Gesichtet

Ein Tag der Freiheit

Georg Immanuel Nagel berichtet vom erfolgreichen Protest gegen die Corona-Einschränkungen in Wien und von den verzweifelten und weinerlichen Reaktionen des Establishments.

Seit einem Jahr wird das Volk mit Verweis auf Corona beständig gegängelt, erniedrigt und für dumm verkauft. Und seit einem Jahr wächst der Widerstand auf der Straße. Wurden die Demonstranten zunächst noch verspottet, so kamen schon bald die üblichen bösartigen Beschimpfungen und Verleumdungen. Seit dem 16. Januar hat die Regierung aber vor allem Angst, denn an diesem Tag kam es zu einer Großdemonstration in Wien, an der laut der Polizei 50.000 Personen teilnahmen. Diese Kundgebung war die größte wirklich oppositionelle Demonstration in der Geschichte der zweiten Republik.

ÖVP-Innenminister Karl Nehammer beschloss deshalb, die nächste Versammlung dieser Art am 31. Januar zu verbieten. Als Begründung wurde vorgeschoben, dass diese angeblich das allgemeine Wohl gefährden würde. Was auf diese Frechheit eines Demokratie-Heuchlers folgte, war einzigartig für ein Völkchen, dass ansonsten so feige und obrigkeitshörig wie die Österreicher ist. Alle mobilisierten trotzdem für diesen Tag. Sei es für eine „religiöse Prozession“ oder für einen bloßen „Spaziergang“.

Die Bürger ließen sich vom Verbot nicht abhalten

Die mutmaßlich von Nehammer selbst vorgegebene Strategie der Polizei war eindeutig: Gewalt, Repression und maximale Eskalation. Zunächst wurden die ersten paar Tausend Demonstranten, die sich auf dem Maria-Theresien-Platz eingefunden hatten, nach ihrem Durchbruch auf die Ringstraße eingekesselt. Doch bald schon fanden sich noch mehr „Spaziergänger“, die wiederum die Polizei umstellten und es sollten immer noch mehr und mehr Leute hinzukommen.

Die Eingekesselten konnten sich natürlich nicht bewegen, doch die anderen schon. Mehrere Demonstrationszüge machten sich in verschiedene Richtungen auf. Immer wieder sperrte die Polizei einzelne Straßen ab. Es begann ein lustiges Katz-und-Maus-Spiel mit der Exekutive, die die Herrschaft über die Lage völlig verloren hatte.

Verschiedene Gruppen liefen mit euphorischer Stimmung unkontrolliert durch die Straßen der Stadt. Immer wieder wurden hoffnungslos zu schwache Polizeiketten von freiheitsliebenden Bürgern durchbrochen. Es war eine Lust zu sehen, wie die Staatsmacht, trotz des enormen Polizeiaufgebots, das aus mehreren Bundesländern angekarrt wurde, völlig versagte. Polizisten liefen hektisch hin und her. Kolonnen von Polizeibussen rasten durch die Stadt. Doch die Demonstranten waren immer schneller und fanden sich immer neue Fluchtwege.

Eskalation der Polizeigewalt

Die Spitze der Polizeigewalt war, als die Spezialeinheit WEGA in den Ringstraßen-Kessel hineinstürmte, wahllos auf die friedlichen Demonstranten einprügelte und Einzelne herausgriff, brutal wegschleppte und am Boden fixierte. Einem Freund von mir wurde dabei die Brille zerbrochen. Außerdem kam Tränengas zum Einsatz. Selbst dieser Gewaltexzess brachte aber nicht das gewünschte Ergebnis, denn die Menge blieb trotz allem friedlich. Nach diesem letzten verzweifelten Versuch der Polizei, sich durchzusetzen, kam bald der Befreiungsschlag, in der Form des Ausbruchs aus dem Kessel. Nachdem die Bürger stundenlang, friedlich in der Kälte verharrt hatten, wollten sie sich das einfach nicht mehr gefallen lassen und durchbrachen die Sperrketten.

Dies war wohl der Punkt, an dem die Polizei aufgab, akzeptierte, dass sie verloren hatte und einsah, dass es sinnvoller ist, den Protest geordnet stattfinden zu lassen. Von nun an durften die Demonstranten noch bis weit in den Abend hinein unbehelligt durch die Stadt ziehen. Die Polizisten nahmen ihre Helme ab und begleiteten die Märsche nur noch. Viele hatten wohl selber keine Lust mehr, noch länger anständige Bürger zu belästigen. Ich habe selber gehört, wie ein Uniformierter zu seinem Kollegen sagte: „Das ist die undankbarste Arbeit!“. Allgemein hatte sich bei den Versammlungsteilnehmern ein intensives Gefühl von Euphorie ausgebreitet. Das Volk hatte gesiegt und die Straße zurückerobert!

