Anstoß

Ene, mene, muh – die Bundesregierung spielt unfair

Die Broschüre „Ene, mene, muh – und raus bist du! Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik“ ist der neueste Auswurf aus der Schreibwerkstatt der Amadeu-Antonio-Stiftung und natürlich gefördert von Steuergeldern durch das Familienministerium. Die dafür zuständige Ministerin Franziska Giffey (SPD) hat sogar eigens ein Vorwort für die Broschüre verfasst.

Darin stellt sie fest, rechtspopulistische Bewegungen hätten in Deutschland in den letzten Jahren erheblich an Einfluss gewonnen, was wiederum eine direkte Gefährdung für die Demokratie in diesem Land sei. Daher sei es heute umso wichtiger, die Kinder von morgen „demokratisch“ zu erziehen. Schließlich sollen diese als Erwachsene „möglichst immun sein gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“.

Rechts und rechtsextrem in einen Topf geworfen

Die Broschüre selbst will eine Anleitung für das Fachpersonal in Kindertagesstätten geben, wie zukünftig mit Kindern und Eltern,die rechtes Gedankengut äußern, umgegangen werden soll. Ebenso mit Erzieherinnen und Erziehern, welche die Regeln des Anstandes verletzen. Sprich:nicht links sind. Wie sich jedoch herausstellt, ist dieses Machwerk einzig und allein aus propagandistischen Gründen erstellt worden, um den politischen Gegner zu diskreditieren und diesen für zukünftige Generationen unwählbar zumachen. Zunächst wird festgestellt, das Fundament extrem rechter Positionen sei die Vorstellung, Menschen seien nicht gleichwertig.

„Ungleichwertigkeitsvorstellungen können sich sehr unterschiedlich äußern: Sie reichen von glasklaren rassistischen Abwertungen bis hin zu Äußerungen, die angeblich nur »falsch verstanden wurden«, als»kritisch« daherkommen und gegen »die Anderen« hetzen. Sie sind als »Sorge«getarnt, mit populistischen Sprüchen gegen »die da oben« verbunden oder werden mit zunächst harmlos klingenden Wörtern zum Ausdruck gebracht, die aber aus dem Jargon der Neuen (oder alten) Rechten stammen und denen eine zutiefst menschenverachtende Haltung zugrunde liegt.“

Und damit ist auch schon vorweggenommen, um was es in den folgenden Anweisungen geht. Wirklicher Rechtsextremismus spielt hierbei eine nur untergeordnete Rolle. Der eigentliche Feind ist die AfD und ihre Sympathisanten. Beispiele, die aus der rechtsextremen Ecke um die NPD genommen werden, dienen lediglich dazu,implizite Verbindungen zwischen diesen und dem allgemeinen rechten Lager zuziehen, um vermeintliche Beweise anzubringen, man spreche von ein und demselben,lediglich der Lack variiere.

AfD als Feindbild subtil vorbereitet

Im ersten Fallbeispiel wird eine Frau angeführt, welche Verbindungen zu der NSU-Terrorzelle hatte und als Kindergärtnerin arbeitete. Feststellung seitens der Autoren dieser Broschüre: Seit jeher sei es die bevorzugte Strategie rechtsextremer Organisationen, die Kindergärten zu infiltrieren, um hier den Kindern ihr verderbliches Gedankengut in die Köpfe zu hämmern. Die Ausgangslage wäre klar: Böse Nazis wollen unsere Kinder indoktrinieren.

Diese Prämisse wird nun im zweiten Beispiel ausgebaut, indem Kritik seitens der Eltern oder einzelner Erzieher an der aktuellen Flüchtlingsproblematik in Zusammenhang mit der Hetze gegen Juden im dritten Reich gebracht wird. Zugegeben, ein plumper Versuch, jedoch verfehlt er seine Wirkung nicht.

