Anstoß

Heimatliebe und Intoleranz als Schutzmechanismus

Kultur, Werte und Normen sind nicht nur für das repräsentative Außenbild einer Nation wichtig, sondern spielen auch eine bedeutsame Rolle, wenn es um die gesellschaftliche und menschliche Gesamtordnung geht.

Alle drei Komponenten sind ausschlaggebend für unser Verhalten, für unsere charakterlichen Eigenschaften und für unser alltägliches Zusammenleben. Jede Nation und jeder Kulturkreis besitzt unterschiedliche Komponenten – dementsprechend andere Sichtweisen und Verhaltensweisen. Dass kulturelle Unterschiede zu großen Problematiken führen können, wissen wir spätestens seit der Asylkrise 2015. In diesem Artikel soll es darum gehen, wieso Heimatliebe und Intoleranz überlebenswichtige Faktoren sind.

Heimatliebe – eine Definition

Im politisch rechten Raum besitzt der Begriff „Heimatliebe“ eine ganz große Bedeutung. Oftmals wird dieser Begriff oberflächlich als „Verbundenheit zum eigenen Heimatland“ definiert. Dass in diesem Begriff mehr als nur die Verbundenheit zum eigenen Heimatland steckt, ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Bei der Liebe zur eigenen Heimat geht es vielmehr um eine Verbundenheit zur eigenen Kultur, zur eigenen Identität, um das gesamtgesellschaftliche Bild einer Nation und der Bezug zu gesellschaftlichen Werten und Normen, welche die eigene Heimat prägen. Die Heimat ist also ein Ort, an dem Kultur, Werte und Normen einen Einklang finden – und die Liebe ist die Verbundenheit zu dem, was die Heimat ausmacht.

Nationen, Kulturen und Ordnung – Differenzen, die ein geeintes Zusammenleben unmöglich machen

Jede Nation auf dieser Welt besitzt unterschiedliche Kulturen, andere Wertesysteme und andere Normen. Für ein geordnetes Zusammenleben ist aber der Einklang zwischen den Menschen und der Kultur ein ganz wichtiger Punkt. Sobald Menschen aus fremden Kulturen in ein Land migrieren, gibt es erfahrungsgemäß Komplikationen. Menschen haben die unterschiedlichsten Gesellschaftsvorstellungen und können somit kein einheitliches System für ein geordnetes Zusammenleben finden.

Ein Beispiel hierfür ist das Frauenbild von Männern aus islamischen Kulturkreisen, das unserem Frauenbild diametral entgegensteht. Frauen werden im Islam deutlich niedriger angesehen, als es Männer werden. In Sure 4,34 wird beispielsweise deutlich, was gegen Frauen, die sich gegen ihre Männer auflehnen, unternommen wird. Für uns ist diese Umgangsart mit Frauen fremd. In unserer Gesellschaft werden Frauen genauso angesehen, wie es Männer auch werden. Dementsprechend ist Gewalt gegen Frauen (und auch allgemein) strengstens verboten. Dennoch kommen in Deutschland immer mehr Gewalttaten gegen Frauen vor – und in den meisten Fällen wird die Gewalt aufgrund religiöser Gründe angewandt.

Intoleranz – das einzig konsequente Gegenmittel

Ein geordnetes Zusammenleben ist eine Notwendigkeit für jede Nation. Ohne bestehende Ordnungssysteme und gesellschaftliche Richtlinien kann eine Gesellschaft nicht harmonieren. Dabei ist es wichtig, ein Ordnungssystem basierend auf gesellschaftlichen Komponenten zu entwickeln, welches einheitlich gegeben wird. Unser alltägliches Zusammenleben in einem multikulturellen Land zeigt, dass aufgrund der Bandbreite an fremden Kulturen in unserem Land Situationen vorhanden sind, in denen wir unbeabsichtigt Regeln anderer Kulturen brechen.

Damit geraten wir in Situationen, die unsere körperliche sowie geistige Unversehrtheit gefährden. Das einzig konsequente Mittel gegen die Ordnungsvielfalt, die aufgrund Multikulti entstanden ist, ist die Intoleranz gegenüber anderen Kulturen im eigenen Land. Wenn man klare Strukturen erschaffen möchte und die oben genannten Komplikationen verhindern möchte, kann ein Land nicht gleichzeitig auf die Strukturen anderer Kulturkreise zurückgreifen, die so vielfältig sind, dass man kaum den Überblick behalten kann.

Ein Land, dessen Ordnungsbasis auf eigenen Gesellschaftskomponenten besteht, muss intolerant gegenüber fremden Gesellschaftskomponenten sein.

