Alter Blog

Extremismusbekämpfung ist generell Blödsinn!

Ich verstehe nun wirklich nicht, warum wir Kristina Köhler zujubeln sollten, nur weil sie zwei Milliönchen für den Kampf gegen linken und islamistischen Extremismus herausgeschlagen hat. Denn erstens stehen dem immer noch fast 50 Millionen für den „Kampf gegen rechts“ gegenüber (wenn man die versteckten Gelder aus allen Ministerien zusammenzählt) und zweitens ist jeder Euro für Extremismusbekämpfung herausgeschmissenes Geld.

Was soll dabei herauskommen? Ellen Kositza hat gestern Abend dargelegt, daß die Programme so eine Art Sozialtherapie für alle sind, die den dummen Bürger darüber aufklären sollen, wie böse es ist, „Neger“ zu sagen.

Ich kann mich noch gut an die ganzen Aufklärungsprojekte aus meiner Schulzeit erinnern: Alle halbwegs vernünftigen Schüler – also doch so rund 90 Prozent – haben über diesen Kram nur gekichert. Das würden sie vermutlich auch, wenn sich ein Sozialpädagoge vor sie stellt und ihnen erklärt, daß es neben den vielen friedlichen Muslimen auch einige mit Bomben unterm Turban gibt.

Es reicht komplett aus, Extremisten – also Menschen, die zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele Gewalt anwenden – mit den Methoden des Rechtsstaates (Polizei, BKA, …) zu bekämpfen. Alles Weitere ist völlig uneffektiver Marxismus-Leninismus-Unterricht für BRD-Gutmenschen.

Mit dieser Feststellung haben wir uns aber sogleich dem Hauptproblem genähert: Die Gegenüberstellung von Demokratie und Extremismus zielt an der notwendigen Aufgabe der Wahrung freiheitlicher Grundrechte vorbei und führt zu einer Selbstbeweihräucherung der Herrschenden. Denn dieser Theorie zufolge ist Extremist, wer nicht im Mitte-Einheitsbrei herumblubbert, sondern alternative Standpunkte vertritt.

Viel sinnvoller wäre es, zwischen freiheitlichen und totalitären Ideologien zu unterscheiden. Der Staat müßte dann dafür sorgen, daß jeder Deutsche seine im Grundgesetz verbürgten Freiheiten wahrnehmen kann. Jede Bestrebung einer Organisation (dies kann auch eine staatliche Institution sein), diese Freiheiten auszuhebeln, gelte es demnach zu unterbinden.

Was geschieht aber in Deutschland mit dem Werkzeug der Extremismustheorie? Bürger, die offen und ehrlich nicht zur Mitte tendieren, werden von Gesinnungswächtern katalogisiert und mit dem Stempel „Extremist“ mundtot gemacht.

Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen: Der Chemnitzer Extremismusforscher Eckhard Jesse meint, die Neue Rechte, die Blaue Narzisse und auch ich persönlich würden uns in einer „Grauzone zwischen Demokratie und Extremismus“ befinden. Begründung? Fehlanzeige. Vielmehr gibt Jesse zu, daß er sich mit dieser Thematik noch gar nicht so genau befaßt hat. Was heißt das nun? Ein Richter, der sich mit seinen Fällen nicht ausreichend beschäftigt, fällt verheerende Urteile. Das wiederum nehmen andere kritische Geister wahr und schrecken vor eigenen Meinungsäußerungen zurück. So werden weder die Freiheiten in unserem Land geschützt noch tatsächliche politische Gewalttäter bekämpft. Das Einzige, was zurückbleibt, ist ein Meinungsklima der Angst.

Weitere Artikel zu diesem Thema aus dem Archiv:

Verwandte Themen

Die AfD und das Demonstrationsproblem In den letzten Tagen ging es um die „rechtsterroristische“ Gruppierung „Revolution Chemnitz“ heiß her. Laut Bundesanwaltschaft soll die Gruppierung...
Im Gespräch: Götz Kubitschek über Chemnitz und Köt... Die Turbulenzen der vergangenen Wochen sind weiterhin spürbar. Nach der blutrünstigen Tat in Chemnitz, bei der ein 35-jähriger Deutscher ums Leben kam...
Nach Chemnitz: Was lernen aus dem Trauermarsch für... Am vergangenen Samstag erlebte die Demonstrationswoche in Chemnitz vorerst ihren Höhepunkt. Die Alternative für Deutschland (AfD) und Pegida riefen zu...

7 Kommentare zu “Extremismusbekämpfung ist generell Blödsinn!

  1. Nils Wegner

    Zujubeln sicherlich nicht – allein schon der Verhältnismäßigkeiten wegen.

    Aber begrüßen darf man es schon, und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es zumindest eine kleine Wirkung haben dürfte, wenn irgendwann an den Schulen einmal ausgesprochen wird, dass es NICHT toll und KEIN Kavaliersdelikt ist, Polizisten zu steinigen und Bw-Fuhrpark-Fahrzeuge anzuzünden.