Nun, nachdem der Leser der Broschüre nach den ersten beiden Beispielen überzeugt ist von der Schlechtigkeit rechter Ideen, wird im dritten Beispiel – oh Wunder – gegen die AfD Stimmung gemacht. Dabei lohnt es sich, den entsprechenden Textabschnitt sehr genau zu lesen. „Als demokratisch gewählte Partei und in der Selbstdarstellung als »gewählte Volksvertreter« hat die AfD selbstverständlich Zugang zu Podien, Medien und zu öffentlich geförderten Einrichtungen der Bildungs- und Erziehungsarbeit.“ Nun aber: „Die Herausforderung für die demokratische Zivilgesellschaft besteht darin, dass sie dort auch eine Normalisierung rassistischer, antisemitischer und antifeministischer Positionen vorantreibt.“

Zunächst einmal wird die AfD durch die vorangegangenen Beispiele mit rechtsextremistischen Kreisen und den Nationalsozialisten in Verbindung gebracht. Nun wird ihnen demokratische Legitimation abgesprochen. Die Anführungszeichen, in welche der Terminus „gewählte Volksvertreter“ gepackt ist, spricht eine deutliche Sprache. Auch die Unterstellung, Volksvertreter seien AfD-Politiker ohnehin nur in der Selbstdarstellung, ist hanebüchen. Damit wäre aber jeder Ausschluss der Partei gerechtfertigt. Konsequent erscheint nur der zweite Satz, in welchem von einer„Herausforderung“ für die „demokratische Zivilgesellschafft“ die Rede ist.

„Lufthoheit über die Kinderbetten“

Wieder ein geschickter Schachzug, die AfD auf der anderen, auf der undemokratischen Seite zu positionieren, ohne eine eindeutige Aussage zu treffen. Zum Schluss wird alles noch mit einer ordentlichen Priese Verleumdung gewürzt. Der Umstand, dass die AfD in den Parlamenten sitzen würde, führe unweigerlich zu einer Normalisierung von Rassismus und Antisemitismus. Et voilà: fertig ist das Bild einer nicht wählbaren Partei, die auf direktem Wege nach Ausschwitz führt.

Neben gezielt verleumderischen Attacken gegen die AfD als parlamentarischer Vertreter der rechten Opposition trieft die Broschüre auch nur so von linker Ideologie, welche in die Köpfe der Kinder gepresst werden soll. Wie heißt es so schön: Es gelte, die „Lufthoheit über die Kinderbetten“ zu gewinnen.

Ein Beispiel ist die „Pädagogik der Vielfalt“, welche die grundfalsche Prämisse allen Überlegungen zugrundelegt, alle Menschen seien gleich, da gleichberechtigt. Dieses wird zwar als Leitmotiv für die Erziehung in Kindertagesstätten gefordert, ist jedoch sogar in zweierlei Hinsicht falsch.

Erstens: Es ist davon Abstand zunehmen, immer und überall Gleichberechtigung zu propagieren. Denn die natürliche Ungleichheit der Menschen verlangt es, eine gewisse Ungleichheit in etwaigen Berechtigungsansprüchen zu übernehmen. Es mag ja zutreffen, dass alle Menschen gleiche Rechte grundsätzlicher Art genießen, welche sich aus der Menschenwürde heraus ergeben, sofern man sich dem Ideal von allgemeinverbindlichen Menschenrechten verpflichtet fühlt.

Darüber hinaus jedoch kann eine Gleichberechtigung überhaupt nicht sinnvoll sein. So haben Kinder andere Rechte als Erwachsende, behinderte Menschen andere wie gesunde, Einheimische andere wie Ausländer. Sollte ein Blinder aufgrund der Gleichberechtigungsdoktrin auch Autofahren dürfen? Wohl kaum. Ebenso sollte ein Ausländer nicht die gleichen Rechte in Deutschland haben wie ein Deutscher.

Verwechslung von Gleichberechtigung und Gleichheit

Zweitens: Auch die Gleichberechtigung, soweit sie vernünftig ist, hat nichts mit dem Postulat der Gleichheit aller Menschen zu tun. Die Menschen sind nicht gleich. Ganz im Gegenteil. Unterschiedlicher geht es gar nicht. Sie unterscheiden sich in Größe, Aussehen, Geschlecht, Gewicht, Gesundheitszustand, Erbgut, Kultur, Psychologie, Intelligenz, körperlicher Konstitution und vielen anderen Dingen. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu lächerlich, eine Gleichheit aller Menschen zu behaupten und gefährlich, diese als Glaubenswahrheit zu verkünden. Demnach dürfte es auch keine Bevorzugung von Behinderten geben oder Plätze im Bus, welche für alte Leute reserviert sind.