Sofort wurden jedoch folgende dreiste Lügen von den Medien verbreitet:

1) Die Teilnehmer seien überwiegend Rechtsradikale, Neonazis, Hooligans usw. gewesen. Polizeipräsident Gerhard Pürstl, der in Interviews auf die übliche patzige Art verhört wurde, sah dies jedoch anders: „Und wir haben gesehen, welches Publikum bei diesen Versammlungen war. Sie haben es selbst gesagt, da waren Frauen mit Kinderwagen darunter und hier zwangsweise mit der Polizei hineinzugehen, um Verwaltungsübertretungen in einer Form hintan zu halten, indem man das Ganze auflöst und mit Zwang auseinandertreibt, das ist einfach bei 10.000 Teilnehmern nicht verhältnismäßig.“

2) Es habe eine „aufgeheizte Stimmung“ geherrscht, weshalb die Polizei eingreifen musste. Die Gewalt ging vielmehr ausschließlich von der Polizei aus. Die Demonstranten blieben, obwohl viele ihrem berechtigten Zorn deutlich Ausdruck verliehen, immer friedlich.

3) Seit einer Weile wird regelmäßig in der Presse behauptet, dass es bei regierungskritischen Demonstrationen zu „Gewalt gegen Journalisten“ käme. Auch dieses Mal wurde dieses Narrativ wieder bedient. In Wahrheit geht es um die drei immer gleichen Antifa-Fotographen, die stets auf der Demo die Leute anpöbeln und sich dann hinterher weinerlich als Opfer inszenieren, wenn man ihnen in der gleichen Sprache antwortet.

4) Demonstranten hätten „Passanten bespuckt“. Das ist frei erfunden.

5) Man habe versucht „das Parlament mit Holzlatten zu stürmen“. Dies ist ebenso frei erfunden. Das Parlament ist seit Jahren auf Grund von Renovierungsarbeiten von einer hohen Wand abgeschirmt. Laut Berichten haben einige Demonstrationsteilnehmer aber versucht eine Toilettenkabine auf dem Baustellengelände zu erreichen, um sich zu erleichtern.

6) Martin Rutter, einer der bekanntesten Organisatoren der Demos, sei wegen „Widerstands gegen die Staatsgewalt“ verhaftet worden. Wie mehrere Videos zeigen, stürmte eine Spezialeinheit am Abend brutal in einen friedlichen Demonstrationszug hinein, um Rutter herauszugreifen. Er hat dabei eindeutig keinerlei Gegenwehr geleistet. Offensichtlich soll Rutter als einer der Köpfe der Bewegung jetzt allgemein verleumdet und mit absurden Verfahren vernichtet werden.

Das Establishment ist verzweifelt

Es ist herrlich zu sehen, wie das Juste Milieu jetzt jammert und geifert. Die Sicht der Dinge in den Medien und den Altparteien ist klar: Bei der friedlichen Demonstration handelte es sich um eine gefährliche Zusammenrottung von Verschwörungstheoretikern und Extremisten, die man eigentlich vollständig zusammenschlagen oder verhaften hätte müssen. Tja, die Polizei wollte da halt irgendwann nicht mehr mitmachen, da die Realität eben offensichtlich anders aussieht. Im Gegensatz zu den vom selben Milieu immer verteidigten Antifa-Krawallen wurde niemand attackiert und es gab auch keinen Vandalismus. Es gab also objektiv keinen Grund, die Versammlung nicht einfach normal zuzulassen.

Man muss Nehammer aber prinzipiell dankbar sein für seine Dummheit. Mit jedem seiner grantigen Auftritte, mit denen er seine Verachtung für das Volk deutlich macht, hilft er dem Gegenprotest. Laut einem Bericht der Zeitung „Wochenblick“ hat Nehammer drei neue Wasserwerfer für die Spezialeinheit „Cobra“ bestellt. Insgesamt hätte die österreichische Polizei dann fünf Wasserwerfer. Dieses schwere Geschütz wird eigentlich nie eingesetzt, nicht einmal bei den gewalttätigsten Antifa-Krawallen. Möglicherweise plant Nehammer also eine weitere Eskalation. Dass jetzt endgültig die demokratische Maske fallen gelassen wird, dürfte den Protesten weiteren Auftrieb geben.

(Bild: Nagel)


Jahrgang 1986, aus Wien, Studium der Philosophie, begreift sich als Vertreter der deutschen Alt-Right (Alternative Rechte) und ist seit 2014 als Journalist bei diversen Medien tätig und veröffentlichte mehrere Bücher. Maßgeblich war er beteiligt an PEGIDA in Österreich. Zudem ist er Gründer und Obmann von "OKZIDENT - Verein zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit". - www.georgimmanuelnagel.at

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