, in Abweichung von der Hl. Schrift trotz des Schriftprinzips die Frauenordination sowie die Homo-Ehe anpreisen und auf die Judenmission verzichten, sowie sich für »mehr Demokratie« usw. einsetzen, als das Evangelium recht zu verkünden und die Sakramente richtig zu verwalten, geschweige denn auch theologisch und kirchlich etwas zu bieten -

    in der Tat also halten sich diese für besser als ihre damaligen Kollegen.

    Es wundert mich auch gar nicht, daß unter den Erstunterzeichnern des Aufrufs der ausgerechnet am 12. in Sachsen – was wirklich eine bodenlose Unverschämtheit ist – gegründeten neuen Antifa-Organisation ein gewisser Oberkirchenrat aus Eisenach ist, der sich vor kurzem schon mit seiner argumenativ dürftigen Kritik an Helmut Matthies eher lächerlich gemacht hat.

    Nun, zu NPD und FN und nationalen Sozialisten usf. ist noch zu sagen, daß von dieser Seite freilich ebenfalls eine gewisse Politisierung des Dresden-Gedenkens erfolgt. Das gehört zum Dilemma. Es handelt sich doch nur um die zweite Seite der Medaille der offiziellen Politisierung. Im übrigen aber hatte die JLO Parteifahnen untersagt und ich habe neben den landsmannschaftlichen Fahnen, einigen Schildern und Spruchbändern sowie den schwarzen Fahnen der Kameradschaften auch lediglich eine JN-Fahne gesehen.

    In der Tat, es bedarf eines deutschlandweiten Gedenktages mit Halbmastbeflaggung, offiziellem Trauer- und Gebets durch Dresden, ohne Partei-, Gewerkschafts- und sonstige politisch relevante Fahnen, sehr wohl mit Stadt- und Landes-, auch anderen Länderfahnen, entsprechenden Worten dazu usf. und zwar freilich ohne Ausschluß »Rechtsextremer« oder was man dafür hält oder halten will.

  11. L'ancien régime

    Ach, noch zum Thema »Scharnier«, die Zusammenarbeit div. Linksgruppierungen hat ja auch nicht überrascht.

    Was ist in diesem Lande nur los…

  12. Auf den Bildern überall Schwarz-Weiß-Rot. NPD und Nazis allenthalben. Die Wiedergänger derjenigen, die den 2. WK begonnen haben, spielen sich jetzt als Trauernde um dessen Opfer auf… Das ist zynisch u. eine Umdeutung der Geschichte. »Konservative« achten die Geschichte und ziehen aus ihr ihre Lehren, statt sie umzudeuten. Es ist nicht konservativ, die Schuld auf die Alliierte abzuwälzen, sondern infantil.
    Selbst als Rache wäre die Bombardierung Dresdens verständlich gewesen – 20000 Opfer sind im Verhältnis zu den Millionen Kriegsopfern auf antinazistischer Seite nicht viel. Wäre ich an der Stelle der Alliierten gewesen, ich hätte auch lieber gebombt und Zivilopfer in Kauf genommen statt Fußtruppen noch und nöcher in einem Krieg zu opfern, für den die Allierten nichts konnten, und gegen Deutsche zu verheizen, die barbarischerweise selbst ihre Kinder und Großväter unter Waffen gesetzt haben.
    Es tut mir um jedes unschuldige Opfer in Dresden leid. Aber man muss ganz klar sagen, dass die vom NS eingenommenen und regierten Deutschen den Krieg gegen Unschulidge geführt und angeführt und alle Kriegsverbrechen der Alliierten weit übertroffen haben. So schlimm der 13.2. 1945 war, er war »nur« einer von vielen Tagen in einem Krieg, der von Deutschen begonnen und verbrochen wurde und der hunderte schlimmere Tage kannte.

  13. Giesela nochmal hier: Das alles ist ein weites Feld und nein ich teile Deine Ansichten zur Geschichte in etlichen Punkten nicht.

    Es geht bei dem Trauermarsch im Kern um etwas anderes:
    Prinzipiell hat jeder in Deutschland das Recht eine Versammlung anzumelden und durchzuführen. Wenn diese genehmigt wurde, dann haben das alle zu respektieren. Und wenn da dann Schwarz-weiß-rot geflaggt wird und alle drei Strophen des Deutschlandliedes gesungen werden, dann haben das alle rechtstreuen Bürger zu akzeptieren. (Das Horst-Wessel-Lied und ne Hakenkreuzflagge hingegen nicht.)
    Jedenfalls aber bedient sich die staatliche Exekutive mittlerweile der Leute, die den Staat zerstören möchten und diese »Events« zur Delegitimierung der Polizei nutzen (und verschwendet nebenbei die Steuergelder von den Leuten, die an der Menschenkette teilnehmen). Das ist PERVERS und kündet von Staatszerfall.
    Die Konsequenzen sind viel weitreichender als man im Vorhinein annehmen mag. Im Übrigen sei Dir gesagt, dass wir gerade nicht dabei sind, aus der Geschichte zu lernen. Du findest auf unseren seiten etliche Hinweise auf Literatur der Zwischenkriegsperiode. Wenn man das liest, stellt man fest: Wir sind immer noch mittendrin – auch ohne die (Neo)Nazis.

