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Grenzverschiebungen in alle Richtungen

Ich habe echt die Stoppuhr angesetzt, wer nach meinem Bericht vom ersten Jugendseminar des NPD-nahen Bildungswerkes als erstes bellt. Gewonnen hat npd-blog.info. Dem Autor, der mir unterstellt, ich hätte schon die Bewerbungsunterlagen bei der NPD eingereicht, möchte ich gern ein Eis ausgeben. Aber nur wenn er dies mit mir gemeinsam in Chemnitz schleckt.

Ziemlich erbärmlich bei der Jagd hat allerdings der Robert abgeschnitten. Aber auch er hat den Braten gerochen und weiß jetzt, daß wir eine „Grenzverschiebung“ vorgenommen haben. Das stimmt natürlich, jedoch ist der Robert komplett in die falsche Richtung gelaufen.

An dieser Stelle muß ich ein Geständnis machen: Das Studium neigt sich bei mir so langsam dem Ende zu. Deshalb muß ich mir Gedanken darüber machen, wie ich meinen hohen Wurstkonsum in Zukunft finanzieren kann. Für meinen Traumjob im Bürgerbüro von Hanka Kliese bin ich wahrscheinlich nicht weiblich genug. Hanka vertraut anscheinend nur Mitarbeiterinnen und diskriminiert so ein Stück weit das männliche Geschlecht. Das ist aber auch wirklich mein einziger Kritikpunkt an der SPD-Schönheit, die ansonsten perfekt ist.

Ich steckte also in einer Misere und da mein guter Riecher manchmal genauso wie beim Robert versagt, gelangte ich auf eine falsche Fährte. Jetzt ist es aber Zeit für die Wahrheit: Ja, ich bekomme ziemlich viel Geld von Greenpeace und nur deshalb berichten wir seit einiger Zeit recht häufig über die Umweltorganisation. Vielleicht finde ich ja dort sogar eine Festanstellung und könnte dann noch mehr für die deutsche Kartoffel tun.

Selbstverständlich sind auch bei anderen Themen immense Summen geflossen und selbstverständlich habe ich überall meine Bewerbungsunterlagen hingeschickt. Eine kleine Auflistung:

Bei der NPD hingegen ist nichts zu holen. Typisch Partei – die geben alles für Wahlkämpfe aus und außerdem sind das Sozialisten, die nicht so ein lockeres Verständnis von Privateigentum haben wie ich.

Lieber Robert, wir sind zu allen Seiten offen – nur nicht in Richtung NPD, über die berichten wir nur. Vielleicht können wir ja einen kleinen Deal vereinbaren, dann kommst auch du in Zukunft besser weg und erfährst immer vorab, wo ich mich am nächsten Wochenende aufhalte.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

7 Kommentare zu “Grenzverschiebungen in alle Richtungen

  1. Ein altes Übel.
    Mit hoher Summe wird Meinung erkauft.
    Den Neid bekommt man hingegen leicht umsonst.
    Einzig das Gewissen schmerzt bei gelegentlich wachen Geist.

  2. Oh man Felix,

    du ziehst dir ja echt jeden Schuh an. Die »Grenzverschiebungen« sind doch eindeutig auf die NPD bezogen. Also ruhig Blut, Brauner. Niemand regt sich auf…

    Oder ist es etwa gerade das, was dich zu deinem Beitrag veranlasste? Vermisst du den öffentlichen Widerhall?

    Vielleicht solltest du intellektuell noch zwei-drei Zentimeter wachsen, dann nimmt man dich vielleicht sogar ernst und betrachtet dich als »Ikone« deiner Szene. So bist du nur ein Schülerzeitungsredakteur, kurz vorm Ende des Studiums, der seinen Lebenssinn im lächerlichen Versuch der Imitation Kubitscheks gefunden hat. Vielleicht gibt´s ja doch noch ein Pöstchen beim Bildungswerk…

  3. »Wir sind zu allen Seiten offen – nur nicht in Richtung NPD.« Schade eigentlich, und selbst wenn; es wäre souveräner gewesen, sich diesen Satz zu sparen.

  4. Wer nach allen Seiten offen ist, ist selber nicht ganz dicht. 😉
    Wobei Menzels Probleme wohl eher im P und D liegen, als im N.

  5. Freund R.M., ich denke nicht, daß Felix Menzel mit »D« ein Problem hat; immerhin steht das für »Deutschland«. 😉
    Ob der letzte Satz nun wirklich sinnvoll ist, sei an dieser Stelle dahingestellt. An Yvonnes Aussage ist schon was dran.

  6. Hachja, beim Absenden ist mir schon aufgefallen, daß es wohl ein wenig umständlich formuliert war. Was ich ausdrücken wollte, dürfte trotzdem klar sein.
    Somit liegt das Problem darin, daß man nach allen Seiten offen ist, und nicht, daß man nicht offen gegenüber der NPD ist.
    F.M. wird wohl im ironischen Redeschwall ein wenig über’s Ziel hinaus geschoßen sein. Sei’s drum!

  7. Nils Wegner

    Sind hier eigentlich alle des Lesens mächtig?

    Die – in der Tat etwas verschwurbelte – Phrase »… nur nicht in Richtung NPD« bezieht sich auf den im darüberliegenden Absatz »zugegebenen« Lobbyismus.

    Also, schön die Füße stillhalten und nicht immer alles gleich mit der Grundhaltung »Auf uns wird eh immer nur herumgetreten« lesen.

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