In der Broschüre gibt es auch einige Aussagen, die dazu führen, dass an der Verfassungstreue der Autoren gezweifelt werden kann, wenn es nicht solche Musterdemokraten wären. So wird gesagt, „Kindern Geschlechtergerechtigkeit und die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und Lebensweisen zu vermitteln“ sei „Teil des Erziehungsauftrags“. Tatsächlich jedoch liegt der Erziehungsauftrag zunächst und zuallererst bei den Eltern des Kindes, wie es Artikel 6, Absatz 2 des Grundgesetzes festhält. „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“

Was und wie Eltern ihre Kinder erziehen, geht den Staat also erst einmal nichts an. Nur wenn die Gefährdung des Kindeswohls auf dem Spiel steht, dürfe der Staat eingreifen. Wenn also Eltern ihre Kinder etwaigen linken Experimenten, z.B. „geschlechtlicher Vielfalt“, nicht aussetzen wollen, ist das ihr gutes Recht.

Die Broschüre „Ene, mene, muh – und raus bist du! Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik“ offenbart sich also nicht als das angepriesene Beratungswerk gegen Rechtsextremismus in Kindertagesstätten, sondern als linke Kampfschrift gegen rechts-konservative Politik. Dass gerade so ein Projekt von der Bundesregierung offen gefördert wird, zeigt in aller Deutlichkeit die mangelnde Bereitschaft der etablierten Parteien, sich mit dem politischen Gegner in einem demokratischen Diskurs auseinanderzusetzen. Es wird stattdessen nach der linken Devise gehandelt, nach welcher man nicht recht haben möchte, sondern lediglich recht behalten.

Verwandte Themen

Das Konzept der Kinderfreiheit „Ein Kind ist das schlimmste, was man der Umwelt antun kann.“ Eine Aussage der Ökofeministin und Gymnasiallehrerin Verena Brunschweiger in einem Inter...
50.000 Euro für Kinderlose Daß in ursprünglich bürgerlichen Blättern linksradikale Idioten ihre Perversitäten ausleben dürfen, aber rechtskonservative Autoren keine Zeile veröff...
Ungerechte Familienpolitik Sollten Eltern unabhängig von ihrem Einkommen prinzipiell die gleiche Unterstützung seitens des Staates bekommen? Eine Frage, der wohl die meisten zus...

6 Kommentare zu “Ene, mene, muh – die Bundesregierung spielt unfair

  1. Carlos Wefers Verástegui

    Die Broschüre ist ein glasklarer Beweis dafür, dass die Amadeu-Antonio-Stiftung ein faschistoider Verein ist. Dass die Bundesregierung faschistoide Vereine und deren Initiativen fördert, ist mehr als nur Unfair-Spielen seitens der Bundesregierung: die Bundesregierung übt Parteinahme und wird so selbst zur Parteiregierung. Was das nun bedeutet, soll sich jeder selbst ausdenken.

  2. Es ist leider typisch für die linken Ideologen, dass sie versuchen, die Deutungshoheit schon in den Kindergärten zu erlangen! Im Grunde wollen diese Verbrecher die Kleinsten und am leichtesten zu Beeinflussendsten unserer Gesellschaft frühstmöglich in ihrem Sinne umerziehen, sodass sie sie dann für ihre Zwecke missbrauchen können! Dem müssen wir entgegentreten, nur ist es leider eher unwahrscheinlich, dass allzu viele Kindergärten diesen Artikel der Blauen Narzisse lesen werden.
    Die linksextremen Propagandabroschüren hingegen finden leider massive Verbreitung 🙁

  3. Robert Wagner

    Immerhin, da hat ein Völkischer die inkriminierte Broschüre ausnahmsweise sogar mal gelesen und plappert nicht hysterisch die Halbwahrheiten und Lügen nach, die über eine harmlose Handreichung für Pädagogen verbreitet werden. Statdessen werden aber neue hahnebüchende Vorwürfe konstruiert.