    Zum letzten: Den Leuten der JLO Missbrauch vorzuwerfen ist Missbrauch des Missbrauchsvorwurfs, weil ohne den aufsehenerregenden Trauermarsch in der karnevalsperiode Dresden kein relevantes Thema in der deutschen Öffentlichkeit wäre. (http://www.politplatschquatsch.com/2010/02/der-mibrauch-des-mibrauchs.html)

  14. @ Druide

    Mir geht es nicht um Verbot oder nicht (auch ich bin dafür, dass der Staat alle Demonstrationen erlaubt). Ich habe nur meine Einstellung zur Demo gesagt. Ich aber bin nicht der Staat – falls dir das entgangen ist. Wenn du die Antifa nicht leiden kannst, schließe ich daraus ja auch nicht, dass du dafür bist, deren Demonstrationen zu verbieten.

    Also erst mal lesen, statt gegen ein Bild anzuschreiben, dass du dir von mir zusammenphantasierst.

  15. L'ancien régime

    Ach, es hat gar keinen Sinn, sich mit den von Giesela erhobenen Vorwürfen und den von ihr geäußerten Unsinnigkeiten in einem ruhigen Ton auseinanderzusetzen, denn genau dieser hanebüchene Unfug ist es, der das deutsche Geschichtsdenken seit Jahrzehnten vergiftet.

    Es spielt für die Beurteilung eines Kriegsverbrechens KEINE ROLLE, WER IHN ANGEFANGEN HAT!

    Und es ist dazu falsch zu behaupten, Deutschland sei alleinschuldig.

    Es ist FALSCH ZU BEHAUPTEN, DIE ALLIIERTEN SEIEN UNSCHULDIG!

    Und selbst wenn sie am Ausbruch unschuldig wären: NICHT AM BEGANGENEN!

    Und es ist GELOGEN, WENN BEHAUPTET WIRD, ES SEIEN »NUR« 20.000 TOTE GEWESEN!

    UND EINE FRECHHEIT, DIE ENTSPRECHENDEN UNTERSUCHUNGEN NICHT ZUR KENNTNIS ZU NEHMEN, DIE VON WEIT MEHR AUSGEHEN!

    Es ist weiterhin UNVERFROREN, DEN TEILNEHMERN DES TRAUERMARSCHES WIEDERGÄNGERTUM VON VERBRECHERN ZU UNTERSTELLEN!

    Und DUMM, ABGRUNDTIEF DUMM ist es, DIE GEGENSEITE ALS »ANTINAZISTISCH« ZU BEZEICHNEN! NACHWEISLICH WURDE DER KRIEG GEGEN DEUTSCHLAND GEFÜHRT!

    Die Juden interessierten die alliierten Verbrecher nicht!

    Ebenso DUMM UND UNVERSCHÄMT ist es, die Deutschen im Ganzen für den Krieg und v. a. für die in ihm deutscherseits begangenen Verbrechen in Haftung zu nehmen und damit einen »Racheakt« zu rechtfertigen.

    Es wird hier nicht Schuld abgewälzt, sondern Schuld gesichtet. Und Schuld ist nun einmal nur metaphysisch kollektiv, und da können wir gerne bei der Schuld der Juden vor 2000 Jahren anfangen (nein, das ist kein Rassenantisemitismus) und sehr viel später mit der Schuld Frankreichs im 18. Jahrhundert weitermachen! Und da gibt es dann sicherlich auch eine metapyhsische Schuld Deutschlands, aber die beschränkt sich nicht auf den Nationalsozialismus, sondern fängt weit vorher, mit der Aufgabe von Kaisertum und Reich, an und hat noch nicht aufgehört.
    Aber theologische Gedankengänge sind für »Antifaschisten« ja ohnehin selten nachvollziehbar…
    Ansonsten gibt es darunter keine Kollektivschuld, und kein Massenverbrechen entschuldigt das andere.

    Björn Clemens hat auf der Kundgebung sehr wohl auf im deutschen Namen begangene Verbrechen hingewiesen.

    Ach so, und schwarzweißrote Fahnen waren sehr selten.

    Und selbst wenn: Was ist gegen S-W-R einzuwenden?

