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Generace Identity erinnert an Jan Palach

identitaer_czVon den Dresdner Identitären habe ich mir berichten lassen, daß es sehr gute Kontakte zur tschechischen Generace Identity gibt. Einige identitäre Tschechen waren auch schon hier in Dresden zu Besuch. Nun hat die Generace Identity eine sehr schöne Aktion durchgeführt und an Jan Palach erinnert. 

Palach war ein Student, der sich aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings vor ziemlich genau 45 Jahren selbst verbrannte.

Die tschechischen Identitären, die mit dem Slogan »Wir sind Fackeln!« auftreten, verehren Palach, weil er sich aus der Masse erhob und sich selbst für eine größere Idee opferte. Am Tag seines Todes kamen spontan 200.000 Menschen auf den Prager Wenzelsplatz und legten Kränze und Blumen nieder.

In einer Stellungnahme zu dem folgenden Video verglichen die tschechischen Identitären die Tat von Palach mit dem Selbstmord von Dominique Venner.

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4 Kommentare zu “Generace Identity erinnert an Jan Palach

  1. Arminius Arndt

    Die Kultur der Selbsttötung zu Zwecken der politischen Demonstration ist mir zu tiefst zuwider und ich sehe hier keine europäische Tradition, sondern etwas, was in anderen, uneuropäischen Kulturen zu Hause ist, also ein Element des Fremden.

    Eine »identitäre« Bewegung in Europa kann an Leute wie Pallach meinetwegen für ihren Aufopferungswillen erinnern, auch wenn der Akt selber letztlich total sinnlos war. Ein Vorbild ist eine Selbstverbrennung jedoch nie und das sollte klar erkennbar bleiben.

    Ebenso lehne ich jegliche Überhöhung eines Dominique Venner ab, da er mit seinem egoistischen, narzisstischen Irrsinn auch noch eine Kirche geschändet hat. Während Pallach wenigstens in einer konkreten Kampfsituation seines Volkes gegen eine fremde, militärische Übermacht zu diesem – falschen – Entschluss – kam, war die Tat Venners etwas, was ich lieber nicht weiter vertiefen möchte, da es dem Grundsatz, über Tote nichts schlechtes zu reden, widerspräche …

    Selbsttötungen jeglicher Art zu politischen oder sonstigen Zwecken sind entschieden abzulehnen – Wir sind Deutsche, wir sind Europäer und eben keine Taliban oder Jünger des Alten vom Berge … Der Geruch Asiens, der Steppe und der Wüste liegt mit solchen Aktionen in der Luft … nicht die Luft, die wir in Europa einatmen sollten.

  2. Alexander

    Arminius Arndt:
    Waren Römer und Germanen keine Europäer?

  3. Arminius Arndt

    @Alexander:

    Mir sind Selbsttötungen von Germanen und Römern zum Zwecke politischer Demonstrationen nicht bekannt. Das beide eine andere Einstellung zum Selbstmord hatten, als die des späteren christlichen Abendlandes, ist klar.

    Aber ich lerne gerne dazu: Wo gibt es Beispiele für politische Selbstmorde aus dieser Zeit?

    Ich meine keine Selbstaufopferungsangriffe, sich ins Schwert stürzen nach Niederlagen, sondern vergleichbares zu Selbstverbrennungen oder sich selbst Erschießen ohne konkreten Anlass etc.

  4. Alexander

    Laut Professor Robert Nudema (Universität Wien) töteten sich beispielsweise die 9 n. Chr. in römische Gefangenschaft geratenen sugambrischen Adligen »[n]icht nur um die Widernisse der Gefangenschaft zu vermeiden, sondern wohl auch aus polit. Räsonnement« selbst. Denn »durch den kollektiven Suizid verlieren die Römer ein Druckmittel gegenüber ihrem Stamm.«

    (Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 28 (2005), S. 131)

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