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Frauenquote III: Was ergänzt werden muß

Die Talkshow von Maybrit Illner gestern Abend über die Frauenquote war aufschlußreich und langweilig zugleich. Aufschlußreich, weil einige konservative Ansätze über die Geschlechterkrise zumindest marginal einmal zur Sprache kamen. Langweilig, weil die Debatte viel zu kurz greift. Deutschland erlebt seit Jahrzehnten einen demographischen Niedergang und wir reden darüber, ob nicht in den Führungsetagen deutscher Unternehmen ein paar mehr Frauen sitzen sollten.

Rogowski, der Männer-Coach aus dem Publikum sowie Birgit Kelle haben gestern mehrmals auf die Jungskrise hingewiesen. Christoph Rothämel hat für uns diesen Mangel an Männlichkeit ebenso angesprochen wie Carlo Clemens, der noch dazu die Probleme unserer »postheroischen« Gesellschaft herausstellt. Im Gespräch mit Supermacho Henry Schädelbach haben wir vor etwa einem Jahr in etwas übertriebener Art aufgezeigt, wie sich ein richtiger Mann heute noch geben kann.

Ein zweiter Themenkomplex gestern war das Scheitern des Feminismus. Es war schön anzusehen, daß Birgit Kelle deutlich mehr Applaus bekommen hat als die 23jährige Feministin, die allen Ernstes behauptete, sie könne Kinder auch in ihrer WG mit ihren Freundinnen großziehen. Die Ehe hingegen sei ein veraltetes Modell. Im November 2009 haben wir auch einmal das Gespräch mit einer Feministin gesucht. Meredith Haaf kam uns jedoch im Gespräch sehr entgegen und rückte von einer generellen Gleichheitsthese ab. Deutlich populistischere Worte fand Gabriele Kuby, die meinte: »Der Gender-Mensch wird sexbesessen, bindungs- und familienunfähig sein.« Erwähnen möchte ich zu guter Letzt auch unser Gespräch mit Ellen Kositza über die Machtfrage zwischen Mann und Frau.

In all diesen Gesprächen und Beiträgen kommt das Grundproblem der Geschlechterkrise, die ein Faktor des Geburtenrückgangs ist, deutlicher zum Ausdruck als in der gestrigen Sendung: Männer müssen wieder lernen, Männer zu sein, und Frauen müssen wieder lernen, Frauen zu sein.

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1 Kommentar zu “Frauenquote III: Was ergänzt werden muß

  1. »Männer müssen wieder lernen, Männer zu sein, und Frauen müssen wieder lernen, Frauen zu sein.«

    Ganz richtig, Herr Menzel. So sehe ich die Sache auch.

    Die Lösung kann nur umgekehrtes Gendertum sein. Gegen die allenthalben anzutreffenden Nivellierung der Geschlechterunterschiede müßte eine geistige Gegenbewegung ins Feld geführt werden, die diesen Unsinn stoppt und die ein entgegengerichtetes Geschlechterverhältnis (bzw. (Geschlechterverständnis) vertritt.

    Gehen wir gedanklich eine Entwicklungsstufe zurück: Von Helena Petrovna Blavatsky ist in ihrer Schrift »Geheimlehre« der Gedanke überliefert, dass es in früheren Entwicklungsstufen der Menschheit keine Geschlechter gab, Mann und Frau ursprünglich einmal eine Einheit – also »eins« – waren. Erst später kam es zu einer Trennung (Mann zu 0,55, Frau zu 0,45), weil der Gesamtorganismus durch diese Arbeitsteilung – der Mann schützt, sorgt und wirkt nach außen hin, die Frau im Innern generiert neues Leben – Vorteile, also eine bessere Anpassungsfähigkeit an die äußere umgebende Umwelt bewirkte.

    Die so getrennten Geschlechter wurden und werden jedoch durch eine ihnen innewohnende Geschlechterpolarität unterbewußt und triebhaft wieder zusammengeführt und vollenden ihre Wiedervereinigung – im Orgasmus, der nichts anderes als ein Energieaustausch ist, durch den neues Leben gezeugt wird.

    So weit das Modell.

    Der Genderschwindel bewirkt nun die ganz große Katastrophe, weil er die Geschlechterunterschiede einzuebnen trachtet, wodurch – vorausgesetzt das beschriebene Modell bildet die realen Geschlechterspannungen ab – die polaren Spannungen, also die triebhaften Anziehungskräfte zum jeweils anderen Geschlecht neutralisiert werden. Und wie ja jeder aus dem Physikunterricht weiß, ziehen sich unterschiedlich geladene Teilchen an, gleichgeladene stoßen sich aber tendenziell ab.

    Die Lösung kann also nur die Wiederherstellung von sittlichen Zuständen sein, wo solche polaren Geschlechterunterschiede – in den Rang von Lebensgesetzlichkeiten gesetzt – gewahrt werden, und wo alle Anstrengungen unternommen werden, dass sich Störungen, schädliche Neutralisationstendenzen bei den Geschlechterunterschieden nicht bilden. Das setzt natürlich voraus, dass Völker überhaupt erkennen, dass die Wahrung der polaren Spannungen zwischen den Geschlechtern eine, wenn nicht sogar die zentralste Lebensgesetzlichkeit von Völkern ist. Wir, der Westen, sind jedenfalls schon derart losgelöst von solchen ursprünglichen Zusammenhängen, dass uns jegliches Verständnis und diesbezügliche Wissen über solche Lebensgesetzlichkeiten abhanden gekommen ist. Wehe solchen Völkern, wehe!

    Der Moslem ist da schlauer. Er achtet peinlichst darauf, dass seine Frauen Kopftuch und Gewänder/Kleider (jedenfalls keine Hosen) tragen, er selbst legt Wert auf einen (Voll-)Bart: Das ist aber nichts anderes als der Versuch (erfolgreicher Versuch, die moslemische Geburtenrate beweist es!), die Polarität zwischen den Geschlechtern zu wahren. Dass wir, der Westen, uns über Kopftuch und Vollbart mokieren, beweist nur, wie kaputt unsere Kultur und wie aufgebraucht unsere sittliche Substanz und unser überliefertes Wissen sind.

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