    Die Kita-Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung ist keine linksextreme Kampfschrift gegen die AfD, angestoßen und finanziert von einer skrupellosen Bundesregierung, die so eine lästige Oppositionspartei diffamieren will. Es handelt sich um eine Handreichung für Kindergartenerzieher für den Umgang mit Kindern, die von ihren Eltern rassistische und andere diskriminierende Ressentiments und Handlungsmuster vorgelebt bekommen UND diese in den Kita-Alltag einbringen. Es geht also um Kinder, die beispielsweise nicht mit dunkelhäutigen Altersgenossen spielen wollen, weil ihre Eltern ihnen das verboten haben, oder gar Hakenkreuze zeichnen. Natürlich müssen die Erzieher in der Kita dagegen einschreiten, denn eine demokratische Wertevermittlung gehört selbstverständlich zum Erziehungsauftrag in Kindertagesstätten (vgl. https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbviii/22.html). Dass der Autor dreist behauptet, es gäbe einen solchen Erziehungauftrag nicht und die Arbeit einer Kita würde sich darin erschöpfen, auf die körperliche Unversehrtheit der Kinder zu achten, verdeutlicht gut, was für einen untergeordneten Stellenwert die Wahrheit in »patriotischen« Kreisen hat.

    Ob der Autor es glaubt oder nicht: Die Abwertung anderer Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, sexuellen Identität etc. (und nur darum geht es in dieser Broschüre) ist nicht mit unserer demokratischen Grundordnung vereinbar. Die Amadeu Antonio Stiftung kann nichts dafür, dass es die AfD ist, aus deren Reihen, bis in die höchsten Chargen hinein, immer und immer wieder Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mehr oder weniger subtil das Wort geredet wird (neben anderen demokratiefeindlichen Dingen wie NS-Relativierung). Über diese für jeden Beobachter offensichtlichen Entwicklungen in der AfD sind schon zigtausende Seiten geschrieben worden, sie sind übrigens auch der Grund dafür, dass der Verfassungsschutz gegenwärtig eine Beobachtung dieser Partei prüft. Dieses gestörte Verhältnis zur liberalen Demokratie in weiten Teilen der AfD verschwindet nicht einfach, nur indem man es stumpf leugnet, wie es in der rechten Filterblase Usus geworden ist, und gegen jede Faktenlage die vermeintliche Verfassungstreue der Partei beschwört.

    Es geht der Amadeu Antonio Stiftung auch nicht um eine totale Gleichmacherei, wie hier behauptet wird. Das ist eine völlig haltlose Unterstellung. Es geht lediglich um Respekt und Toleranz gegenüber Menschen, die in irgendeiner Form anders sind. Kindern und damit den nachfolgenden Generationen diese Werte zu vermitteln, ist keine marxistische Indoktrination, sondern eine unmittelbar aus unserer Verfassung abgeleitete Konsequenz gelebter Demokratie.

    Aber der Autor deutet ja selbst ziemlich klar an, dass die Idee universaler Menschenrechte, auf denen übrigens unsere Verfassung beruht, für ihn ein rein fakultatives Ideal ist, dem er sich offenbar nicht verpflichtet fühlt. Aus einer solchen Perspektive betrachtet ist das Eintreten für Demokratie, Toleranz und Empathie im zwischenmenschlichen Umgang natürlich »linke Ideologie« und Gleichmacherei. In diesem Fall sollte er aber bitte auch so konsequent sein und einfach zu seiner demokratiefeindlichen Haltung stehen, statt denen eine solche Haltung zu unterstellen, die demokratische Werte leben und fördern. Dieses Mindestmaß an Aufrichtigkeit stünde ihm gut zu Gesicht.

