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Französische Nachahmer und linke Stalker

Wer liest uns eigentlich? Wer läßt sich von uns inspirieren? Abgesehen von unserer Stammleserschaft wissen wir darüber nur sehr wenig und doch gibt es Indikatoren, die zeigen, daß die Blaue Narzisse manchmal gerade bei Personen, Orten und Stellen Wirkung hinterläßt, wo wir es nicht gedacht hätten. Dazu zwei Notizen.

Erstens: In Frankreich gibt es eine neue Wochenzeitung. Sie heißt Le 1 und wurde von Éric Fottorino ins Leben gerufen, der früher Chefredakteur und Herausgeber von »Le Monde« war. Das Besondere an der Zeitung: Sie besteht nur aus einem A1-Blatt, das auf 16 A4-Seiten ausgefaltet werden kann. Die Zeitung enthält keine Werbung und widmet sich jede Woche einem anderen Leitthema. »Die Aufklappbare«, so die Süddeutsche Zeitung, entspricht genau den Thesen-durch-Fakten-Anschlägen, die wir 2012/13 herausgegeben haben.

Zweitens: Unser Dauerstalker Jens Kassner hat mal wieder auf den Seiten des Freitag zugeschlagen und unser Büchlein Junges Europa. Szenarien des Umbruchs besprochen. Warum macht er das? Wir lesen doch auch nicht andauernd irgendwelche linken Pamphlete, die wir ziemlich scheiße finden. Hat Kassner also doch heimlich Sympathien für uns oder unsere Gedanken?

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2 Kommentare zu “Französische Nachahmer und linke Stalker

  1. Falls es euch interessiert…, eure Blaue Narzisse inspiriert auch meine Freunde vom »Orden der Patrioten« und mich.
    Wir finden es klasse was Ihr leistet.
    Weiter so.

  2. Keine Angst Herr Menzel, ich habe keine Sympathien für Sie und werde sie nicht haben. Allerdings wird auch Ihre Hoffnung, dass Sie sich ausschließlich unter Gleichgesinnten bewegen, unbeachtet von Andersdenkenden, nicht aufgehen.
    »Warum macht er das?« schreiben Sie. Ja warum wohl? Weil man solche Leute wie Sie nicht unbeobachtet auf dem Spielplatz allein lassen sollte.
    »Wir lesen doch auch nicht andauernd irgendwelche linken Pamphlete, die wir ziemlich scheiße finden.« Wenn das Selbstironie sein soll, ist sie gründlich schiefgegangen. Für Sie ist doch alles links, was nicht ausdrücklich rechts(extrem) aussieht, einschließlich der Springerpresse. Und da finden sich in der BN-Seite dutzende, wenn nicht hunderte Auseinandersetzungen mit Büchern, Artikeln, Sendungen. Und in Ihrem Büchlein gehen Sie nicht nur auf Hessel ein, sondern sogar (mit gewisser Zuneigung) auf »Der kommende Aufstand«, einem wirklich linken Pamphlet, das ich schon vor drei Jahren kritisiert habe.
    Wie wäre es denn, sich mit meinen reichlich gelieferten inhaltlichen Einwänden zu Ihrem Heft auseinanderzusetzen, statt sich in Selbstgefälligkeit zu suhlen und auf die Sympathiebekundungen der Mitläufer zu bauen?

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