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Endstation Rechts über Bürgerstreife in Chemnitz-Ebersdorf

Lang, lang ist es her, als das letzte Mal Endstation Rechts über die Blaue Narzisse berichtete. Wir hatten ja eigentlich fest damit gerechnet, daß unser Rilke-Preis und unsere Thesen-durch-Fakten-Anschläge besprochen werden, aber das hätte nicht ins Klischee gepaßt. So »tolerant, gesprächsbereit, fair und differenziert« sind die Schreiberlinge aus Schwerin dann doch nicht.

Doch jetzt wurde unsere harte Arbeit wieder mit einem Bericht belohnt. Das Thema: Die Bürgerstreife in Chemnitz-Ebersdorf. Ganze acht Zeilen haben wir dazu bisher zu Papier gebracht, aber das reicht anscheinend. Endstation Rechts bläst das Thema groß auf, spricht von »Selbstjustiz«, »ausländerfeindlichen Zielen«, »sogenannten Informationsveranstaltungen« und der Inszenierung als »Kümmerer«, um aus der »Unzufriedenheit der Bewohner« »politisches Kapital zu schlagen«.

Dazu einige Anmerkungen:

  1. Die Bürgerstreife findet tatsächlich das nächste Mal an diesem Freitag, den 27. Juli 2012, um 18 Uhr statt. Wer sich daran beteiligen möchte, meldet sich am besten direkt bei der Bürgerinitiative »Wir für Ebersdorf«: wir-fuer-ebersdorf@web.de.
  2. Die Bürger laufen nur solange selbst Streife, bis der Staat reagiert und die Kriminalität der Asylbewerber wirkungsvoll eindämmt.
  3. Die Bürger üben keine »Selbstjustiz« aus. Sollte ihnen auf der Streife etwas auffallen (beim ersten Mal sind wir z.B. auf Asylbewerber gestoßen, die auf offener Straße gedealt haben), melden sie den Vorfall der Polizei.
  4. Das Asylbewerberheim liegt nicht im Stadtzentrum von Chemnitz, wie ein Kommentator auf Endstation Rechts unwidersprochen behauptet. Noch immer findet man es im Stadtteil Ebersdorf. Wie »beschaulich« es dort ist, habe ich schon einmal anhand der Kriminalitätsstatistik erklärt.

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3 Kommentare zu “Endstation Rechts über Bürgerstreife in Chemnitz-Ebersdorf

  1. Mitleser

    Vielleicht sollte man die Bürgerstreifen auf den Stadthallenpark ausdehnen. Dort sind sich gestern die Herren Asylanten gegenseitig an die Gurgel gegangen: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3114122

  2. Karl_Murx

    »Endstation Rechts bläst das Thema groß auf, spricht von “Selbstjustiz”, “ausländerfeindlichen Zielen”, “sogenannten Informationsveranstaltungen” und der Inszenierung als “Kümmerer”, um aus der “Unzufriedenheit der Bewohner” “politisches Kapital zu schlagen”.«

    Das kommt eben davon, wenn hier Leute mit Steuermitteln (offiziell 24 Mio im Jahr für den »Kampf-gegen-Rechtsextremismus«)ganz kommod ihre Existenz bestreiten, in dem sie, wie von den Geldgebern erwünscht, das Szenario einer ausländerfeindlichen, rechtsextremen Bevölkerung imaginieren. Des Brot ich eß´, des´Lied ich sing. Wir finanzieren uns hier selbst eine solche vernebelnde und antideutsche Propaganda. Unter anderem in solchen Portalen wie »Endstation Rechts«.

  3. Mein Kommentar wurde vermutlich gar nicht erst freigeschaltet. Aber zugunsten der ER-Betreiber will ich annehmen er wäre bei der Übermittlung verloren gegangen.

    Daher hier nochmal:

    >>Erstens: Chemnitz-Ebersdorf liegt nicht im Zentrum von Chemnitz. (Google bemühen und klug werden.)