  4. Wie verhält sich der ›Wertvermittelnde‹ Erziehungsauftrag wenn Kinder »Hakenkreuze« malen, da sie kürzlich mit ihren Eltern in Indien beim Urlaub verweilten?
    Wo derartige Symbolik als Glückszeichen gedeutet wird und an jeder Rikscha klebt…..
    Und kommen Sie nun nicht mit dem lapidaren Argument Links oder rechtsdrehend…. Das wird kaum einen geifernden Begriffs- bzw. Symbolinquisitor abhalten niederträchtigst zu denunzieren.

    In Wahrheit schlummert der Faschismus in der dogmatischen Veranschlagung von begrifflicher und symbolischer Deutungshoheit, welchen sich einst Linke Nationalsozialisten genauso bedienten wie dato Internationalsozialisten.
    Im zelotischen Streit zwischen KPD und NSDAP ging es doch im wesentlichen nur um die Machtfrage, die sich vom Jahrhundertelaten Protestanten und Katholikenzwist seit dem 19. Jhd. auf die Politische Schiene verlagert hatte.
    Ein Gesellschaftsgefüge das derart rigide mit seinem unmündig gespaltenen Demos verfährt kann logisch betrachtet nur kollektiv schizophrene Zustände hervor rufen. Nach dieser pathologischen Doktrien handelte früher Deutschland, heute Europa und morgen die ganze Welt.
    In diesem Zusammenhang sei an die stigmatisierende Kunstvernichtung eines Wandgemäldes von Benjamin-Jahn-Zschocke erinnert, daß in der „Stadt der Moderne“ in der Cafeteria einer Berufsschule im Jahr 2008 angefertigt wurde und vom gleichen Stadtklüngel zerstört wurde, der sich immer noch als Hort rechtmäßiger Deutungshoheit wahrnimmt. Zensuristen, die auf der anderen Seite die üble Kunstvernichtung während der 12 Jährigen Herrschaft selbst ermächtigter Ultralinker Bockelsons anprangert…, und doch völlig geschichtsverdrängend genau so zu handeln scheinen.

    https://www.endstation-rechts.de/news/streit-um-ein-keltenkreuz-chemnitzer-wandbild-sorgt-fuer-zwist.html

    Die Kernthese der ›Weißen Rose‹:
    „Man kann sich mit dem Nationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzen, weil er ungeistig ist.“

    Diese Kernthese auf die ›Blaue Narzisse‹ übertragen könnte lauten:
    „Man kann sich mit dem Internationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzen, weil er ungeistig ist.“

  5. Robert Wagner

    @ Einherjer:

    Im Ernst, das soll ein Einwand sein? Dass Kinder ja rein hypothetisch indische Swastika-Hakenkreuze zeichnen könnten, weil ja so viele deutsche Familien in den Urlaub nach Indien fliegen? Was ist das bitte für ein am Kern der Sache vorbei gehendes »Argument«?

    Abgesehen davon, dass die nicht identisch mit dem Nazi-Hakenkreuz sind, weil sie links herum verlaufen, ist diese nur theoretisch gegebene Möglichkeit wohl vernachlässigbar. Hingegen haben Kinder völkischer Siedler in Kitas in Mecklenburg-Vorpommern tatsächlich schon »klassische« Hakenkreuze gemalt, die sie zuhause gezeigt bekommen haben (weshalb die Kita-Broschüre das Thema überhaupt aufgreift).

    Fanatische Buddhisten sind dort wie in ganz Deutschland auch nicht das Problem. Fanatische Rechtsextreme schon eher, wie die beängstigenden Erkenntnisse über das Untergrundnetzwerk um den ehemaligen KSK-Soldaten »Hannibal« zeigen – das hat seine aktivsten Zellen in Mecklenburg-Vorpommern.

  6. @ Robert Wagner

    Kollektiv-kognitiv dissonante Lamentos gehen am Kausalkontext vorbei.
    Einmal wiederhole ich noch für Sie persönlich.:
    »In Wahrheit schlummert der Faschismus in der dogmatischen Veranschlagung von begrifflicher und symbolischer Deutungshoheit, welchen sich einst Linke Nationalsozialisten genauso bedienten wie dato Internationalsozialisten.«

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Datenschutzinfo