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»Identitär« ein Modewort der Rassisten?

Der Störungsmelder der ZEIT hat die identitäre Bewegung erwartungsgemäß zerrissen und dabei an dem Punkt gekitzelt, an dem es sich die Identitären am wenigsten gewünscht hatten.

Gleich im ersten Teil der Grundsatzpositionen hatten sie postuliert:

 100 % Identität – 0% Rassismus

Was macht die ZEIT daraus? Überschrift:

»Identitär« – das neue Modewort der Rassisten

Begründung:

Wie, Rassismus ohne Rassismus? Nein, selbstverständlich nicht, aber Rassismus das klingt doch so nach Nazi und nicht wirklich jung und cool. Vielfalt und Pluralismus muss her, die Ideologie des neurechten Ethnopluralismus: Frankreich den „echten“ Franzosen, die Türkei den „echten“ Türken, Israel den Juden und Deutschland eben den Deutschen. „Völkervielfalt statt Einheitsmensch“; Trennung nach Kultur und „Rasse“. Aha, also doch Rassismus.

Ich hoffe, es haben jetzt auch die letzten kapiert, daß Distanzierungen niemals etwas bringen. Carsten Rupert hat für uns ganz genau erklärt, warum das so ist.

Auch die Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung haben sich mittlerweile der identitären Bewegung angenommen. Die Schlagworte fliegen nur so durch die Gegend: »antiliberal«, »rechtspopulistisch«, »Rechtsextremismus«.

Jahrelang haben wir auf faire Journalisten gehofft, die ein Phänomen wie die Identitären wirklich ergründen wollen. Getroffen haben wir davon vielleicht fünf. Das sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Merkt euch also: Die Presse lügt! Glaubt niemals das, was in der Zeitung steht! Erwartet nie von einem Journalisten, daß er euch fair behandelt!

Es helfen uns also nur zwei Strategien weiter: Gegenaufklärung und Gegenpropaganda!

Hier geht es zu unseren identitären Aufklebern!

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

9 Kommentare zu “»Identitär« ein Modewort der Rassisten?

  1. Der Autor des Zeitartikels ist offenbar ungebildet, wenn er noch nicht mal weiß, was Rassismus ist. Rassismus heißt, Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft menschlich abzuqualifizieren und »Rassen« bzw. Völkern charakterliche Eigenschaften zuzuordnen. Alles andere ist kein ernsthafter Rassismus oder nur dummes Geschwätz.

  2. @ Boris

    Nein, das interpretierst du vollkommen falsch. Der Zeit-Mensch ist nicht ungebildet. Er ist ein Demagoge. Er macht das mit voller Absicht.

  3. Wichtiger, richtiger Beitrag!

  4. Hans-Christof Tuchen

    Ich halte das Etikett „identitär« auch für Camouflage. Rechts hat recht und Links bleibt link – das reicht doch.
    Zur Aufforderung im vorletzten Ansatz: Ich glaube auch nicht, was in der Blauen Narzisse steht(Kreter-Paradox).

  5. Hans-Christof Tuchen: Musst Du ja auch nicht. Lesen reicht. 😉

  6. @ Felix: Ein Demagoge ist er sicherlich. Aber warum? Jemand der politisch gebildet und zu differenziertem Denken wenigstens befähigt ist, käme doch gar nicht auf die Idee, einen grob fehlerhaften Artikel zu verfassen, weil das Dritten Rückschlüsse auf sein mangelndes Wissen ermöglichte. Das bedeutet schlicht einen Reputationsverlust.

  7. @ boris.

    nein. es geht hier um macht und eben nicht um die goldene ananas für den, der die wahrheit ausspricht.

    gerade das ist doch das desillusionierende.

  8. Tja, ein Yanonami hat es einfacher, indentitär zu sein, der bekommt dafür dann auch noch Beifall von Organen wie Zeit & Co …
    und dieselben, die Rassismus für das schrecklichste der Welt halten, kaufen selbstverständlich nur einen Rasse-Hund, reiten einen Gaul aus »bester Zucht« etc. …

  9. Zum Thema Gegenpropaganda gehört auch darauf hinzuweisen, daß hinter der Kampagne gegen die Identitären ein Projekt einer ehemaligen Stasi-Agentin steht, das offen rassistisch gegen »biodeutsche weiße Männer« agitiert und hellhäutige Menschen in Deutschland als »Problem« bezeichnet.
    http://ernstfall.org/2012/11/15/kampagne-gegen-die-identitaeren-ehemalige-stasi-agentin/

    In diesem Sinne könnte man versuchen, den Rassismusbegriff mit Bezügen auf Deutschenfeindlichkeit neu zu besetzen und ihn gegen solche Kräfte einzusetzen.

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