(Bild: Pixabay)

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2 Kommentare zu “Heimatliebe und Intoleranz als Schutzmechanismus

  1. Artikel ist gut geschrieben. Ich finde nur den Titel etwas provokant. Intoleranz wird ja immer negativ dargestellt.

  2. Wer soziale Ordnung vertritt, braucht eine Ethik mit auf menschli­che Ge­mein­schaften ge­richteten Tugenden. Wer in der Nation die be­ste Organi­sationsform sieht, seine Interessen geltend zu machen, be­nötigt Tugenden wie die der Vater­landslie­be und der Fami­lien­bin­dung. An eine me­taphysi­sche Reali­tät solcher ge­mein­schaftsbil­denden Wer­te muß nie­mand glau­ben. Wer Gott nur vom Thron stürzt, um sich selbst – in­dividuell oder kol­lektiv – dar­aufzuset­zen und anzube­ten, hat nicht be­griffen, was Aufklä­rung tatsäch­lich bedeu­tet. Daß es solche Werte aber bei allen Völ­kern und in al­len Kul­tu­ren gibt, läßt den Schluß zu, daß es of­fenbar ei­nen Nut­zen hat, wenn die Mit­­glie­der einer Gruppe ein die Ge­mein­schaft ­­sta­bi­lisie­ren­des Sy­stem von Nor­men an­wen­den. Wir Men­schen verfü­gen nach Konrad Lorenz über ein hoch­diffe­ren­zier­tes Sy­stem von Ver­hal­tens­weisen, das in durch­aus ana­lo­ger Weise wie das Sy­stem der An­ti­kör­perbil­dung im Zel­len­staat der Aus­mer­zung gemein­schaftsge­fähr­den­der Pa­rasi­ten dient.

    Was geschieht, wenn der Gedanke indi­vi­du­el­ler Autonomie sich durch­setzt und die Gemeinschaft verdrängt, er­le­ben wir in Deutsch­land heute tagtäglich. Was ge­schehen konnte, als die Gemeinschaft al­les und der ein­zelne nichts galt, haben wir nicht vergessen. Eine frei­heitliche Gemeinschaft ohne einen Wert, der zwi­schen beiden Ex­tre­men vermittelt und sie verbindet, kann nicht auf Dauer aufrecht er­hal­ten werden. Gustav Radbruch hatte als dritten Wert die Kultur einführen wol­len, und wenn man das poli­tische Ge­mein­we­sen richtigerweise als kul­turelle Leistung be­greift, hatte er damit recht. Wir sind von Natur aus Kulturwesen, und als Kulturwesen sind wir auch von Natur aus Ge­meinschaftswesen – aber: frei­heits­lie­ben­de! Es ist einfach un­be­greif­lich, wie der evidente Zu­sam­menhang die­ser Werte immer wieder be­strit­ten und mit intellektualistisch halbierter Ver­nunft immer nur der eine oder der ande­re Wert verabsolutiert werden konnte.

    Radbruch hat die in uns angelegte Gegensätzlichkeit der Wer­te des fre­ien Ei­genwil­lens und der sozialen Einordnung klar er­kannt und beide durch die Kultur als dritte Wertkategorie verbinden wol­­len. Er sah die­se in ganz ähnli­cher Weise wie Lo­renz als Ge­mein­­schafts­werk. Kern der Gesellschaft sei ein Ver­trags­verhältnis. Die Ge­samtheit habe man sich als Organismus nach Art des Körpers zu den­ken, die Ge­meinschaft kul­tureller Wert­schöp­fung aber nach Art ei­ner Bau­hütte. »Die Ideale dieser drei sozialen For­­men des mensch­­li­chen Zusam­men­lebens sind schlagwort­mäßig aus­gedrückt: Frei­­heit, Macht, Kul­tur. Das indivi­dualistische Ideal, die Frei­­heit, hat par­tei­po­li­tisch in den li­beralen, in den demo­kratischen und in den so­zia­li­sti­schen Par­tei­en Gestalt ge­funden, … die über­in­di­vi­­dua­listische, or­ga­ni­sche Lehre ist dage­gen die Grundlage der auto­ri­tä­ren oder kon­ser­va­tiven Par­tei­en, nach welcher der Staat, das Gan­ze, nicht um der Glie­­der willen, son­dern die Glieder um des Gan­zen wil­len da sind.« Wer die liberale Idee verabsolutiert, löst Volk und Staat auf. Wer das organische Volks- und Staats­den­ken verabso­lutiert, be­gründet einen Kol­­lek­tivis­mus. Wer da­ge­gen beide Werte, Frei­heit und Ge­mein­schaft, für mensch­lich schlecht­hin und für un­ver­zicht­bar hält, muß sich vor der ab­solu­ten Ge­sell­schaft und vor dem ab­so­lu­ten Staat hüten. Er muß diese gegensätzlichen Werte verbinden und versöhnen.

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