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Ein radikaler Vorschlag von Gunnar Heinsohn

Der Soziologe Gunnar Heinsohn hat gestern in der FAZ vorgeschlagen, Hartz IV auf fünf Jahre zu begrenzen. Er beruft sich dabei auf die erfolgreiche Bilanz dieser Maßnahme in den USA der Clinton-Ära. Heinsohn kommt zu dieser radikalen Forderung, weil er ebenso wie Gerhard Lippert weiß, daß die volkswirtschaftliche Situation eines Staates niemals losgelöst von der Geburtenrate betrachtet werden darf:

Fährt Deutschland mit seinem sozialpolitischen Kurs, der die Clintonsche Lektion ignoriert, wirklich besser? Die Zahl der ausschließlich von Sozialhilfe lebenden Kinder unter 15 Jahren sprang von rund 130.000 im Jahre 1965 (nur Westdeutschland) über 630.000 im Jahre 1991 auf 1,7 Millionen im Februar 2010. Nicht nur 10 Prozent aller Babys wie damals in Amerika, sondern schon 20 Prozent werden mit Steuergeld finanziert. Während deutsche Frauen außerhalb von Hartz IV im Durchschnitt nur ein Kind haben und leistungsstarke Migrantinnen sich diesem Reproduktionsmuster nähern, vermehrt sich die vom Sozialstaat unterstützte Unterschicht stärker – mit allen Folgeproblemen. So sind in der Hartz-IV-Musterkommune Bremerhaven die Jungen in Sozialhilfe mit einem Anteil von rund 40 Prozent an der männlichen Jugend für mehr als 90 Prozent der Gewaltkriminalität verantwortlich.

Solange die Regierung das Recht auf Kinder als Recht auf beliebig viel öffentlich zu finanzierenden Nachwuchs auslegt, werden Frauen der Unterschicht ihre Schwangerschaften als Kapital ansehen. Allein eine Reform hin zu einer Sozialnotversicherung mit einer Begrenzung der Auszahlungen auf fünf Jahre statt lebenslanger Alimentierung würde wirken – nicht anders als in Amerika. Eine solche Umwandlung des Sozialstaats würde auch die Einwanderung in die Transfersysteme beenden. Deutschland könnte dann im Wettbewerb um ausländische Talente mitspielen, um seinen demographischen Niedergang zu bremsen.

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2 Kommentare zu “Ein radikaler Vorschlag von Gunnar Heinsohn

  1. In den USA gibt es auch unbegrenzte Sozialhilfe. Sie nennt sich Gefängniss.
    Und 1.5 Millionen Amerikaner machen schon gebrauch davon! Wenn man bedenkt, dass man davor 5 jahre lang eh Sozialhilfe bekommt is diese Zahl schon erschreckend. (Deutschland hat unter hunderttausend Menschen in Haftung)

  2. stechlin

    Was soll der Beitrag? Widerstand gegen dieses System zu leisten heißt zu aller erst einmal: kein Fortschrittler = kein Konsument zu sein. Ergo Unnütz sein.
    Die H4ler unternehmen in der Tat mehr zum Umsturz des Systems, als jeder konservative Publizist.

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