    Zweitens: Es ist altbekannt, dass Sozialdemokraten und andere Kommunisten ihr Kerngeschäft aus Realitätsverweigerung, sowie aus Verleumdung und Denunziation von weitgehend unpolitischen Menschen, die für utopische Kaspereien schwer zu gewinnen sind, und politischen Konservativen bestreiten. Genauso wie bekannt ist, dass sie das gern abstreiten. Das hängt mit dem Begriff von Politik zusammen. Der durchschnittliche Linke (Nazi [oha!, siehe unten], Internazi) hält es für Politik, sich eine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt auszumalen, die man dann reformierend oder revolutionierend in die Tat umzusetzen habe. Das nennt er häufig genug auch »sein Gewissen«, weshalb auch noch alles Tun moralisch überwölbt wird, und insbesondere der Konservative ein Unmensch genannt oder als empathiefreier Psychokrüppel dargestellt wird. Der Fehlschluss vom eigenen Politikverständnis auf das JEDEN Gegenübers führt dazu, dass der Unterschied zwischen Konservativen und Neonazis gar nicht gesehen werden kann. Entwickelt der Neonazi in der Tat eine Gegenutopie zu dem (Vulgär-)Marxismus, von der aus er die Welt tatsächlich ändern will, so ist der echte Konservative einerseits bestrebt die utopistischen Erwartungen an menschliche Einrichtungen und die daraus resultiernde zersetzende Kritik an denselben einzudämmen. Andererseits aber ist er bestrebt Probleme ernsthaft zu lösen, ohne sie zugleich an einer perfekten Welt zu messen. Dazu kommt sicherlich, dass er den äußeren Fortschritt nicht für einen Fortschritt des Menschen selbst hält, deshalb hält der Konservative an vorfindbaren und bewährten Differenzen und Grenzen fest und streicht nicht alles ersatzlos weg, mit der Behauptung im Munde es müsse sich alles ganz gewiss in eine bestimmte Richtung »entwickeln«. Jenseits eines Verständnisses dieser Dinge gibt es keine gemeinsame Gesprächsbasis.

    Drittens: Dieser Artikel über die Bürgerstreife ist der opportunistischen Bequemlichkeit geschuldet, die sich entwickelt, wen man selbst nicht unmittelbar von den Auswirkungen seiner eigenen Hirngespinste betroffen ist.

    Die dabei angewandte linke Selbstimmunisierungstrategie ist – dessen bin ich mir bewusst – nicht von außen durchbrechbar: Wenn jemand, der »rechts« eingeordnet wird, etwas problematisiert, dann befindet er sich permanent im doublebind: entweder will er auf realer Grundlage vorhandene Ängste für seine (verwerflichen) Zwecke mißbrauchen oder aber er hat diese Ängste bzw. die entsprechenden Gründe dafür nur konstruiert. Tertium non datur. Folglich hat Malte Linksgrün immer recht. Zuende gedacht heißt das: Linke dürfen alles problematisieren, Rechte haben die Fresse zu halten. Ich bitte um Nachsicht, dass mir als dummer, dummer Rechter die Einsichtskraft fehlt, das wohlwohlend zu akzeptieren.

    Der lächerliche Überlegenheitsgestus mit dem den Bestohlenen hier auch noch dargelegt werden soll, warum das gar nicht so schlimm ist, wenn sie von Asylanten bestohlen werden, ist einfach die Krönung, aber völlig typisch.

    Wie absurd dann aber die Reaktionen auf linker Seite ausfallen, wenn die Wirklichkeit einmal auf sie hereinprasselt, konnte man wunderbar nach dem Überfall auf das Scherer8 in Berlin Anfang Februar genießen. Wenn dann keiner – der sonst so verachteten Deutschen – todesmutig im Kampf für ein linkes Eldorado einstehen möchte, und niemand so recht dem Dekadenzpöbel dabei helfen möchte seine physische Integrität gegenüber Einwanderern zu wahren, dann ist dieses Land wieder mal »menschenverachtend und kalt«. Und zugegeben: auch ich empfinde jedesmal Genugtuung bei der Vorstellung, dass ein Multi-Kulti-Ideologe den Faustabdruck eines Einwanderers in seinem eigenen Gesicht spürt.

    MfG
    Druide

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