    Giesela, deine unfaßlichen Ergüsse scheinen in der Tat das Produkt einer antichristlichen, antitraditionalen, antieuropäischen und letzthin antideutschen Geschichtsprogaganda zu sein. Was du hier vorträgst, ist ein, wie nannte Kalle Weißmann das mal, »totalitärer Geschichtsansatz«, der Geschichte unter der Prämisse des am Ende Stehenden, in dem Falle der vermeintlichen Humanität, des sogenannten Fortschritts und der Pöbelherrsch… der Demokratie betrachtet und das auf dem Weg dahin Geschehene entsprechend bewertet.

    Man kann es ja anders aufziehen: Deutschland wurde nach 1918 geknechtet und alles, was zu seiner Befreiung diente, war legitim… nein, Letzteres denke ich nicht, aber man könnte es eben auch von der Seite betrachten (es greift nur nicht, weil ja bereits 1914 Deutschland hauptsächlich angelastet wird, was ja zum Plan der ganzen Sonderwegs-, Wegbereiter-, Kollektivschulds- und Singularitäts-Propaganda gehört)

    Oder man stelle sich vor, jemand käme auf die Idee, einen solchen totalitären, vom Ende her denkenden Ansatz nicht gegen die Deutschen, sondern gegen ein anderes Volk zu richten… ach so, richtig, haben die Nationalsozialisten ja gemacht. Genau, falsch war es.

    Und wieso bitte sollte es richtig sein, dergleichen auf Deutschland zu übertragen?

    Der Vernichtungswille war auf Seiten der Kriegsgegner definitiv da.

    Wer das heute verharmlost, geht doch einer ähnlichen Geschichtspropaganda auf den Leim, wie sie die NS gegenüber den Juden aufgezogen haben, häufig freilich ohne zwischen dem Judentum des Alten Bundes und dem abgefallenen, metaphysisch schuldigen Judentum nachher, und darin wieder zwischen talmudischem, zionistischem und säkularem usw. usf. Judentum zu differenzieren.

    Wie war das? Nicht so viel fressen können, wie man kotzen muß, ja, danke, Giesela, Leute wie du sind es, die einem in diesem Tollhauis namens Bundesrepublik immer wieder dieses Gefühl erzeugen, an das ich mich dennoch nicht gewöhnen kann.

  16. »Der Vernichtungswille war auf Seiten der Kriegsgegner definitiv da.«

    Stimmt. Deswegen gibt es heute ja auch so wenig Deutsche.

    Du tust ja so, als wären die Deutschen das Opfer der Geschichte. So ein Quatsch.

    Aber danke für die vielen Ausrufezeichen und groß geschriebenen Sätze – die scheinen anzuzeigen, dass du dir deiner Sache nicht so sicher bist und sie daher gerne in Zement meiseln würdest.

    Na dann verdampf ich mich mal wieder aus diesem Blog – ihr Opfer…

  17. L'ancien régime

    Ach, es ist doch nur so, daß einem bei derartigen Bemerkungen, wie sie von solcher Seite kommen, gern einmal der Kragen platzt.

    Wie armselig, den Vernichtungswillen anhand der Anzahl der Überlebenden allein behandeln zu wollen. Entscheidend sind Motive, Methoden und die Zahlen der Toten.

    Und vom nach und nach unter kräftiger deutscher Beteiligung selbst eingeführten Vernichtungsfeldzug gegen Deutschland qua Zerstörung seiner Identität, qua Entsittlichung usf. wollen wir da gar nicht reden.

    Sanders These, die Deutschen betrieben eine imitatio Ahasveri, ist durchaus nicht abwegig.

  18. L'ancien régime

    Ach im übrigen, wer aufmerksam liest, kann unmöglich zu dem Schlusse kommen, ich stellte die Deutschen als Opfer der Geschichte schlechthin dar.

    Im Gegenteil, der Mensch ist immer wieder Opfer seiner eigenen Fehlerhaftigkeit. Aber davon in schrecklicher Weise betroffen sind eben nicht nur die Juden (die eben durchaus auch kein unschuldiges Volk sind, wie oben angedeutet). Und genau gegen diese Verengung wird man sich doch wenden dürfen.

  19. Projektor

    Danke L‹ancien re‹gime; ich kann deinen Ausführungen voll beipflichten und es ist schlimm zu lesen, wie gut die Reeducation bzw. die Gehirnwäsche der Besatzer funktioniert hat und alle Gutmenschen so programmiert wurden, dass sie die Geschichtsschreibung der Sieger niemals in Zweifel ziehen würden und lieber in absoluter Selbstverleugnung beharren…..
    Dabei sind die Informationen sogar in den Besatzerländern frei verfügbar, nur im deutschen Verwaltungsgebilde BRD-GmbH nicht. Ich wünsche uns einen friedvollen ungestörten Trauermarsch.

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