  2. Ich denke man muss hier zweierlei unterscheiden:

    1. Das Anliegen der ideologischen Formung des durchschnittlichen BRD-Bürgers im Sinne der Staatszieles dieses Staates (demokratisch, aber strikt Anti-NS, europäisch, weltoffen, aufgeklärt, usw.)

    und

    2. die ökonomische Verselbständigung dieses Prozesses.

    zu 1.: Dafür habe ich ja noch irgendwie Verständnis. Es ist in demokratischen Staaten ja das Hauptanliegen die Anbetung der Demokratie zu Erziehen, was der kontinuierlichen Hervorbringung der saturierten Mittelmäßigkeit bedarf. Das muss man – sofern man die Prämisse akzeptiert – dann irgendwie auch institutionalisieren wollen.

    zu 2.: Das Problem an der staatlichen Verteilung der Steuergelder ist doch, dass man sich einen Menschenschlag staatlich heranzüchtet, der im Kern nichts gelernt hat als mithilfe von Traktaten Steuergelder herauszuschlagen. Der »Feind« – seien es Linke, Rechte, Muslime, o.Ä. – kann niemals besiegt werden, weil er zur ökonomischen Grundlage ganzer Volksteile/Bevölkerungsteile wird. Das ist ZWANGSLÄUFIG. Ein Naturgesetz.
    Deshalb ist der mehr oder weniger »ehrliche« Ansatz des Demokraten ad absurdum geführt. Man erreicht nichts als Ideologisierung durch staatlich alimentierte NGOs.

    Daran anschließen ließe sich noch eine generelle Kritik an staatlichen Studiengängen, die genau solche NGOs mit »Fach«personal füllen (Genderstudiengänge, Feministische Kacke, Antidiskriminierungslehrstühle, Lehren zur Förderung interkultureller Kompetenz.) Damit ernährt der Staat die Parasiten, die schlussendlich seine Legitimität untergraben.

    (Ich meine: wer es kapiert hat, weiß ohnehin, dass der demokratische Unsinn zwangsläufig Stufe 2 erreichen muss. Aber die Darlegung ist auch hilfreich für jemand, der grundsätzlich noch dafür plädiert gegen Linksextremismus steuergeldfinanziert vorzugehen.)

    Das schlimmste ist, dass diese Verbände dann auch noch als zivilgesellschaftliches Engagement verkauft werden. Deren Abstraktheit im Umgang mit dem Menschen ist ihr Problem und damit letzlich das Problem aller, die zu deren Finanzierung beitragen müssen.

  3. Ich frage mich schon seit längerer Zeit, wie sie dieser Kampf gegen linken und islamischen Extremismus in der Praxis aussehen soll.

    Er wird wohl auf ganz anderen Wegen erfolgen müssen, als beim Kampf gegen Linke, sonst alimentiert das BMFSFJ am Ende noch Wiking-Jugend oder die Skinheads Sächsische Schweiz…

  4. Nils Wegner

    @ Tim:

    Man könnte zum Beispiel damit anfangen, diesen ganzen Antifa-Rekrutierungssumpf auszutrocknen, z.B. die von den jeweiligen Kreisen finanzierten »Jugendzentren« nicht mehr unter die Ägide von alten Rotfaschisten und ähnlichem Gelumpe zu stellen.

    Vergessen wir nicht, dass hier von ganz unten angefangen werden müsste!

  5. Ich bin ein wenig irritiert.
    Warum sollte man den »Antifa-Rekrutierungssumpf« trockenlegen, wenn er so gut funktioniert ?

    Wir haben HartzIV, div. Steuersenkungen, eine BAMA-Regelung an den Unis, von der noch keiner weiß, wieviele aussortiert werden, Soldaten stehen in fernen Ländern: hätte man das 1998 bei der Regierungsübernahme von rotgrün prognostiziert, wäre man für verrückt erklärt worden.

    … und das alles vor den Augen der Linken, die als Gegenleistung ein bißchen Antifaschismus spielen und (in Berlin) Autos von Bäckermeistern und Ladenbesitzern abfackeln.

    Die paar Rubel für die »aufrührerische« linke Subintelligenz sind doch ein sehr, sehr geringer Preis. Hätte man wirklich »Äquidistanz« herbeiführen wollen, hätte man nicht eine junge Ministerin erkoren, die schneller umkippen dürfte als ein betrunkener russischer Matrose *Rumbalotte* sagen kann.

    Die Antifa erfüllt ihren staatsbürgerlichen Zweck …

  6. Nils Wegner

    … also erst mit der Gießkanne gegen die gigantischen Flächenbrände vor der Haustür antreten, anstatt zuerst eine Decke auf den schwelenden Teppich, auf dem man steht, zu drücken?

    Befremdlicher Gedanke.

  7. Warum sollte man denn – aus Regimesicht – die Antifa bekämpfen ? Die tut doch nichts !
    … zumindest nichts, was irgendeinen, der an den Futtertrögen des o.g. Regimes sitzt, belasten könnte.

    Trotz Bankenkrise sind wohl mehr Privat-Pkw von Versicherungsvertretern als Bankfillialen in Brand gesetzt worden, man kann Linksextremisten schön gegen die eigene Bevölkerung in Stellung bringen, falls die mal wg. diverser unschöner Begleitumstände der Umvolkung aufmuckt und …vor allem: sie sind doch handzahm. Wer Soziologie, Medienwissenschaft und artverwandte Bereiche studiert, ist doch nolens volens darauf angewiesen, daß ihm das »Schweinsystem« einen Posten verschafft.

    Eine »politische Bewegung«, die darauf verzichtet, »Beraterverträge« für diverse Politiker als Korruption zu bezeichnen, kann man doch nur als staatstragend bezeichnen: Antifa ist die neue FDP.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Datenschutzinfo